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Service Level Agreements (SLAs) der Amazon Web Services (AWS) unter der Lupe

Für Firmen ist die Gegenüberstellung von Service Level Agreements (SLAs) und Kosten keine triviale Aufgabe. Was Sie bei den AWS SLAs beachten müssen.

Service Level Agreements (SLA) sind ein modernes Konzept von Cloud-Providern für IT-Ressourcen. Egal ob es nur eine Instanz, eine zugrunde liegende Infrastruktur oder Software as a Service (SaaS) ist, ein SLA bietet mehr Flexibilität als andere Cloud-Verträge. Wenn Anwender dazu bereit sind, Kompromisse bei der Servicequalität und dem SLA einzugehen, werden sie hierfür mit geringeren Servicekosten entlohnt.

Ein gutes Beispiel sind Amazon Web Services (AWS) EC2 Spot Instances. Während AWS-Nutzer bis zu 80 Prozent bei On-Demand-Instanzen-Preisen sparen können, müssen sie allerdings auch Kompromisse bei der Ressourcenverfügbarkeit hinnehmen. Spot Instances bieten keine garantierte Kontinuität. AWS zieht zugewiesene freie Kapazitäten für Spot Instances bei Bedarf wieder zurück, um SLAs für On-Demand- und Reserved-Instances-Anwender einzuhalten.

Administratoren verwenden Spot Instances daher in der Regel für unkritische Anwendungen wie Test- und Entwicklungsumgebungen beziehungsweise wenn sie größere Ressourcen-Pools für Analytics oder High-Performance-Computing benötigen.

Gründe für die Ausgestaltung des AWS SLAs

Für einige stellt sich nun die Frage: Warum erweitert AWS nicht seinen SLA-basierten Ressourcenkatalog, um Nutzern die Option zu bieten, weitere Ressourcen zu kaufen, sollten sie mehr als 80 Prozent verfügbare Betriebszeit benötigen?

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Der Grund ist, dass AWS sein Geschäftsmodell möglichst einfach halten möchte. Darüber hinaus könnte die Änderung des SLAs erhebliche Veränderung im Abrechnungsmodell der Cloud-Service-Anbieter nach sich ziehen. Derzeit basieren die Abrechnungen auf der Größe und Anzahl an Stunden, die eine Ressource genutzt wird. Ein geändertes AWS SLA würde den Einsatz und die Abrechnung der Instanzen komplizierter machen – vor allem wenn der Kunde dies nicht benötigt.

Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie feststellen, dass die Voraussetzungen für neue SLA-basierte Anwendungen bereits vor einiger Zeit geschaffen wurden. Beispielsweise hat Google für seine Cloud Platform erst im Mai eine eigene Version für Spot Instances eingeführt, die als Preemptible Instances bezeichnet werden.

Bereits im April übernahm Amazon ClusterK. Das Start-up hilft AWS-Anwendern dabei, eine Spot Instance mit einem besseren SLA zu umhüllen, indem On-Demand- und Reserved-Instanzen genutzt werden. Neue AWS-Funktionen, einschließlich Spot Fleets und Warnung, die Sie informieren, wenn eine Instanz beendet wurde, sind zusätzliche Beispiele für die Weiterentwicklung der Public Cloud.

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