Vier Tipps für den reibungslosen Wechsel vom öffentlichen Telefonnetz zu VoIP

Beim Wechsel vom öffentlichen Telefonnetz zu VoIP ist ein sorgfältiges Vorgehen gefragt. Diese vier Tipps helfen beim Umstieg.

Ein Wechsel weg vom öffentlichen Telefonnetz hin zu VoIP (Voice over IP) bedarf umsichtiger Planung und Prüfung, nur so lässt sich ein möglichst reibungsloser Übergang realisieren, bei dem es geringe oder im Idealfall gar keine Ausfallzeiten gibt. Der Migrationsprozess hängt natürlich sehr von der Größe der Infrastruktur ab, es gibt aber ein paar allgemeine Grundsätze, die Ihnen beim Wechsel helfen können.

  1. Versichern Sie sich, dass die momentan eingesetzte Telefonanlage SIP-Terminierung unterstützt. Wenn Ihre PBX Unterstützung für SIP bietet, dann teilen Sie Ihrem Telekommunikationsanbieter die Marke und Modellnummer der PBX-Telefonanlage mit. Diese kann dann die Kompatibilität der PBX mit seinem SIP-Service verifizieren. Für den Fall, dass Ihre PBX keine Unterstützung für SIP enthält, müssen Sie entweder die PBX durch eine VoIP-PBX ersetzen oder ein Voice-Gateway kaufen. Letzteres verbindet die PBX mit dem gewünschten SIP-Provider.
  2. Erstellen Sie eine Liste mit allen Leitungen und den dazugehörigen Nummern. Wenn Sie vom öffentlichen Telefonnetz auf VoIP umstellen, werden Sie sicherlich die existierenden Telefonnummern des Unternehmens zu einem SIP-Provider umziehen wollen. Man kennt das auch als Rufnummernmitnahme. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass beim Umzug alle Nummern des Unternehmens bekannt und katalogisiert sind. Andernfalls könnten Sie diese Nummern möglicherweise verlieren oder der bisherige Telekommunikationsanbieter löst diese einfach auf.

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  3. Testen Sie den Anbieter vor dem finalen Wechsel ausgiebig. Es ist immer ratsam, ganz zu Beginn eine einzelne Rufnummer testweise umzuziehen. Diese Strategie kauft Ihnen die notwendige Zeit, den neuen SIP-Provider zu testen. Zudem können Sie so auch garantieren, dass die Leitungsqualität Ihren Ansprüchen genügt. Sobald diese eine SIP-Leitung ausgiebig getestet und für gut befunden ist, können Sie beruhigt alle anderen Leitungen nachziehen.
  4. Wenn Sie auf eine IP-PBX upgraden, installieren Sie diese parallel zur existierenden Infrastruktur. Das ist natürlich nicht immer möglich. Sollte es aber der Fall sein, rate ich dringend, die neue VoIP-Infrastruktur parallel zur existierenden zu betreiben. Durch diese Strategie geben Sie den Anwendern mehr Zeit, sich mit dem neuen System anzufreunden. Außerdem lassen sich so potenzielle Probleme aufdecken, die Sie andernfalls vielleicht übersehen hätten. Wir sprechen hier zum Beispiel von Flaschenhälsen im Netzwerk oder hoher Latenz.

Die oben beschriebenen Leitsätze weisen auf einige wichtige Punkte beim Umstieg von einem öffentlichen Telefonnetz zu VoIP hin, die Sie bei Ihrem Projekt hilfreich unterstützen können.

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