Was 2015 im Bereich Cloud Computing zu erwarten ist

Welche Themen haben Cloud Computing im letzten Jahr dominiert? Und was lässt sich daraus für das Jahr 2015 ableiten? Hier sind einige Trends.

Wenn wir einen Blick auf das Thema Cloud Computing im Jahr 2015 werfen, sollten wir erst mal schauen, was im letzten Jahr passiert ist. Wir haben mal nachgesehen, was die Leser im abgelaufenen Jahr besonders im Bereich Cloud Computing interessiert hat. 

Das Ergebnis: Eines der populärsten Themen war Plattform as a Service (PaaS). Es nimmt Platz 1 in unserem Ranking ein. Weitere beliebte Themen sind Mobility, Cloud-basierte HR-Systeme und allgemeine Cloud-Anwendungen. Für 2015 erwarten wir am Cloud-Markt folgende Entwicklungen:

Nummer 1: PaaS

Die Frage ist nicht mehr, ob PaaS so populär wird wie es die Schwester-Services SaaS und IaaS bereits sind. 2014 hat gezeigt, dass es so ist, und jetzt „lehnen sich die Leute zurück und warten auf PaaS, dass es das größte von den Dreien wird“, sagte John Rymer, Vice President und Principal Analyst bei Forrester Research. „Doch das kann man vergessen. Tatsache ist: All diese Kategorien werden parallel wachsen, weil die Cloud allgemein auf dem Vormarsch ist. Die Flut lässt schließlich alle Boote ansteigen.“

Die populärsten Themen des letzten Jahres waren private PaaS, die Verwirrung, die von dem Begriff ausging und die Unterschiede zwischen Private und Public PaaS. In gewisser Weise war PaaS dafür verantwortlich, dass IaaS und SaaS in ihrer zunehmenden Popularität nicht unterzukriegen waren. Experten sehen keinen eindeutigen Trend, in welche Richtung sich das Delivery Modell im Jahr 2015 entwickeln wird.

„Wir werden eine viel breitere Annahme von PaaS-Technologien in den Unternehmen sehen, aber ein großer Teil davon wird mit Containern wie Docker in die Private Cloud starten“, sagte Al Hilwa, Program Director bei IDC. Nach Hilwa wird die Industrie im Jahr 2015 anfangen, sich nach Containern umzuschauen, um sowohl neue als auch alte Legacy-Anwendungen in die Cloud-Welt zu bringen.

Nummer 2: Die Zukunft der Cloud

Das Thema Cloud Computing würde bei Anwendern nicht auf eine so hohe Resonanz stoßen, wenn es nicht einige nützliche Tipps für die Zukunft von Cloud-Anwendungen gäbe. Die gute Nachricht ist, dass das am zweithäufigsten aufgerufene Thema sich mit den Erwartungen an Cloud-Anwendung für das Jahr 2014 befasst.

In einem Beitrag von 2013 schrieb Tom Nolle: „Die heutigen Vorstellungen von IaaS, PaaS und SaaS, von Hybrid, Public und Private Cloud, sind evolutionäre Faktoren, die die Cloud Revolution hemmen. Es geht in diesen Vorstellungen nur um die Frage, wo der günstigste Ort ist, um seine Sachen abzulegen.“

Die Strategien mögen inzwischen ausgefeilter sein, aber das Denken ist gleich geblieben. „Unternehmensarchitekten und Softwareentwickler müssen stärker darüber nachdenken, wie man die Cloud in den Rahmen bestehender Unternehmensanwendungen integriert. Hybride Cloud-Strategien sind die Brücke zwischen dem, wo Organisationen heute sind und wo sie mit ihren Unternehmensanwendungen morgen sein werden“, sagte Paul Turner, VP Produktmarketing bei Adaptive Insights, in seinem Ausblick auf das Jahr 2015.

Nummer 3: IBM Watson

Erinnern Sie sich noch an IBM Watson aus der Quizshow Jeopardy? Der Supercomputer war der einzige Wettkampfteilnehmer, der in der Show im Jahr 2011 Schlagzeilen machte. Und er tat das nochmal im Jahr 2014.

„Jeopardy zeigte etwas, was wir noch nie bei einem Computer gesehen haben, der sich durch die Komplexität der menschlichen Sprache navigiert“, sagt Steve Gold, Vice President der IBM Watson Group. Die Nutzung eines Computersystems, das die menschliche Sprache und Texte verstehen kann, kann Internet-Anwendungen revolutionieren.

IBM kündigte drei neue Watson-basierte Programme an: Den IBM Watson Discovery Advisor, IBM Watson Analytics und IBM Watson Explorer. Der Konzern wies außerdem auf ein paar Unternehmen hin, die als „Early Adopters“ betrachtet werden können. Am beeindruckendsten dürfte die Zukunft von Watson-ähnlichen Systemen sein. „Innerhalb von fünf Jahren sollten Organisationen in der Lage sein, einem mobilen Gerät in natürlicher Sprache Fragen zu stellen und eine direkte Antwort zu erhalten oder ein Ergebnis, das auf eine direkte Aktion führt oder eine solche in einem interaktiven Dialog auslöst“, sagt Jamie Popkin, Vice President bei Gartner.

Was 2015 für die Cloud zu erwarten ist

Erwarten Sie im Jahr 2015 weiterhin „Mobil First“ Entwicklungsansätze für Anwendungen. Es braucht nicht damit gerechnet werden, dass der Aufstieg der mobilen und Cloud-Anwendungen bald endet. Deshalb werden Entwicklungsansätze einfacher werden – sowohl für Unternehmen als auch für Anwender.

Unternehmensweite Verbesserungen wird es aber nicht nur auf IT-Seite geben. Cloud-HR-Systeme fokussierten sich im vergangenen Jahr darauf, ältere Systeme loszuwerden, indem sie sich hin zu Funktionalitäten des 21. Jahrhunderts bewegten. Was bedeutet das für Unternehmen? Sie geben Geld aus für Updates, um Personalkosten sowie Geld für Datenintegrationsprogramme, Zeitmanagement, ROI und mobile Entwicklungsprojekte zu sparen.

Und was erwarten Sie im Bereich Cloud-Anwendungen im Jahr 2015?

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