Mobility Strategie von SAP: Business Apps und Unterstützung bei der Entwicklung

Im Rahmen der Enterprise Mobile Strategy stellt SAP Anwendungen bereit, die Unternehmen bei der Entwicklung von mobilen Apps unterstützen sollen.

Immer mehr Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, um die Produktivität und Effizienz ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Dazu gehört auch die Zugriffsmöglichkeit auf Unternehmensdaten über mobile Geräte.

Dieser Trend ist an SAP nicht vorbei gegangen. Im Rahmen der sogenannten Enterprise Mobile Strategy stellt SAP Tools bereit, die Unternehmen bei der App-Entwicklung unterstützen. Sie sollen vor allem die Verwaltung von mobilen Apps erleichtern, die Sicherheit erhöhen und das Internet der Dinge unterstützen.

„Die oberste Priorität für Kunden ist aktuell, ihre Anwendungen zu mobilisieren und über ein Frontend auf ihre ERP-Systeme zugreifen zu können“, sagt Nicholas McQuire, Vice President Enterprise Research bei CCS Insight. SAP, fügt er hinzu, hat viele vorkonfigurierte Out-of-the-Box Anwendungen, die Firmen kaufen und auf ihre Geräte verteilen können. Sie bieten alle ein schönes Nutzer-Feeling für die Interaktion und den Zugriff auf Datenbestände innerhalb der SAP-ERP-Systeme.

Insbesondere enthält die Mobile-Strategie von SAP ein Portfolio von Anwendungen, die sowohl verschiedene Bereiche und Funktionen innerhalb einer Organisation abdecken als auch verschiedene Benutzerrollen und spezifische Aufgaben. Dies ist genau das, was SAP Fiori-Anwendungen nennt, sagt McQuire. Fiori Apps bieten laut SAP eine „hohe Benutzerfreundlichkeit“, um Geschäftsprozesse auf allen Geräten zu unterstützen.

Allerdings hat SAP 2012 mit dem Kauf von Syclo auch mobile Apps erworben. Syclo war führend bei Services für den mobilen Außendienst, und entwickelte ERP-Systeme als mobile Anwendungen, sagt McQuire. Die Syclo-Client-Applikationen – historisch bedingt Windows-basierte Anwendungen, die nach iOS migriert wurden – sind im Vergleich zu den Fiori Apps allerdings deutlich umfangreicher. Zudem sind sie viel mehr auf Cloudanforderungen hin optimiert und basieren auf HTML5.

Tools für die Verwaltung und Sicherheit von Enterprise Apps

Ein Kernelement der mobilen Enterprise-Strategie von SAP ist eine Reihe von Produkten für die Sicherheit und Verwaltung, genannt Mobile Secure, sagt McQuire. „Wenn Sie die Anwendungen administrieren möchten, wenn Sie sie verteilen möchten – etwa über eine Art App-Store, wenn Sie eine Policy rund um eine Anwendung aufsetzen wollen, aber auch wenn Sie ein Gerät im Rahmen eines traditionellen Device Managements verwalten möchten – für jeden dieser Fälle bietet SAP eine Reihe von Produkten an.“

Das Tool-Set SAP Mobile Secure enthält auch Content-Management für Unternehmen, die ihre Dateien verteilen und verwalten, aber auch spezifische Inhalte und Dateien sichern möchten sowie Bilder und andere Daten, die in ihrem ERP-System oder in ihren Collaboration-Plattformen untergebracht sind, erklärt McQuire. „SAP ist hier seit der Akquisition von Sybase aktiv, aber es hat sich seit 2010 im Rahmen seiner Mobilitätsstrategie vermehrt mit diesem Thema beschäftigt.“

Ein anderes Element in der mobilen Enterprise Strategie sind laut McQuire die App-Entwicklungs-Tools für Unternehmen, die mehr Anpassungsmöglichkeiten brauchen. Die Tools sind auch gedacht für Unternehmen, die ihre eigenen Anwendungen für spezifische Aufgaben oder Prozesse auf verschiedenen Plattformen (wie iOS und Android) bauen wollen, diese aber nicht nur in das ERP-System, sondern auch in andere Backend-Systeme integrieren möchten. Für diesen Zweck können Unternehmen laut McQuire die SAP Mobile Platform verwenden, die früher als Sybase Unwired Platform populär war. Sie wurde designt, um Anwendungen, die Geschäftsdaten mit mobilen Geräten für Workflow-Management und Back-Office-Integration verbinden, einfacher zu entwicklen.

