Performance-Management von Oracle-Anwendungen richtig angehen

Oracle-Anwendungen sind kein Selbstläufer, sondern erfordern ein Performance-Management, damit ihre Leistungsfähigkeit erhalten bleibt.

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Eldred Smikle

Das Performance-Management von Oracle-Anwendungen ist unverzichtbar, wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre Systeme immer langsamer werden. Das häufigste Szenario für eine Optimierung der Performance ergibt sich dann, wenn Ihr System irgendwann so langsam läuft, dass es Folgen für die geschäftliche Effizienz hat – Berichte, Web-Formulare und normale Geschäftsprozesse nehmen sämtlich mehr Zeit in Anspruch als normalerweise.

Wir bekommen von Unternehmen häufig Anrufe wegen Performance-Problemen. Zwar haben wir dort nicht immer die ursprüngliche Installation eines Systems für Enterprise Performance Management (EPM) übernommen, trotzdem wenden sie sich an uns, weil die Performance immer weiter nachlässt.

Einmal zum Beispiel meldete sich ein Unternehmen, das über immer längere Wartezeiten bei Finanzberichten und langsam ladende Web-Formulare klagte. Unsere Analyse zeigte, dass dort  Oracle EPM eingesetzt wurde, bestehende Daten-Eingaben und -Dimensionen aber aus dem vorigen System übernommen worden waren. Das Ergebnis war eine umständlich zu benutzende Anwendung mit unglaublich langsamer Performance. Wir überprüften das System und die Prozesse des Unternehmens und identifizierten mehrere Möglichkeiten, für mehr Effizienz zu sorgen und das Performance-Management von Oracle-Anwendungen insgesamt zu verbessern. So sorgten wir dafür, dass weniger Daten in das Workforce-Modul einlaufen, denn feinkörnige Daten waren für die damit vorgenommenen abstrakten Prognosen nicht erforderlich. Außerdem optimierten wir die Zahl der Dimensionen und führten neue Hierarchien ein, was beides zu verbesserter Nutzbarkeit und Performance führte.

Langsame Systeme mit Performance-Management für Oracle-Anwendungen beschleunigen

Mit der Zeit lässt die System-Performance in vielen Fällen nach. Der erste Schritt zur Abhilfe besteht dann darin, mit technischen Analysen die Quellen der Überfüllung zu identifizieren. Standardmäßig schaut man sich dabei vor allem drei Komponenten an: die Datenbank, die Anwendungen und die Infrastruktur.

Alle EPM-Produkte von Oracle sind ausgehend von der Datenbank „downstream“ ausgerichtet. Sehen Sie sich also zusammen mit dem Datenbank-Administrator die Datenbank-Konfiguration an und finden Sie heraus, wie sie funktioniert – sie ist ein wichtiger Faktor für die System-Performance. Datenbank-Konfigurationen können sich stark unterscheiden, weshalb die Datenbank bei einer technischen Überprüfung stets den ersten Punkt darstellen sollte.

Der zweite Schritt beim Performance-Management für Oracle-Anwendungen besteht darin, die Konfiguration einzelner Produkte wie Hyperion Financial Management, Planning oder  Essbase zu überprüfen. Analysieren Sie die Performance jedes dieser Produkte. Wenn Sie dabei auf potenzielle Probleme stoßen, müssen Sie Nachforschungen dazu anstellen, sie isolieren und dann Änderungen vornehmen – in welcher Art, hängt vollständig vom konkreten Problem ab.

Probleme vermeiden mit Performance-Management für Oracle-Anwendungen

Die beste Methode, um eine allmähliche Verlangsamung zu verhindern, liegt in proaktiver Performance-Optimierung in Form regelmäßiger Überprüfungen. Dies ist ein systematischer Ansatz zum Finden und Eliminieren von Engpässen, bis Ihre Oracle-Anwendungen Ihren Performance-Zielen entsprechen. Ein Beispiel dafür: Bei einem unserer Kunden entdeckten wir, dass eine Netzwerk-Firewall einen Performance-Engpass verursachte. Wir haben das System neu abgestimmt und den Engpass entfernt, noch bevor sich irgendwelche Nutzer bei der IT-Abteilung beschwerten.

Um ein schlankes und effizientes System zu bekommen, ist es sinnvoll, sich unmittelbar nach der Installation der EPM-Anwendungen die zusätzliche Mühe zu machen, die Performance zu optimieren. Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um das System zu optimieren und eine Top-Performance zu erreichen. Weil jede Implementation individuell ist, gibt es allerdings kaum allgemeine Regeln dafür, wie Sie konkret vorgehen sollten.

Der Ansatz zum Feststellen von Optimierungsbedarf ist jedoch immer der gleiche: Melden Sie sich am System an, lassen Sie einfache Geschäftsprozesse laufen, stellen Sie System-Kennzahlen zusammen und isolieren Sie Punkte, an denen es zu Engpässen kommt. Auf diese Weise lässt sich quantifizieren, was mit „langsam“ eigentlich gemeint ist. Untersuchen Sie dann diese Daten daraufhin, ob es Feineinstellungen oder Modifikationen gibt, mit denen sich die Performance verbessern lässt. Beim Performance-Management für Oracle-Anwendungen kommt es sehr darauf an, proaktiv zu testen und Kennzahlen zu erfassen. Denn das kann später viel Zeit und Mühe ersparen.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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