Exchange-Updates: CU5 für Exchange 2013 und Rollup 6 für Exchange 2010

Microsoft hat im Mai zwei Updates veröffentlicht. Dazu gehören ein kumulatives Update 5 für Exchange 2013 und das Update Rollup 6 für Exchange 2010.

Microsoft hat das kumulative Update 5 für Exchange 2013 (CU5) und das Update Rollup 6 für Exchange 2010 Ende Mai 2014 veröffentlicht. Das CU5 ist der Nachfolger von Service Pack 1 für Exchange 2013. Auf den ersten Blick erscheint dieses Update nur eine Sammlung von Patches zu sein. Allerdings hat Microsoft einige Änderungen integriert. Es gibt Verbesserungen bei Offlineadressbüchern und am Hybrid Configuration Wizard zur Anbindung an Office 365.

OAB Verbesserungen

CU5 enthält Änderungen bei der Funktionsweise wie Offlineadressbücher (OAB) erzeugt werden. Mit dem Update kann lediglich ein einzelne OAB-Generierungs-Mailbox eine Adressliste generieren. Vorher ließen sich noch mehrere Mailboxen generieren. Ein Problem ist dabei häufig aufgetreten: Wenn Outlook-Clients sich mit einer anderen OAB-Mailbox verbunden haben, wurde noch einmal das gesamte OAB heruntergeladen. Sinnvoll ist aber nur das Herunterladen der inkrementellen Änderungen. Auf diese Weise wurden Exchange-Server sowie Netzwerke unnötig belastet und Clients mussten auf die Anzeige der notwendigen Daten lange warten.  Das lag auch daran, da jede OAB-Generierungs-Mailbox eine Kopie des OAB mit einer eindeutigen GUID erstellt hat. Wenn sich diese GUID ändert, zum Beispiel wenn ein Client mit einer anderen Mailbox verbunden wird, löst Outlook automatisch einen OAB-Download aus. Dies verursacht eine erhebliche Belastung für das Netzwerk, vor allem in größeren Umgebungen.

Änderungen im Hybrid Configuration Wizard

Es ist nicht überraschend,  dass Microsoft regelmäßige Verbesserungen des Hybrid Configuration Wizard integriert. Hybrid-Bereitstellungen sind beliebt und Microsoft veröffentlicht regelmäßig neue Features, um sie zu unterstützen. Exchange 2013 CU5 konsolidiert diese neuen Feature durch verbesserten Umgang mit der Konfiguration. Daher konfiguriert der Hybrid Configuration Wizard jetzt auch den MRS-Proxy des Exchange-Web-Services Virtual Directory und verwaltet die oAuth Konfiguration.

Bereitstellen von Exchange 2013 CU5

Die Installation von CU5 unterscheidet sich nicht von der Installation früherer Versionen. Unter Umständen sollten Sie verschiedene neue Funktionen von CU5 allerdings deaktivieren. Derzeit gibt es eine Funktion, die automatisch den neu hinzugefügten Systemdienst Microsoft Exchange Shared Cache Service startet. Allerdings hat dies keine notwendigen Auswirkungen auf die Exchange-Umgebung. Erst in neuen Versionen soll dieser Dienst Aufgaben übernehmen.  Der Dienst kann Probleme bereiten, wenn er das Ereignisprotokoll der Server mit Meldungen füllt, welche die Überwachung von Exchange kompliziert macht. Sie sollten diese Funktion daher deaktivieren.

Das kumulative Update 5 führt auch eine Reihe von Änderungen in Active Directory aus. Sie werden zum Beispiel dazu aufgefordert, das Active Directory-Schema vor oder mit der Installation von CU5 zu aktualisieren. Diesen Schritt müssen Sie gut planen und unter Umständen mit den Verantwortlichen besprechen.

Exchange 2010 Update Rollup 6

Neben CU5 für Exchange 2013, hat Microsoft auch das Update Rollup 6 für Exchange 2010 veröffentlicht. Dieses Update enthält keine größeren Änderungen an der Funktionalität von Exchange, aber es enthält eine Vielzahl von Fehlerbehebungen. Weitere Informationen zu Rollup 6 finden Sie auf der Website zu Exchange 2010 CU6.

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