Mobile als Internet der Dinge

R. „Ray“ Wang, Gründer und Principal Analyst bei Constellation Research, sagt, dass SAP das Mobile-Problem lösen würde, indem es Mobility als Sensor ansieht und als Teil des Internet of Things (IoT). Das, so Wang, sei der richtige Weg. „Was Sie am Frontend von Mobility bekommen ist das ganze Fiori-Zeug, also die nutzerfreundliche UX [User Experience], die SAP allem aufgesetzt hat“, sagt Wang. „Das ist schön und gut. Aber was die Menschen wirklich wollen, ist, dass sie in der Lage sind, von überall auf Informationen zugreifen zu können und fundierte Entscheidungen zu treffen. Daher habe SAP viel Zeit in die Verbesserung der Sybase-Plattform zur Unterstützung des Internet der Dinge und Wearables investiert, die dann zurück zur HANA Cloud Plattform verbunden werden.

Eine zentrale Rolle spielt hierbei HANA. HANA liefert den Analytics-Teil, mit dem Unternehmen einen größeren Nutzen aus den SAP-Mobile-Produkten ziehen können. Dies geschieht durch die Erfassung von Nutzerverhalten und Transaktionsdaten sowie einem besseren Verständnis davon, wie die Benutzer mit den Apps ungehen, sagt McQuire. Aus Business-Intelligence-Perspektive unterstütze HANA Unternehmen dabei, bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wie Benutzer Apps bereitstellen und es ermögliche ihnen, den Erfolg dieser Anwendungen zu bestimmen.

HANA hilft Partnern Apps zu bauen

SAP hat HANA als Backend für alle Anwendungen und Dienstleistungen positioniert, sagt Chris Chute, IDC Vice President SMB Cloud und Mobility Practice. Spezifisch für Mobility ist die Idee, dass die Partner mit Hilfe der HANA Cloud Plattform schnell Apps bauen können.

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„Diese Erweiterbarkeit herkömmlichem ERP hinzuzufügen ist eine Marktanforderung, und nicht mehr nur ein nice-to-have“, sagt Chute. „Auch kleinere Unternehmen verwenden Mobile Payment, wenn sie im Einzelhandel oder Großhandel aktiv sind. Als Außendienstarbeiter oder Baufachmann verwenden sie mobile Geräte, wenn sie unterwegs sind, da es das Leben viel effizienter macht. Effizienz treibt tatsächlich einen großen Teil der B2B-Installationsbasis von mobilen Lösungen an.“

Chute sagt, dass SAP wie andere große Anbieter mit Partnern Beziehungen eingehen, bei denen es sich entweder um Entwickler handelt, die branchenspezifische Anwendungen bauen, oder um Systemintegratoren, die Produkte an Kunden liefern. Was jetzt passiert, ist, dass ein Großteil der Entwicklungsarbeit, die in eine bestimmte Erweiterung einer Anwendung geht, leicht als Installationsbasis dienen kann, die dann in der gleichen oder einer anderen Branche zu Geld gemacht werden kann, sagt er.

„Wenn Sie Zahnarztpraxen betreuen, und Sie ein Gespür für die Bedürfnisse der Mitarbeiter haben, ist es nicht schwer, eine benutzerdefinierte Anwendung zu erstellen und diese mit dem ERP-System zu verknüpfen, wenn Sie SAP IP verwenden. Und dann können Sie diese App nicht nur größeren Zahnarztpraxen in einer Region anbieten, sondern der gesamten Branche, da sie alle ähnliche Bedürfnisse haben“, sagt Chute.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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