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Von Installation bis VMware-Import: Tipps zum Arbeiten mit Embotics vCommander

Zur Verwaltung von VMware-Umgebung muss es nicht immer vRealize sein. Embotics vCommander bietet eine geradlinige Alternative für die Hybrid Cloud.

Bei der Verwaltung von VMware-Umgebungen ist VMware vRealize die logische, aber beileibe nicht die einzige Wahl zur Verwaltung hybrider Cloud-Umgebungen. Embotics vCommander ist beispielsweise bereits ebenso lange am Markt wie VMware vRealize und bringt viele identische Funktionen mit, etwa mandantenfähige Self-Service-IT und eine auf die Cloud-Verwaltung ausgelegte Plattform, stellt diese aber auf andere Weise dar.

VMware vRealize ist eine sehr schwergewichtige Anwendung und bedarf mehrerer virtueller Server, um eine funktionierende Installation zu erzielen. Im Vergleich dazu ist der Installationsvorgang für vCommander einfach und geradlinig. Embotics vCommander besteht aus einer ausführbaren Datei und bedarf lediglich einer einzigen Installation von Windows Server, um bereits eine lauffähige Version zu erhalten. Kleinere Deployments von vCommander können das integrierte PostgreSQL nutzen, während sich größere Installationen auf Microsoft SQL stützen sollten, auch wenn dies natürlich einen weiteren Server voraussetzt.

Konfiguration von Embotics vCommander

Dieser Anspruch einer einfachen Bereitstellung zieht sich durch die gesamte Installation, so lässt sich bereits in einer Stunde ein vollständig funktionsfähiges Testszenario abbilden. Jede Ebene der Konfiguration von vCommander bietet eine schrittweise Anleitung zum Erreichen des gewünschten Ziels. Als Beispiel: Eine Anleitung führt den Administrator durch das Aufsetzen von Elementen wie Mandanten für das System, Active Directory (AD) und E-Mail-Integration.

Es gibt einige spezielle Konten in vCommander, die keine Active-Directory-Integration aufweisen. Diese lokalen Konten sind vergleichbar mit Administrator-Konten für Infrastruktur oder Mandanten, so dass dies kein größeres Problem darstellen sollte. Dennoch wäre es natürlich angenehm, gleich im Ausgangszustand optional Active-Directory-Konten für diese Zwecke nutzen zu können.

Abbildung 1: Der grundlegende Installationsbildschirm von Embotics vCommander.

Infrastrukturdaten der VMware-Umgebung übertragen

Ist Embotics vCommander Server erst einmal installiert, so sind mehrere manuelle Schritte notwendig, um die Infrastrukturdaten einer VMware-Umgebung in die Anwendung zu übertragen. Auch diese Aufgabe ist nicht besonders langwierig, selbst in größeren Umgebungen. Das ermöglicht VMware-Administratoren, die Umgebung effizient und nach Bedarf mit Embotics vCommander zu verwalten.

Das Anlegen von Mandanten und Anwendern ist dann ebenfalls mit wenig Aufwand verbunden und wird durchgeführt, in dem Anwendern und Managern vorgegebene Rollen zugewiesen werden oder nach Wunsch des Administrators Rollen definiert werden. So ähnlich wie bei vRealize gibt es auch bei vCommander mehrere Rollen, tatsächlich funktioniert die Administration mit vCommander wesentlich einfacher als mit vRealize, zum Beispiel das Zuweisen von Anwendern zu Rollen oder sogar das Anlegen neuer Rollen auf Basis bestimmter Anforderungen.

Das Entwickeln und Bereitstellen von Servicekatalogen kann so simpel oder komplex sein, wie es von Administratoren gewünscht wird. So lassen sich beispielsweise einfache virtuelle Maschinen oder vollständige Dienste auf Basis mehrerer virtueller Maschinen erstellen, indem mehrere Schritte kombiniert werden – jeder davon etwa mit einem Script, Befehl oder Klon. In ähnlicher Weise kann eingestellt werden, wie der Genehmigungsprozess ablaufen soll.

Mit Embotics vCommander können Administratoren zwar nicht in die Tiefe vordringen wie mit JavaScript in vRealize Orchestrator, trotzdem lässt sich mit den bestehenden Tools nahezu alles nötige bewerkstelligen, auch wenn man hierfür manchmal auf externe Funktionalitäten zurückgreifen muss.

Erstellen eines neuen Dienstangebots

Im aller einfachsten Fall lassen sich neue Dienstangebote einfach über bestehende VMware Templates erstellen, die übernommen und dem Service-Katalog für entsprechend befugte Anwender hinzugefügt werden. Embotics vCommander bietet standardmäßig bereits einige nützliche Einstellungen, wie etwa die Kostenabschätzung einer zu erwerbenden Maschine. Diese Abschätzung basiert auf Einstellungen, die modifiziert werden können, um die Kosten zutreffend anzupassen.

Jedes dieser Elemente kann auf einfache Weise angepasst werden und vCommander umfasst auch eine grafische Benutzeroberfläche mit Editor, mit dem Einstellungen verknüpft werden können, um die fraglichen virtuellen Maschinen dem eigenen Bedarf entsprechend anzupassen. Hier können aber auch andere Aspekte des vCommander-Deployments angepasst werden.

Embotics vCommander geht aber sogar über diese Nutzungsweise hinaus und bietet zudem die Möglichkeit der Integration mit anderen Technologien wie beispielsweise Chef, um neue Server zu individualisieren und anzulegen. So ist es auch möglich, komplexe und untereinander abhängige Applikationen mit mehreren virtuellen Maschinen aufzusetzen, indem vorab definierte IP-Adress-Pools verwendet werden.

Weitere Funktionen von Embotics vCommander

Embotics vCommander bietet auch einfach anzuwendende Funktionen wie tiefgehende Berichte und Metriken, mit denen die Verwaltung der Infrastruktur erleichtert wird. vCommander bietet schon von Haus aus ein ganzes Bündel an Berichten, beispielsweise den Bericht zur Anzeige sämtlicher Snapshots der Umgebung, wie in Abbildung 2 zu sehen. Auch wenn dies nicht der wichtigste aller Berichte sein mag, gibt er doch ein gutes Beispiel dafür ab, welche hilfreichen Elemente hier zur Verfügung stehen.

Abbildung 2: Bericht zu allen Snapshots der Umgebung.

Das Schöne an der Einfachheit von vCommander ist die breite Masse an externen Konfigurationswerkzeugen, die hier zur Verfügung stehen. Hiermit ist es möglich, die jeweils gewünschte Ebene der Anpassung ganz einfach auf die eigenen Anforderungen zuzuschneiden.

Zusammengefasst kann Embotics vCommander in einigen Situationen eine sehr leistungsstarke Alternative zu vRealize sein. vCommander ist einfach einzusetzen und integriert sich vorzüglich mit externen Komponenten (einschließlich Tools für die Verwaltung von Kosten und Ressourcen), um potenzielle Probleme identifizieren zu können. Für alle, die einen geradlinigen Ansatz und schnelle Ergebnisse suchen, kann Embotics vCommander nur empfohlen werden. Für eine erste Evaluierung steht auch eine kostenlose Testversion bereit.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

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