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Best Practices für die Implementierung und den Einsatz von SAP Lumira

Das Datenvisualisierungs-Tool SAP Lumira soll die Bedürfnisse vieler BI-Anwender abdecken. Um das zu erreichen, bedarf es aber einiger Grundlagen.

Im Mai 2012 gab SAP die Geburt eines neuen Mitglieds seiner Analytics-Familie bekannt: SAP Visual Intelligence. Ein Jahr später wurde das Tool in SAP Lumira umbenannt.

Da Lumira mittlerweile ausgereift ist, sollten sich SAP-Anwender genauer mit dem Business-Intelligence-Tool beschäftigen.

Hier sind einige Best Practices, um das Optimale aus einer Lumira-Investition herauszuholen.

Evaluieren Sie Ihre Lizenzen

Haben Sie bereits eine Weile nicht Ihre SAP BusinessObjects-Lizenz aufgefrischt? Dann wird es Zeit, dass Sie mir ihrem Abteilungsleiter sprechen. SAP Lumira (und einige andere Neuerungen) sind mittlerweile Teil der Lizenz der BusinessObjects Business Intelligence Suite. Wenn man bereits die BI-Suite verwendet, lohnt sich ein Blick darauf, was man mittlerweile alles nutzen kann. Zum Beispiel beinhaltet die Suite eine limitierte Nutzerlizenz für eine spaltenorientierte Datenbank, einen Datenmodellierer und ein ETL-Tool (Extract, Transform, Load).

Entdecken Sie neue Funktionen

Seit SAP BusinessObjects 4.1 SP03 erlaubt die SAP Lumira Server for BI Platform (LS4BIP) die Integration mit der Lumira Desktop-Anwendung sowie die Anzeige und das Aktualisieren von Lumira-Inhalten über einen aktuellen Browser. Außerdem wurde SAP Lumira Server for HANA abgeschafft. Das ist ein großer Gewinn für die Benutzerfreundlichkeit.

Aus Anwendersicht wurde der Workflow für das Öffnen, Speichern und Teilen eines Dokuments deutlich verbessert, indem sich alles auf der Plattform speichern lässt, ohne dass man verschiedene Operationen auf unterschiedliche Weise machen muss. Wichtiger aber ist, dass Anwender, die die Inhalte konsumieren, diese am gleichen Ort erhalten, wo auch ihre Berichte und Dashboards sind: im BI Launchpad.

Bleiben Sie bei der Software auf dem Laufenden

Auch wenn die SAP Lumira Server for BI Platform mehr als eine Version des Desktop Clients gleichzeitig beherbergen kann, sollte man immer die aktuellste Version einsetzen. Zwar veröffentlicht SAP nicht länger jeden Monat eine neue Version, dennoch wird Lumira regelmäßig aktualisiert. Damit Anwender die neuesten Features, Funktionen und Verbesserungen bei der Stabilität erhalten, sollte man alle Updates mitmachen.

Ein Nachteil bleibt aber: Wenn es Anwendern möglich ist, ihre jeweilige Desktop-Version zu aktualisieren, kann schnell der Fall eintreffen, dass sie unterschiedliche Versionen im Unternehmen einsetzen.

Die Größe ist bei SAP Lumira entscheidend

Seit Version 1.25 funktioniert SAP Lumira nur auf 64-Bit Rechnern. Unternehmen müssen also sicherstellen, dass ihre Analysten auf einem 64-Bit Windows-Computer arbeiten. Außerdem sollten die Rechner mindestens acht GB Arbeitsspeicher haben – alles darunter würde Anwender unzufrieden zurücklassen. Schließlich sollte man die Größe des Lumira Servers gemäß dem offiziellen SAP Guideline gestalten und darauf vorbereitet sein, skalieren zu können, wenn dies nötig ist.

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Schulen Sie potentielle Champions

Als IT-Experte sind Sie daran interessiert, dass ihre Mitarbeiter SAP Lumira einsetzen, da Sie einerseits bereits dafür bezahlt haben, und Sie andererseits Enterprise-Features erhalten, die andere Datenvisualisierungs-Tools nicht bieten. Entscheidet sich eine Abteilung für ein Tool, interessiert die Anwender nicht mehr, was die IT dazu sagt. Es ist daher empfehlenswert, mögliche Champions in der Fachabteilung zu identifizieren und diese optimal zu trainieren und zu unterstützen, damit sie Erfolg haben. Sind sie einmal von der Arbeit mit dem Tool überzeugt, werden sie gerne für den Erfolg in der restlichen Abteilung werben.

Beachten Sie Ihr Publikum

Lumira ist offensichtlich ein großer Teil des Analytics-Portfolios von SAP, das bedeutet allerdings nicht, dass es alles kann. Viele Organisationen werden weiterhin BusinessObjects Web Intelligence (Webi), Crystal Reports, Dashboards, Analysis und alles weitere benötigen, wovon sie abhängen. Lumira kann zwar einige Self-Service-Aufgaben dieser Tools übernehmen, die größten Gewinne wird das Tool vor allem bei den Anwendern einstreichen, die nicht bereits von Webi abhängig sind und Funktionen benötigen, die über Microsoft Excel hinausgehen. Lumira ist ein fantastisches Werkzeug, doch sie sollten sicherstellen, dass Sie es nicht überladen beziehungsweise unzureichend einrichten.

Die ersten Schritte mit SAP Lumira sind noch nie einfach gewesen, daher sollte man vorbereitet sein. Richten Sie ihre Umgebung richtig ein und denken Sie darüber nach, wie Sie Ihr Unternehmen am besten für die Arbeit mit dem Analyse-Tool begeistern. Ein wenig Vorbereitung wird dafür sorgen, dass der Roll-out in Ihrem Unternehmen erfolgreich sein wird.

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