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Karriereplan für die Cloud: Fünf Tipps für den Traumjob im AWS-Umfeld

Wer seinen Karriereweg in Richtung Cloud ausrichtet, sollte einige Dinge beachten. Diese Tipps helfen angehenden AWS-Spezialisten.

Arbeitsplätze im Bereich Cloud Computing – und insbesondere die im Bereich der Amazon Web Services (AWS) – nehmen zu und qualifizierte Bewerber dürften kein Problem damit haben, sich für eine der vielen Gelegenheiten zu begeistern. Eine Eigenheit der Cloud ist es allerdings, dass sie sich beständig fortentwickelt, angestachelt durch den Wettbewerb der Anbieter und durch internen Druck, ständig neue Dienste zu veröffentlichen. Als Stellensuchender kann es problematisch sein, bei den erforderlichen Technologien auf der Höhe der Zeit zu bleiben, wenn immer wieder neue oder erneuerte IT-Konzepte auf den Markt kommen.

IT-Fachleute können sich auf bestimmte Cloud-Bereiche – Compute, Storage, Security oder auch Analytics – oder auf einen bestimmten Anbieter spezialisieren, beispielsweise Amazon, Microsoft, VMware oder auch auf OpenStack. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, generell bei bestimmten Konzepten im breiteren Sinne auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Dennoch kann es schwierig sein, den richtigen Karriereweg für den idealen Job zu finden.

Die Möglichkeiten sind breit gestreut, wenn es darum geht, eine Bewerbung für eine Stelle im Bereich AWS perfekt zu gestalten. Doch es gibt immer wieder übliche Fragen, die Stellensuchenden helfen dürften, ihre AWS-Karriere gezielt zu planen.

Wie erlange ich am besten AWS-Kompetenzen?

Die Beliebtheit der AWS hat zu einem veritablen Ökosystem an Partnern geführt, indem viele Anbieter derzeit versuchen, ihren Teil des Marktes abzustecken. Aber auch AWS trägt seinen Anteil hierzu bei und bindet Kunden mit einführenden Videos und selbstgeführten Schulungen an seine Plattform. Der Cloud-Anbieter hat auch angeleitete Programme speziell für Führungskräfte und Administratoren im Angebot: Die Kurse AWS Business Essentials und AWS Technical Essentials decken diesen Bedarf mit direkter Praxiserfahrung in der Cloud ab.

Ein weiterer Schritt zur Sicherung von Amazons Marktposition in der Zukunft ist die Ankündigung des Programms AWS Educate, das qualifizierten Institutionen, Ausbildern und Lernenden eine kostenlose Mitgliedschaft anbietet. Im Kern bildet AWS also die nächste Generation von Cloud-Fachleuten in der Anwendung ihrer Technologien aus, was – zumindest theoretisch – nicht nur eine Produktvertrautheit mit sich bringt, sondern auch Loyalität zum Anbieter.

Wo erhalte ich AWS-Anleitung vom Fachmann?

Zusätzlich zu den von AWS durchgeführten Selbstlernkursen sind verschiedene Anbieter mit selbstgeführten Programmen angetreten, um die realistische Nutzung eines bestimmten Cloud-Dienstes zu simulieren. So bietet zum Beispiel qwikLABS von Storage bis Analytics Schulungen zu verschiedenen AWS-Themen an.

Natürlich ist nicht jedes Schulungsunternehmen ausschließlich auf AWS fokussiert. Ziehen Sie zur Erweiterung und Abrundung Ihrer Fähigkeiten auch anbieterneutrale Schulungen in Betracht. Die Cloud erstreckt sich in viele verschiedene Geschäftsbereiche. Deswegen ist es ebenfalls sinnvoll, sich Grundlagen geschäftlicher Vorgänge im Cloud-relevanten Bereich zuzulegen. Als ein Beispiel mag hier etwa die praktische Anwendung agiler Methoden oder von DevOps-Vorgehensweisen sein.

Welche Zertifizierungen und Fähigkeiten sind unverzichtbar?

AWS bietet offizielle Zertifizierungen in fünf Kategorien an, und viele Fachleute der Branche betrachten diese als die Grundlage nachweisbarer AWS-Kenntnisse. Diese AWS-Zertifizierungen decken Material ab, das Solution Architects, Entwickler, SysOp-Administratoren und DevOps-Ingenieure anspricht. Solution Architects führen das Feld in Bezug auf ihr Jahreseinkommen an, doch die Diversifizierung von Produkten und Diensten in der Cloud bringt es gleichzeitig mit sich, dass sich erfolgreiche AWS-Karrieren auch deutlich unterscheiden können.

Für eine Karriere im AWS-Umfeld ist es wichtig, mit den am Markt beliebtesten Programmiersprachen vertraut zu sein, denn diese sind zum Großteil auf vielen Clouds von Vorteil. In vergleichbarer Weise können die Kenntnisse dieser Sprachen IT-Fachleuten helfen, mit der Arbeit ihrer Zeitgenossen in Repositories wie GitHub auf der Höhe zu bleiben. Der kollaborative Ansatz der Cloud, insbesondere was die Nutzung von Open-Source-Tools angeht, bereitet den Weg für mehr Gesamtwissen und unterschiedlichste Deployments.

Ist eine AWS-Zertifizierung das Geld und die Zeit wert?

Auch wenn nur wenige Veteranen unter den Cloud-Profis vor der Idee des Erwerbs von Zertifizierungen abraten mögen, gibt es doch ein zunehmend pessimistisches Meinungsbild bezüglich ihres Wertes. Eine Zertifizierung mag für viele AWS-Karrieren schlicht und ergreifend vorausgesetzt werden, womit sich der Aufwand in diesen Fällen schon alleine deshalb lohnen würde. Am Ende jedoch bleibt eine Zertifizierung nur ein Stück Papier.

Sobald Sie die grundlegenden Fähigkeiten erworben haben – ob mit Zertifizierung oder ohne –, ist es von entscheidender Bedeutung, progressiv zu denken. Die Cloud hat die Grenzen nicht nur traditioneller Anwendungsentwicklung verschoben, sondern auch die von Rechenzentrumsinfrastruktur und Praxis der Datenspeicherung.

Angesichts dessen, dass Anbieter rund um den Cloud-Bereich nicht nur sich selbst gegenseitig, sondern auch die Nachfrage nach neuen Diensten für unterschiedlichste Branchen anschieben, wird auch AWS zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Für die erfolgreiche Karriere im AWS-Umfeld ist daher neben Praxiserfahrung auch die Bereitschaft nötig, sich beständig mit neuen Konzepten und Trends zu beschäftigen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2016 aktualisiert

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