stock.adobe.com

Die wichtigsten Akronyme der Speicherbranche erklärt

Im Bereich der Datenspeicherung werden viele Abkürzungen verwendet. Im Folgenden sind zwölf der am häufigsten vorkommenden Abkürzungen aufgeführt und erklärt.

In einem früheren Artikel haben wir eine Liste wichtiger Begriffe und Definitionen aus dem Bereich Datenspeicherung veröffentlicht. Neben den vielen Akronymen, die das Fachvokabular der Storage-Branche prägen, folgen hier ein Dutzend Abkürzungen, die Teil der Fachterminologie sind.

Storage-Akronyme

DASD (Direct Access Storage Device): Ein DASD ist ein Sekundärspeichergerät, das direkten Zugriff auf gespeicherte Daten ermöglicht, im Gegensatz zu sequenziellem Zugriff. Festplatten (HDDs) und SSDs sind Beispiele für DASD-Systeme. Frühe Mainframe-Computer nutzten diese Technologie, um ihre Leistung zu steigern.

DFS (Distributed File System): Die Speicherressourcen können sich praktisch überall befinden, einschließlich mehrerer Dateiserver, Hosts oder Speichergeräte. In einem DFS werden Dateien über das gesamte System verteilt, um Daten und Speicherressourcen effizienter zu verwalten.

DLM (Data Lifecycle Management): DLM bezeichnet einen richtlinien- und risikobasierten Ansatz zur Verwaltung von Daten über ihren gesamten Lebenszyklus – von der Erstellung bis zur Speicherung und Löschung. Es liefert wichtige Audit-Nachweise, da es zeigt, wie Daten und Risiken gehandhabt werden und wie der Prozess Standards und Vorschriften einhält.

HDD (Hard Disk Drive): Mit HDDs werden Daten auf rotierenden Magnetscheiben gespeichert. Ein Aktuator-Arm mit Schreib-/Leseköpfen übernimmt das Lesen und Schreiben. HDDs gelten als nichtflüchtiger Speicher, weil gespeicherte Daten auch bei Stromausfall erhalten bleiben. Sie besitzen in der Regel ein Gehäuseformat, das direkt mit dem Mainboard verbunden wird.

NAS (Network Attached Storage): NAS-Technologie stellt dedizierte Datenspeicherressourcen für mehrere Benutzer bereit, die über ein lokales Netzwerk (LAN) verbunden sind. Die Speichergeräte können lokal oder extern stehen; auch Cloud-Speicher kann Teil einer NAS-Konfiguration sein.

RAID (Redundant Array of Independent Disks): RAID verwaltet eine Gruppe von Speichergeräten wie HDDs oder SSDs so, dass sie als eine einzige logische Einheit erscheinen. Es gibt verschiedene RAID-Typen, je nach Typ unterschiedliche Anforderungen an Kapazität und Redundanz bedienen können.

SAN (Storage Area Network): Mehrere Speichergeräte können über ein dediziertes Hochgeschwindigkeitsnetzwerk miteinander verbunden werden, um allen Benutzern im Netzwerk Zugriff auf die Speicherressourcen zu geben. SANs können eigenständige Netzwerke, Subnetze innerhalb größerer Netze oder gemeinsam genutzte Bandbreiten auf bestehenden LANs sein.

SAS (Serial Attached SCSI): SAS ist ein Datenübertragungsprotokoll, das Peripheriegeräten die serielle (bitweise) Übertragung von Daten ermöglicht. SAS kann für HDD-, SSD- und Bandspeichersysteme verwendet werden.

SATA (Serial Advanced Technology Attachment): Das SATA-Protokoll definiert die Datenübertragung zwischen Mainboard und Speichermedien. HDDs, SSDs und Bandspeicher unterstützen SATA-Verbindungen.

SDS (Software-Defined Storage): SDS basiert auf spezieller Software, die Speicherressourcen und deren Funktionen verwaltet. Das System arbeitet unabhängig von der zugrunde liegenden physischen Speicherhardware.

SSD (Solid State Drive): SSDs ersetzen zunehmend HDDs, da sie hohe Speicherkapazität und schnelle Datenübertragungsraten bieten. Sie enthalten keine beweglichen Teile – im Gegensatz zu den rotierenden Magnetscheiben einer HDD – und sind in verschiedenen Bauformen erhältlich, die direkt ins Mainboard oder über Schnittstellen wie USB angeschlossen werden.

STaaS (Storage as a Service): Statt eigene Speicherinfrastruktur zu kaufen und zu betreiben, können Unternehmen über STaaS Cloud-basierte Speicherressourcen von Anbietern nutzen. Eine stabile Internetverbindung ist dabei entscheidend, um auf die Dienste des STaaS-Anbieters zuzugreifen.

 

Erfahren Sie mehr über Disk-Systeme