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Verbessertes Management von Hyper-V-Cluster und Bare-Metal-VMs mit SCVMM 2016

System Center 2016 steht kurz vor der finalen Veröffentlichung. Die Technical Preview 5 zeigt, welche neuen Funktionen SCVMM 2016 bietet.

Mit jeder neuen Version wurde Microsoft System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) besser, und Microsoft arbeitet auch weiter daran, SCVMM mit neuen Funktionen auszustatten und vorhandene Funktionen zu verbessern. System Center 2016 soll laut Microsoft zusammen mit Windows Server 2016 auf der Ignite-Konferenz vom 26. bis 30. September 2016 veröffentlicht werden.

Die letzte Technical Preview vor der finalen Veröffentlichung, Technical Preview 5, bringt zwar keine bahnbrechenden neuen Funktionen mehr mit sich, aber doch einige kleinere und dabei nicht unwichtige Verbesserungen, die SCVMM 2016 zum Tool der Wahl für IT-Abteilungen machen dürfte, die virtuelle Umgebungen verwalten müssen.

Zero-Touch-Bereitstellungen

System Center 2016 Virtual Machine Manager bietet neue Möglichkeiten zur Bereitstellung von Bare-Metal-Server und zum Konvertieren dieser Server in die jeweils erforderlichen Serverrollen. Auf diese Weise können beispielsweise Bare-Metal-VMs als Nano Server, einzelne Hyper-V-Server, Hyper-V-Cluster oder sogar Scale-out-File-Server-Cluster (SOFS) bereitgestellt werden.

Hierfür muss lediglich eine virtuelle Maschine mit einer grundlegenden Basiskonfiguration angelegt werden, beispielsweise mit den nötigen BIOS-Einstellungen zur Unterstützung von Virtualisierung und PXE-Boot sowie mit der Konfiguration von Anmeldedaten oder auch Baseboard-Management-Controller inklusive IP-Adressen. Sobald diese Bare-Metal-Maschinen mit System Center konfiguriert wurden, kann SCVMM 2016 diese verwenden und automatisch Betriebssysteme installieren sowie auf dieser Basis Hyper-V-Cluster, SOFS-Rollen oder eben Nano-Server-Deployments bereitstellen.

Einfacheres Erstellen neuer Cluster

Sobald ein Unternehmen wächst, kann es notwendig werden, neue Serverknoten in existierende Hyper-V- oder SOFS-Cluster einzuhängen oder vielleicht auch neue Failover-Cluster zu erstellen. SCVMM 2016 enthält Verbesserungen beim Prozess des Hinzufügens von Bare-Metal-VMs als Server-Nodes oder Failover-Cluster, indem die gesamte Provisionierung automatisiert werden kann. Virtual Machine Manager 2016 ermöglicht auch das Hinzufügen einer Bare-Metal-VM als Serverknoten für einen existierenden Failover-Cluster.

In früheren SCVMM-Versionen war es dagegen nötig, für die Bereitstellung eines Hyper-V-Clusters auf Basis von Bare-Metal-Maschinen zunächst einzelne Hyper-V-Hosts per SCVMM zu erstellen, um daraus schließlich aus diesen einzelnen Hosts einen Hyper-V-Cluster aufzubauen. SCVMM 2016 bietet einen neuen Workflow, mit dem sich neue Hyper-V- und SOFS-Cluster mit nur einem Schritt erstellen lassen.

Upgrades ohne Downtime

Eine der enorm hilfreichen neuen Funktionen in System Center 2016 Virtual Machine Manager ist die Möglichkeit, ohne Ausfallszeit Upgrades von älteren Versionen von Hyper-V, Storage-Nodes oder Cluster durchzuführen. Frühere SCVMM-Versionen unterstützten beispielsweise keine Upgrades bestehender Hyper-V-Cluster. Mit anderen Worten: Das Upgrade setzte eine geringe Ausfallzeit sowie händische Konfigurationsarbeit voraus, bevor der aktualisierte Hyper-V-Cluster wieder an das SCVMM-Management übergeben werden konnte.

SCVMM 2016 unterstützt IT-Abteilungen jetzt durch die Möglichkeit, Hyper-V- und Storage-Cluster auf Basis von Windows Server 2012 R2 ohne Downtime auf Windows Server 2016 zu aktualisieren. Dabei automatisiert System Center 2016 das Aushängen der Cluster-Nodes, das Neuinstallieren der Betriebssysteme und schließlich das Wiedereinhängen der Nodes in den Cluster. Bevor das automatisierte Upgrade durchgeführt werden kann, müssen alle einzelnen Nodes oder Cluster von SCVMM verwaltet werden und die SCVMM-Bibliothek muss eine mit Windows Server 2016 konfigurierte virtuelle Festplatte enthalten.

Verwaltung von Production Checkpoints

Production Checkpoints können dafür verwendet werden, Point-in-Time-Images von virtuellen Maschinen anzufertigen, die später wiederhergestellt werden können. Production Checkpoints werden sowohl für Windows als auch für Linux unterstützt. Mit Windows Server 2012 R2 Hyper-V wurden VM-Snapshots bereits in Production Checkpoints umbenannt, SCVMM 2012 R2 konnte aber noch keine Production Checkpoints verarbeiten, die von SCVMM verwaltet werden. Mit System Center 2016 wird es jetzt möglich, Production Checkpoints direkt über SCVMM 2016 zu verwalten.

Storage-Verbesserungen und fehlende Features

SCVMM 2016 bringt zudem noch weitere Neuerungen mit, beispielsweise das Bereitstellung und Verwalten von Storage Spaces Direct, das Definieren von Storage Replica als Ersatz für Storage-Replication-Produkte oder auch die Möglichkeit, Storage QoS (Quality of Service) zu definieren, um für bestimmte Disks und VMs ein vorab festgelegtes Service-Level einzuhalten.

Was vielen Administratoren dagegen sicherlich weniger gefallen wird, ist das Fehlen von Server-App-V-Paketen in SCVMM 2016. Zudem wird es nicht mehr möglich sein, SCVMM-Templates für die Bereitstellung von Server-App-V-Paketen zu verwenden.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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