canjoena - stock.adobe.com

Tipps für die Backup-Planung für hohe Verfügbarkeit

Für tägliche Transaktionen, Datenbanken und unternehmenskritische Systeme und Daten gilt: Je häufiger das Backup desto besser. Aber wie oft sollten Sie alle Ihre Daten sichern?

Zahlreiche Hersteller bieten heutzutage eine breite Auswahl an unterschiedlichen Backup-Produkten. Es gibt also kaum ein Argument dafür, Datensicherungen nicht durchzuführen. Um Daten und Anwendungen verfügbar zu halten, sollten Unternehmen ihre Backups sinnvoll planen und einrichten.

In diesem Artikel werden wir erklären, wie man einen Backup-Plan erstellt und Tipps für eine bessere Planung geben.

Das Hauptziel der Backup-Planung ist es, Zeitrahmen festzulegen, um ein ganzes System, mehrere Systeme, Daten und Datenbanken, Netzwerkdateien und andere kritische Systeme und Daten zu sichern.

Gründe für die Verwendung eines Sicherungszeitplans und von Sicherungsverfahren sind unter anderem:

  • Disaster Recovery: Wiederherstellung und Neustart kritischer Systeme, virtueller Maschinen (VMs), Dateien und Datenbanken.
  • Wiederherstellen von Dateien, die versehentlich gelöscht wurden: Es ist uns allen schon einmal passiert und es hilft, ein Sicherheitsnetz zu haben, falls Dateien oder andere kritische Daten gelöscht werden.
  • Auswirkungen der Backup-Aktivitäten auf die Produktionsaktivitäten: Ein Backup-Plan kann dazu beitragen, dass die Produktionssysteme mit Höchstleistungen arbeiten, wobei die Backups außerhalb der Produktionsprozesse erfolgen.

Kernpunkte der Backup-Planung

Was muss gesichert werden?

IT-Administratoren sollten die Häufigkeit ihrer Backups und die für die Sicherung erforderlichen Informationen angeben. Normalerweise sollten IT-Verantwortliche alles in der IT-Umgebung mit variabler Frequenz sichern.

Allerdings sollte jedes Unternehmen Themen wie die Kosten von Backups und die Auswirkungen von Backups auf die Systemleistung berücksichtigen. Es kann sinnvoll sein, das gesamte System oder kritische Teile des Systems auf ein alternatives Speichermedium zu replizieren und inkrementelle Backups auf diesem System durchzuführen.

Standort der zu sichernden Systeme und Dateien

Klären Sie, ob die Workloads auf einem lokalen Server, einem Speichermedium oder vielleicht mit einem Cloud-basierten Backup-Service gesichert werden sollen.

Wer führt Backups durch?

Die Planung der IT-Abteilung sollte auf der Absprache mit den Systemanwendern basieren und mit allen Nutzern geregelt werden. Einzelne Benutzer können auch ihre eigenen Dateien sichern; dies sollte durch IT-Richtlinien für die Datenverwaltung geregelt werden.

Zeitrahmen für Backups

Um den Zeitrahmen festzulegen, sollten mehrere Komponenten bedacht werden:

  • das System oder der Dienst, der die Backups durchführt
  • den Standort der Backups, zum Beispiel vor Ort oder extern
  • die Tageszeit für die Durchführung von Backups
  • die Verwendung von gemounteten oder ungemounteten Dateisystemen.

Backup-Administratoren sollten mit Anwendern über diese Kriterien diskutieren und den Plan entsprechend darauf aufbauen.

Wie oft ändern sich die gesicherten Dateien?

Einige Dateien werden während eines typischen Tages häufig aktualisiert; Administratoren sollten diese Dateien häufiger sichern. Sie könnten erwägen, sie am Ende eines jeden Tages zu sichern; unter Berücksichtigung aller inkrementellen Revisionen, so dass ein aktuelles Backup gespeichert wird.

Andere Situationen können eine sofortige Sicherung der Änderungen erfordern, so dass die Dateien immer aktuell sind. Wiederum andere Dateien müssen möglicherweise nicht regelmäßig gesichert werden und könnten daher für eine alternative Speicherung, wie beispielsweise auf Band, in Frage kommen.

Wiederherstellung von Daten aus Backups

Backups werden erstellt, um sicherzustellen, dass, wenn die Wiederherstellung eines Systems oder einer Datei erforderlich ist, diese Ressourcen so aktuell wie möglich sind. Ein Unternehmen sollte die Wichtigkeit von Systemen und Dateien an dieser Stelle berücksichtigen, damit es die Priorität der Sicherung und die Priorität der Wiederherstellung festlegen kann. Sie sollten diese Elemente in Ihre Backup-Planung einbeziehen.

Standort der wiederhergestellten Systeme und Daten

Im Notfall kann es notwendig sein, Systeme oder Daten auf einer alternativen Plattform wiederherzustellen, im Gegensatz zum ursprünglichen System. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Wiederherstellung im Katastrophenfall.

Die Backup-Planung ist ein kritischer IT-Prozess, da dadurch die Verfügbarkeit kritischer Systeme und Daten gewährleistet, insbesondere im Notfall.

Arten von Backups

Im Folgenden zeigt ein Überblick die typischen Arten von Backups:

  • Day-Zero-Backups werden durchgeführt, wenn ein neues System vollständig installiert und vom Anwender in Betrieb genommen wird. Es legt die Ausgangsbasis für zukünftige Updates fest.
  • Voll-Backups speichern alle Systeme und Dateien innerhalb des Systems oder sie speichern ausgewählte Systeme und Dateien, wie vom Benutzer definiert. Unternehmen sollten diese regelmäßig, zum Beispiel einmal pro Woche, durchführen und auch Backups in Betracht ziehen, wenn sich die IT-Infrastruktur stark verändert.
  • Inkrementelle Backups erstellen eine Kopie aller Dateien, die sich seit einer früheren Sicherung geändert haben.
  • Differentielle Backups erstellen eine Kopie aller Dateien, die sich seit dem letzten vollständigen Backup geändert haben.

Beispiele für häufig verwendete Systeme und Dateien für die Backup-Planung sind:

  • Individuelle Benutzerdateien
  • Datenbanken
  • Virtuelle Maschinen (VM)
  • Passwort- und Gruppendateien
  • Buchhaltungsdateien
  • Konfigurationsdateien
  • Terminal- und Portdateien
  • Netzwerkdateien

Einrichten des Backup-Zeitplans

Unternehmen müssen möglicherweise einige inkrementelle Backups mehrmals täglich durchführen, während andere Unternehmen häufigere Updates benötigen. Der zunehmende Einsatz von VMs macht effiziente und zeitnahe Backups noch wichtiger. Im Katastrophenfall müssen Unternehmen schnell wiederhergestellt werden, um den Betrieb mit minimalen Ausfallzeiten wieder aufzunehmen.

Die Backup-Planung ist ein kritischer IT-Prozess, da dadurch die Verfügbarkeit kritischer Systeme und Daten gewährleistet, insbesondere im Notfall. Mit zunehmender Anzahl und Häufigkeit von Backups steigt auch der Bedarf an einem Backup-Plan.

Nächste Schritte

Disaster-Recovery-Planung: So integrieren Sie Backup und Recovery richtig

Inkrementell vs. Differentiell: Welche Methode eignet sich bei Cloud-Backup

Diese Vor- und Nachteile von Cloud-Backups sollten Sie kennen

Erfahren Sie mehr über Disaster Recovery

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close