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Was ist der Unterschied zwischen Wireless Access Point und Wireless Router?

Ein Wireless Router kann auch ein Wireless Access Point (AP) sein. Der umgekehrte Fall ist nicht möglich. Es gibt viele Unterschiede.

Es gibt ziemliche Unterschiede zwischen einem Wireless Router und einem Wireless Access Point. Ein Wireless Access Point oder AP spendiert einem drahtgebundenen Netzwerk Wi-Fi. So wird der Traffic von den Arbeitsstationen an das Ethernet-LAN weitergeleitet. Ein Wireless Router kombiniert die Leistungsmerkmale eines Breitband-Routers und eines Wirelss APs in einem einzigen Gerät. Genau genommen ist es ein Gateway zwischen dem Internet und dem LAN (Local Area Network). Anders gesagt kann ein Wireless Router ein Wirelss AP sein, aber nicht andersherum.

Was ist ein Wireless Access Point?

Ein Wireless AP verbindet eine Gruppe an drahtlosen Stationen mit einem entsprechend angebundenen LAN. Vom Konzept her arbeitet ein AP wie ein Ethernet-Hub. Anstelle der Weiterleitung von LAN-Frames zu anderen 802.3-Stationen leitet ein drahtloser AP 802.11-Frames an alle anderen 802.11- oder 802.3-Stationen im gleichen Subnetz.

Was ist ein Wireless Router?

Ein Wireless Router verbindet eine Gruppe aus drahtlosen Stationen mit einem angeschlossenen drahtgebundenen Netzwerk. Grundsätzlich ist ein Wireless Router eine Kombination aus AP und einem Ethernet-Router. Das Gerät leitet IP-Pakete zwischen dem drahtlosen Subnetz und allen anderen Subnetzen weiter.

Soll ich nun einen Wireless Access Point oder einen Wireless Router einsetzen?

In der Regel kommen Wireless Router im Heimbereich oder in kleineren Firmen zum Einsatz. Dort lassen sich alle Anwender mit einer Kombination aus AP und Router bedienen. Wireless APs setzen Sie in größeren Unternehmen und Orten ein, an denen viele APs für die Bereitstellung eines Services benötigt werden.

Ein Beispiel wäre ein Gelände, auf dem Sie mehrere Tausend Anwender versorgen müssen. In größeren WLANs ist es häufig sinnvoll, dass mehrere APs einen einzigen und separaten Router füttern. Die drahtlosen Stationen lassen sich in diesem Fall wie ein großes Subnetz behandeln. Das ist hilfreich, wenn Sie sich frei bewegen und dabei von einem AP zum nächsten wandern (Roaming). Die Zugriffskontrollen (Access Control) für das Funknetz lassen sich in diesem Fall auf einen Router konzentrieren und Sie müssen sich nicht um mehrere Geräte kümmern.

In der Regel werden bei größeren Installationen mehrere APs mit einem einzigen und separaten Router verbunden.
Abbildung 1: In der Regel werden bei größeren Installationen mehrere APs mit einem einzigen und separaten Router verbunden.

Wireless Router bieten außerdem eine einfache Firewall-Funktionalität. Mithilfe von Network Address Translation (NAT) teilen Sie eine Internetadresse mit mehreren drahtlosen Endgeräten. Die meisten Wireless Router sind darüber hinaus mit einem Vier-Port-Ethernet-Switch ausgestattet. Sie haben also die Möglichkeit, einige drahtgebundene PCs mit dem LAN zu verbinden, die dann ebenfalls auf das Internet zugreifen können. Die meisten Wireless Router kombinieren also die Funktionalitäten eines drahtlosen APs, eines Ethernet Routers, einer Firewall und eines kleinen Ethernet-Switches.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert

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