Warum Zweigstellen-IT so einfach wie ein Smartphone sein kann

Zweigstellen-IT muss nicht komplex sein. Mithilfe konvergenter Infrastruktur wird sie sogar so einfach wie die Bedienung eines Smartphones.

Die Anforderungen an Unternehmen verändern sich ständig und damit auch die Herausforderungen, um sich im Wettbewerb durchzusetzen. Natürlich ist ein Ziel für alle Unternehmen gleich: Wachstum – und vielleicht sogar internationale Expansion. Eine der effektivsten Methoden, um dies zu erreichen, ist die Eröffnung von Zweigstellen.

Ihre Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Sie schaffen Nähe zu potentiellen Kunden in verschiedenen Ländern und ziehen lokale Talente an, die sich besser mit den nationalen Gepflogenheiten auskennen als Mitarbeiter im weit entfernten Hauptsitz. 

Andreas Hartl,
Regional Vice President DACH,
Riverbed Technology

Eine weltweite Präsenz ist im internationalen Wettbewerb somit von entscheidender Bedeutung, um mit Kunden weltweit optimal in Kontakt zu treten.    

Umso mehr Mitarbeiter in Zweigstellen arbeiten, umso mehr IT-Infrastruktur und Expertise wird dort auch benötigt. Die Kosten, die durch Zweigstellen-IT entstehen, können angesichts der Ausgaben für Server, Speicher, Backups und lokale IT-Administratoren für die Hardware und Software aber auch schnell außer Kontrolle geraten. 

Noch schlimmer: Im Falle eines IT-Ausfalls, zum Beispiel aufgrund einer Naturkatastrophe, kann die Wiederherstellung von Daten und Anwendungen Tage dauern und die Effizienz der ganzen Zweigstelle gefährden. 

Angesichts all der Zeit, des Geldes und der großen Mühen zur Verwaltung von Zweigstellen-IT stellt sich die Frage, ob es nicht auch bessere Lösungen gibt. Und tatsächlich können Unternehmen mit Hilfe einer konvergenten Infrastruktur in ihren Zweigstellen viele Prozesse vereinfachen und optimieren.

Warum Zweigstellen-IT wie ein Smartphone sein sollte

Moderne Smartphones sind ein perfektes Beispiel dafür, wie komplexe Dienste und Anwendungen für Nutzer bereitgestellt werden, die selber nicht zwangsläufig sehr technikaffin sind. Mit diesen mobilen Geräten kann jeder einfach und unkompliziert und von jedem Ort über 3G/4G-Netzwerke oder Wifi-Verbindungen auf seine Daten, die oft in der Cloud gespeichert sind, zugreifen. Und das alles ohne Application Server oder teure Backups und Speicher.

Und tatsächlich können Zweigstellen und andere externe Niederlassungen genauso einfach und unkompliziert funktionieren. Durch eine konvergente IT-Infrastruktur lassen sich 100 Prozent aller Daten und Anwendungen aus Zweigstellen im Rechenzentrum speichern – und sind dann trotzdem für die lokalen Mitarbeiter vor Ort problemlos verfügbar. 

Wie lässt sich konvergente IT mit einem Smartphone vergleichen?

1. Einfach und unkompliziert: Genauso wie Smartphones keine speziellen Server, Speicher und Sicherheitstechnologien benötigen, macht auch eine konvergente IT-Infrastruktur die lokale IT in den Zweigstellen überflüssig. IT-Administratoren können durch sie Server, Speicher und Netzwerkinfrastruktur in einer zentralen Appliance konsolidieren. Dadurch wird auch die Wartung und Bereitstellung von kritischen Ressourcen entscheidend vereinfacht.

2. Schnellere Bereitstellung: Im Durchschnitt installieren Smartphone-Nutzer 26 Apps auf ihrem Gerät.  Diese beindruckend hohe Anzahl ergibt sich zum großen Teil sicherlich aus der Einfachheit, mit denen Apps heruntergeladen und dann aus der Geschwindigkeit, mit der sie installiert werden können und einsatzbereit sind. Mit einer konvergenten Lösung für Zweigstellen können IT-Administratoren genauso einfach und schnell neue Dienste in den Zweigstellen bereitstellen und virtuelle Maschinen einrichten. 

3. Wiederherstellung: Noch vor zehn Jahren waren alle Daten direkt auf dem Smartphone selbst gespeichert. Bei einem Verlust oder Diebstahl war damit nicht nur das Gerät an sich verloren – sondern auch alle darauf vorhandenen Daten. Heute ist es dagegen sehr viel einfacher, Daten und Konten wiederherzustellen, zu synchronisieren und in wenigen Minuten genauso weiter zu arbeiten wie zuvor.

Genauso können auch Anwendungen und Daten in Zweigstellen nach Ausfällen problemlos wiederhergestellt werden, wenn sie im Rechenzentrum gespeichert sind – und das ohne Datenverlust. So ist eine problemlose Wiederaufnahme der Arbeit jederzeit wieder möglich. 

4. Synchronisierung: Smartphones können Clouddienste wie zum Beispiel Dropbox nutzen, um Daten wie Fotos, Filme und Musik automatisch in die Cloud zu senden und dort zu speichern. Falls Daten dann versehentlich vom Gerät gelöscht werden, lassen sie sich doch alle dank des Online-Backups problemlos wiederherstellen.

Die konvergente Infrastruktur sorgt dafür, dass alle Daten im Rechenzentrum zentral gespeichert sind und so immer schnell bei Bedarf zur Verfügung stehen. Manuelle Backups vor Ort sind dagegen meist kostspielig und führen häufig dazu, dass Daten nach einem Ausfall nicht genauso effektiv wiederhergestellt werden können. Dank konvergenter IT-Infrastruktur entstehen solche Probleme nicht und die Backup-Zeit reduziert sich von oft mehr als 24 Stunden auf nur noch wenige Minuten. 

5. Verbesserte Sicherheit: Smartphones bieten verschiedene Sicherheitsoptionen wie zum Beispiel Passwörter, Sicherheitssoftware und Verschlüsselung. Konsolidierung schützt Unternehmensdaten dort, wo sie hingehören – im sicheren Rechenzentrum. In der lokalen Zweigstelle befinden sich nur die Daten, die gerade verwendet werden und zusätzlich kann sichergestellt werden, dass Daten, die in der Zweigstelle abgespeichert oder an das Rechenzentrum übertragen werden, durch spezielle Verschlüsselung und sichere Übertragung mit Secure Sockets Layer (SSL) geschützt sind.    

Es lohnt sich also, beim Aufbau einer konvergenten IT-Infrastruktur die Analogie zum Smartphone zu beachten und die Vorteile zu nutzen, die Zweigstellen ohne lokale IT-Infrastruktur mit sich bringen.

Über den Autor:
Andreas Hartl ist seit Januar 2014 als Regional Vice President für die DACH-Region bei Riverbed Technology tätig. Hartl ist bereits seit 2007 bei Riverbed beschäftigt und war zwischen 2007 und 2012 als Senior Director Channels EMEA für den Aufbau des Channels in EMEA sowie seit Mai 2012 Jahren als Regional Director Germany bereits für das Deutschlandgeschäft von Riverbed verantwortlich.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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