Kosten und Funktionen der In-Memory-Option in Oracle Database 12c

Die In-Memory-Option macht aus der Oracle Database 12c eine In-Memory-Datenbank. Die Dual-Format-Architektur bietet mehr Leistung für Analytics.

Die In-Memory-Option ist eine Ergänzung zu Oracle Database 12c, die aus der Technologie eine In-Memory-Datenbank macht. Die Oracle Database 12c In-Memory-Option wurde entwickelt, um die Datenbankleistung für Analytics, Reporting und Online-Transaktionsverarbeitung (OLTP) voranzutreiben. Dies erlaubt der In-Memory-Option Ad-hoc Analysen auf Basis von transaktionalen Daten und die Beschleunigung von OLTP.

Warum die In-Memory-Option wichtig ist

Die Oracle Database 12c In-Memory-Option soll die Datenbankverarbeitung bestehender Anwendungen bis zu 1.000 mal schneller ausführen. Prozesse, die vorher einen halben Tag gedauert haben, brauchen nun zehn Minuten. Analytics ist bereits in wenigen Sekunden möglich. Oracle hat mit der In-Memory-Option eine Echtzeit-Datenbank erschaffen.

Mit dem Dual-Format-Ansatz werden die Daten im üblichen Zeilenformat auf der Festplatte und gleichzeitig im optimierten Spaltenformat im Arbeitsspeicher verarbeitet. Dies beschleunigt Analytics ohne die Transaktionsdaten zu kurz kommen zu lassen. Im Gegensatz zum Hauptkonkurrenten SAP HANA benötigen Kunden keine neuen Anwendungen oder müssen ihre Programme umschreiben, um mit der Datenbank zu funktionieren.

Was Anwender sagen

MicroStrategy hat die Beta-Version der Oracle In-Memory-Datenbank getestet. 

Der Enterprise-Softwareanbieter verwendet aktuell sowohl die In-Memory-Datenbank als Teil seines operativen Geschäfts, als auch als Testumgebung für potenzielle Kunden und zum Entwickeln von Best Practices. Laut Jochen Demuth, verantwortlich für Partnertechnologien bei MicroStrategy, ist die Einrichtung der Oracle In-Memory-Datenbank so einfach wie „das Umlegen eines Schalters“.

Nachdem die In-Memory-Option aktiviert ist, hat man eine Datenbank mit den gleichen Daten in zwei Formaten und einem Optimierungs-Tool, das entscheidet, welche Abfrage in welches Format gehört. Spaltenbasierte Verarbeitung ist für Analytics besser, während die zeilenbasierte Verarbeitung für Abfragen optimaler ist. Anstatt eine Lösung wählen zu müssen, lassen sich mit der Dual-Format-Architektur beide Arten auf der gleichen Datenbank nutzen. Dadurch kann man laut Demuth viel Geld sparen. „Eine Datenbank ist wesentlich kostengünstiger als zwei.“

Funktionen und Preis

Die In-Memory-Option im Überblick:

  1. Sie unterstützt Analytics und Transaktionsverarbeitung (OLTP) gleichzeitig, da die In-Memory-Option den Dual-Format-Ansatz bietet.
  2. Es werden keine neuen Anwendungen für die In-Memory-Funktionen benötigt.
  3. Laut Oracle benötigen Abfragen lediglich Minuten statt Tagen.
  4. Die Lösung bietet alle Funktionen der Oracle Database 12c, inklusive Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Security-Technologien.
  5. Die Oracle Database 12c In-Memory-Option erlaubt Ad-hoc Analysen, ohne vorher Indizes erstellen zu müssen.
  6. Die Option lässt sich allen Formen bereitstellen, die auch Oracle Database 12c bietet: physisch, virtuell oder in der Cloud.

Die Oracle Database 12c In-Memory-Option kostet:

  1. Named User Plus Lizenz: 460 US-Dollar pro Benutzer plus 101,20 US-Dollar für Software-Update-Lizenzen und Support.
  2. Prozessor-Lizenz: 23.000 US-Dollar pro Prozessor plus 5.060 US-Dollar für Software-Update-Lizenzen und Support.

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Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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