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Neue Funktionen von vSphere 6 Update 1 für vCenter Server

vSphere 6.1 bringt auch einige Neuerungen für vCenter. Vor allem der Platform Services Controller und Update Manager profitieren hiervon.

VMware-Administratoren waren überaus neugierig auf vSphere 6, aber auch die Erwartungen an das erste Update waren sehr hoch. VMware hat vSphere 6 Update 1 schließlich im September 2015 veröffentlicht und damit auch viele Komponenten und Produkte aktualisiert, zum Beispiel auch vCenter.

Bevor man sich auf die Suche nach neuen Funktionen macht, sollte man seine Umgebung aber zunächst auf die neueste vSphere-Version überprüfen. Falls man eine vSphere-Umgebung von einem anderen Administrator geerbt hat oder auch andere Administratoren ein Update durchgeführt haben könnten, dann sollte man dies auch nachvollziehen können – und das ist tatsächlich nicht immer so einfach. Selbst nach der Installation von vSphere 6 Update 1 zeigt der Server nämlich noch immer die vSphere-Version 6.0 an.

Neue Funktionen für vCenter und Update Manager

Eine äußerst willkommene Neuerung für die Appliance-Version von vCenter in vSphere 6 Update 1 ist das webbasierte Interface, über das sich die Appliance jetzt verwalten lässt. Dieses Management-Interface war zwar auch Teil früherer Versionen, war aber im ursprünglichen Release von vSphere 6 nicht mehr enthalten.

Mit vSphere 6 Update 1 ist diese Oberfläche jetzt wieder zurück und kann wie gewohnt über Port 5480 angesprochen werden. Das Interface wurde vollständig generalüberholt und bietet einige neue Funktionen, beispielsweise die Möglichkeit zur Verwaltung der Netzwerkkonfiguration wie in Abbildung 1 dargestellt.

Eine weitere neue Funktion betrifft zukünftige Updates der vCenter-Appliance. Für ein vCenter-Update sind viele verschiedene Schritte nötig, mit dem neuen Update-Mechanismus will VMware den Prozess nun deutlich vereinfachen.

Abbildung 1: Verwaltung der vCenter-Netzwerkkonfiguration.

Mit vSphere 6 wurde VMware Single Sign-On in den neuen Platform Services Controller integriert (PSC), der eine eigene webbasierte Benutzeroberfläche erhalten hat. Hiermit lassen sich Identity Stores sowie Benutzer und Gruppen für Single Sign-On (SSO) oder Passwortrichtlinien verwalten.

Administratoren können hierüber auch Zertifikate für ihre Umgebung verwalten und dabei nicht nur die Zertifizierungsstelle bestimmen oder Zertifikate ersetzen, sondern auch einzelne Zertifikate verwalten, wie in Abbildung 2 zu sehen.

Abbildung 2: Interface des Platform Services Controller mit Zertifikatverwaltung.

Mit dem ersten Update von vCenter 6 hat VMware auch ein Tool implementiert, mit dem sich PSC von einem integrierten vCenter trennen lässt. Das ist vor allem für die Fälle interessant, in denen von vSphere 5.1 oder vSphere 5.5 aus aktualisiert werden soll und bereits ein in vCenter integrierter SSO-Server in der Umgebung vorhanden ist.

Bei einem Upgrade auf vSphere 6 gibt es nämlich nur die Möglichkeit einer integrierten Installation von PSC in vCenter Server. Wenn aber eine andere Konfiguration gewünscht ist, also PSC separat von vCenter installiert werden soll, dann gab es bislang keine andere Möglichkeit, als die Server neu zu installieren und die Inventare wiederherzustellen. Mit der neuen PSC-Architektur in vSphere 6 Update 1 hat sich dies jetzt geändert.

Sobald man mehrere vCenter-Server mit dem Platform Services Controller verbinden will, kann dieser nicht mehr in einem vCenter Server integriert sein. Auch für ein redundantes Setup muss der PSC extern installiert sein.

Mit dem jüngsten Update ist es nun aber möglich, auch bei einer integrierten Installation zu einem externen PSC zu wechseln. Hierfür muss zunächst ein neuer PSC entweder als Windows-Installation oder als Appliance ohne vCenter installiert werden. Als nächstes kann die vorhandene vCenter-Bereitstellung per cmsso-util-Befehl auf den neuen PSC umgehängt werden. Abbildung 3 zeigt die unterschiedlichen Optionen für diesen Befehl innerhalb der vCenter Appliance.

Abbildung 3: Optionen des cmsso-util-Befehls für vCenter.

Neben technischen Verbesserungen des Update Manager wurde jetzt auch der volle Support zur Verwaltung über den vSphere Web Client integriert. Wie in Abbildung 4 zu sehen, kann man nun Baselines und andere Werte über den Web Client konfigurieren und muss hierzu nicht mehr extra in den Update Manager.

Abbildung 4: Konfiguration des Update Manager über den Web Client.

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