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Wie AWS-Tools bei der Cloud-Anwendungsentwicklung helfen

AWS bietet eine Vielzahl von nativen Tools für die App-Entwicklung. Drittanbieter-Tools erweitern darüber hinaus die Optionen für App-Entwickler.

Die Entwicklung von Cloud-Anwendungen ist heute komplizierter denn je. Längst vorbei sind die Zeiten, als ein Entwickler einfach eine Anwendung auf eine der wenigen grundlegenden Cloud-Instanzen hochgeladen hat. Heute bieten Public-Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS) eine verwirrende Vielfalt von Funktionen und Services – viele mit überlappenden Funktionen –, und das Angebot wächst weiter an.

Das rasche Anwachsen von Dienstleistungen macht es immer schwieriger, Apps für Public-Cloud-Anwendungen zu entwerfen und zu optimieren.

„Alle paar Monate scheint es ein neues Produktangebot zu geben, das fast identisch mit einem ist, das die gleichen Hersteller bereits anbieten. Aber dieses neue Produkt ist gerade unterschiedlich genug, dass Sie Ihre gesamte Architektur überdenken müssen“, sagt Chris Moyer, Vice President für Technologie bei der ACI Information Group.

Die wachsende Liste an Instanztypen und Dienstleistungen von AWS erschwert auch die Serviceoptimierung und die Preisgestaltung. Das macht es schwierig, eine optimale Anwendungs-Performance zu erreichen, die Kosten vorherzusehen und die Rechnungsänderungen zu verstehen.

Die Geschwindigkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit in der Public Cloud haben tief greifende Auswirkungen auf die Anwendungsentwicklung. Vor zehn Jahren konnte es bis zu zwei Jahre dauern, bis eine neue Anwendung auch nur zum Testen fertig war. Jetzt können Entwickler kurzfristige, inkrementelle Ansätze nutzen und mit Designs in einer Weise experimentieren, die bei traditionellen Entwicklungsmethoden nicht im Traum umsetzbar gewesen wären. "Auf jeden Erfolg kommen mehr als tausend Fehlschläge. Deshalb ist es besser, wenn es wenig bis gar keine Vorlaufkosten gibt", ist Moyer überzeugt.

Im Jahr 2014 haben Public-Cloud-Anbieter damit begonnen, unterstützende PaaS-Angebote (Platform as a Service) wie Docker oder AWS Lambda bereitzustellen. Diese Dienste haben die Notwendigkeit für Betriebssystemkenntnisse reduziert, so dass sich Entwickler auf die Generierung und Bereitstellung ihres Codes fokussieren können. Die Rolle des Systemadministrators verändert sich ebenfalls: Nicht mehr grundlegendes Betriebssystem-Know-how steht nun im Vordergrund, sondern die Betonung liegt zum Beispiel auf Cloud-OS-Funktionen wie Load Balancing, automatische Skalierung, Cluster und VPC-Konfiguration (Virtual Private Cloud).

Aber die wachsende Zahl von Public-Cloud-Funktionen und Änderungen bei den Praktiken der App-Entwicklung haben auch die Nachfrage nach anderen Werkzeugen gesteigert. Softwareentwickler setzen nun auf Tools, die Kosten im Blick behalten, Strategien zur Optimierung der Anwendungsperformance vorschlagen und die Integration in AWS ermöglichen. Third-Party-Tools wie CloudCheckr und Überwachungswerkzeuge jenseits der nativen AWS-Tools wie Trusted Advisor helfen Unternehmen beim Kosten-Management, bei der Sicherheit, dem Ressourcen-Reporting, der Überwachung und der Richtlinienverwaltung.

Dann gibt es noch Tools wie Codeship, die sich in AWS CodeDeploy integrieren, um bei Anwendungstests sowie bei der Bereitstellung und Ablauforganisation für Public-Cloud-Anwendungen zu assistieren. Und ein Utility wie Jenkins stellt Entwicklern eine Open-Source-Plattform zur Verfügung, um Code-Tests zu automatisieren.

Während Tools von Drittanbietern nicht essenziell sind, können sie helfen, Anwendungen für die Cloud fit zu machen. „Codeship arbeitet auf Bare Metal oder AWS, so dass Sie dasselbe Werkzeug nutzen können, auch wenn Sie beschlossen haben, von AWS wegzugehen“, sagt Moyer und fügte hinzu, dass Code Repository Hosting bei Drittanbietern wie GitHub oder Bitbucket ebenfalls hilfreich sein kann. Obwohl AWS ein eigenes Repository hat, kann es für Entwickler nützlich sein, selbst ein Repository an einem redundanten, externen Ort zu haben.

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