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Diese acht Schlüsselkomponenten helfen bei einem erfolgreichen SAP APO-Upgrade

Plant man ein Upgrade von SAP Advanced Planning and Optimization, sollten Projektumfang, Datenintegration und Backup oben auf der Liste stehen.

SAP Advanced Planning and Optimization (APO) ist ein Prognose- und Planungswerkzeug und gehört zur Produktlinie SAP Supply Chain Management (SCM). Es ist vollständig mit Business Warehouse sowie SAP ERP für Datentransfers integriert, um eine effektive Material- und Ressourcenplanung zu gewährleisten.

Möchte ein Unternehmen in absehbarer Zeit ein SAP APO-Upgrade machen, sollte man wissen, dass hinter jeder Ecke Probleme für das Projekt lauern können. Dazu zählen zum Beispiel höhere Kosten oder ein geringerer ROI. Schenkt man den wichtigsten Schlüsselkomponenten vor dem Upgrade genug Aufmerksamkeit, wird das Projekt für CIOs und andere Beteiligte aber zum Erfolg.

Hier sind acht Schlüsselkomponenten, die man bei einem APO-Upgrade-Projekt berücksichtigen sollte:

Evaluierung des bestehenden Systems: Je nach APO-System variiert der Zeitplan für das Upgrade. Setzt ein Unternehmen zum Beispiel eine ältere APO-Version wie 3.0 ein, muss es als erstes auf Version 4.1 oder höher aktualisieren, um schließlich ein Upgrade auf SAP SCM 7.0 oder höher machen zu können. Das Wissen um die Version ist entscheidend, um den Upgrade-Prozess effektiv planen und den zeitlichen Rahmen einhalten zu können.

Beurteilung des Projektumfangs: Das APO-System setzt sich aus mehreren Elementen zusammen, unter anderem Absatzplanung (Demand Planning), Supply Network Planning (SNP) sowie Produktions- und Feinplanung (Prodution Planning and Detailed Scheduling, PP/DS). Um eine tragfähige und realistische Einschätzung von Kosten und Aufwand zu erhalten, sollte man evaluieren, welche dieser Elemente aktualisiert werden müssen.

Test- und Trainingsphase: Das Upgrade des APO-Systems ist bei weitem nicht der letzte Schritt, denn es bedarf einer umfassenden funktionalen und technischen Überprüfung. Zudem sollten die Business-Anwender geschult werden, um einen größtmöglichen ROI zu gewährleisten.

Datenintegration: Der Datentransfer von und zu APO von einem SAP- oder Nicht-SAP-System erfolgt im Core Interface (CIF). CIF ist eine Schnittstelle für den Datentransfer, die mit unterschiedlichen Systemen kommunizieren kann. Dabei sollte der Aufwand für die Erstellung von Verbindungen zwischen APO und SAP- sowie Nicht-SAP-Systemen berücksichtigt werden.

Migration von benutzerdefinierten Objekten: Auch Planung und Transport von speziell entwickelten Objekten, wie zum Beispiel ABAP-Programme, Userexits und Business Add-Ins, zum aktualisierten APO-System, müssen sichergestellt sein.

Change Management: Das Erstellen und Einrichten eines Change-Management-Plans ist definitiv ein Schritt, den man nicht überspringen sollte. Business-Anwender müssen lernen, wie sich die neuen Features, Tools und Funktionen des aktualisierten APOs einsetzen lassen, um einen höheren ROI und eine verbesserte Effizienz zu gewährleisten. Zudem sollten die kulturellen Elemente nicht aus den Augen gelassen werden. Change Management bedeutet auch, die Nutzer an das System heranzuführen, damit diese dessen Einführung begrüßen.

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SAP Support: Neben dem Einsatz eines Systemintegrators für das APO Upgrade, kann man sich auch direkt an SAP wenden und dessen In-House-Team beauftragen. Ein SAP-Vertreter kann den Upgrade-Prozess im Unternehmen leiten und auf System-Patches und Fixes hinweisen, um den APO-Upgrade-Prozess so reibungslos wie möglich zu gestalten. Das ist besonders für Organisationen hilfreich, die eine ältere SAP APO-Version verwenden, deren Support bereits beendet wurde.

System-Backup: Die Daten werden aus dem SAP ERP-System zu SAP APO für eine detaillierte Planung übertragen, um anschließend für die Ausführung wieder an das ERP-System transferiert zu werden. Die Daten aus ERP Central Component (ECC) werden dabei an APO für die detaillierte Planung geschickt, denn dafür wurde APO entwickelt. Es ist ein Planungswerkzeug, das eine eingehende Planung erlaubt, die mit ECC nicht möglich ist. Sobald APO mit der Planung fertig ist, schickt es die Planungsdaten zurück zu ECC.

Während dieser Datenübertragungen besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen oder überschrieben werden, wenn ein Unternehmen auf eine neuere APO-Version aktualisiert hat. Es macht daher Sinn, ein Backup zu haben, wenn Daten verloren gegangen sind oder überschrieben wurden. Tatsächlich gewährleistet die Pflege einer aktuellen Sicherungskopie des APO-Systems, dass im Falle eines Datenverlusts während des Upgrade-Prozesses das Team immer in der Lage ist, Zugriff auf die wertvollen Planungsdaten zu erhalten.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2016 aktualisiert

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