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Wie Cyber-Investigation-Teams Datendiebstähle analysieren und verhindern

SWIFT und andere Unternehmen setzen auf eigene Cyber-Intelligence-Teams zur Analyse von Cyberangriffen und zum Schutz vor neuen Attacken.

Im vergangenen Jahr hat der Finanzdienstleister SWIFT seine Anstrengungen in Sachen Informationssicherheit mit einem eigenen Team zur Cyber Intelligence ausgebaut. Die Aufgabe dieser Mitarbeiter ist die Analyse von Datendiebstählen und die Verhinderung künftiger Vorfälle. Die Maßnahme mag drastisch erscheinen, aber sie kann sich positiv auf den Schutz vor Cybereinbrüchen auswirken.

Die Society of Worldwide Interbank Financial Telecommunication – oder abgekürzt SWIFT – ist ein belgisches Unternehmen, über das Finanzinstitute weltweit Daten austauschen und Transaktionen ausführen. Im Juli 2016 ist SWIFT eine Partnerschaft mit Cyber-Security-Spezialisten eingegangen, um ein dediziertes Team aufzubauen, das Netzwerkbetrug und Datendiebstähle aufklären soll. Der Schritt mag ungewöhnlich wirken, aber in Anbetracht zahlloser aktueller Datendiebstähle ist er nachvollziehbar. Insbesondere weil SWIFT vor kurzem selbst gehackt worden war und dabei 81 Millionen US-Dollar abhandengekommen sind.

Es kann daher für andere Unternehmen und Organisationen durchaus ratsam sein, dem Beispiel von SWIFT zu folgen und eigene Teams aufzustellen. Diese können Cyber-Intelligence-Daten sammeln, um Datendiebstähle aufzuklären und abzuwehren. Datendiebstähle treten auch in der Finanzbranche immer häufiger auf, so dass es nur empfehlenswert erscheint, erfolgreiche Angriffe zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen.

Die Auswirkungen erfolgreicher Angriffe auf die Weltwirtschaft sind teilweise verheerend. So schätzt der US-Sicherheitsspezialist Cybersecurity Ventures, dass durch Cybercrime im Jahr 2021 ein Schaden von mehr als sechs Billionen US-Dollar entstehen wird. Cyber-Intelligence-Teams könnten künftige Angriffe verhindern und diese Kosten reduzieren.

IT-Sicherheit ist Teil des täglichen Geschäfts

Viele Organisationen machen jedoch eine Art „Cyber-Müdigkeit” durch und fühlen sich aufgrund der Überhand nehmenden Angriffe machtlos, so dass sie unnötige Fehler beim Thema Cybersicherheit machen. Es stimmt natürlich, dass es immer mehr Cyber-Security-Gesetze, Richtlinien und Vorschriften gibt, die von Unternehmen beachtet werden müssen. Es ist aber noch keine zehn Jahre her, dass viele Unternehmen IT-Sicherheit nur als ein notwendiges Übel betrachteten, das sie in vielen Dingen hemmte. SWIFT und viele weitere Organisationen haben aber mittlerweile verstanden, dass dies nicht mehr so ist und dass Cyber-Security heute ein Teil des täglichen Geschäfts geworden ist.

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