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Wie lässt sich die Funktionalität von vRealize Operations Manager erweitern?

Hyper-V, AWS, EMC und Trend Micro: Mit den richtigen Plug-ins lässt sich in vRealize Operations Manager nicht nur vSphere überwachen.

Wir nutzen zum System-Management VMware vRealize Operations Manager, wie lässt sich dieser sinnvoll um zusätzliche Fähigkeiten erweitern?

In der heutigen Zeit, in der Workloads oft gleichzeitig auf Hyper-V, ESXi und Amazons EC2 laufen, brauchen Administratoren Management-Tools, mit denen sie die gesamte virtuelle Umgebung überwachen und alle Systeme unkompliziert konfigurieren können. Eines der hierfür in Frage kommenden Tools ist vRealize Operations Manager, früher vCenter Operations Manager genannt.

Als Teil seines Funktionsumfangs bietet vRealize Operations Manager sogenannte Adapter und Solutions beziehungsweise Lösungen, mit denen sich die Monitoring-Möglichkeiten teils erheblich erweitern lassen. In den meisten Fällen sind für Solutions spezielle Adapter notwendig.

Als Solution oder eben Lösung werden Management-Packs bezeichnet, die spezifische Monitoring- oder Analyse-Aufgaben in der Umgebung ermöglichen. Einige Solutions sind standardmäßig bereits in vRealize Operations Manager enthalten, beispielsweise die VMware vSphere Solution, mit der sich die Integration in vCenter-Instanzen verwalten lässt. 

Über die VMware Solution Exchange oder direkt über VMware-Partner stehen zudem viele weitere Lösungen für vRealize Operations Manager zur Verfügung. Trend Micro Deep Security beispielsweise ist ein Management-Pack, das direkt über Trend Micro erhältlich ist und den Sicherheitszustand sowie Security-Logs im Data Center überwachen hilft. Ein weiteres Beispiel wäre das Management-Pack Dell EqualLogic, mit dem sich EqualLogic Storage-Systeme analysieren und verwalten lassen.

Eine Lösung für vRealize Operations Manager enthält unter der Haube viele Komponenten wie voreingestellte Benachrichtigungen, formatierte Reports, Dashboards und verschiedene Adapter. Adapter bieten ein Interface, mit dem vRealize Operations Manager mit anderen Produkten oder Applikationen im Data Center kommunizieren und interagieren kann. Jede Solution kann mehrere Adapter enthalten, die Adapter müssen dann zunächst noch konfiguriert werden, bevor vRealize Operations Manager die Monitoring- und Management-Komponenten der Lösung nutzen kann.

Solutions und die zugrundeliegenden Komponenten wie die Adapter können kostenlos erhältlich sein, manche sind aber nur gegen eine Gebühr erhältlich. Management-Packs wie EMC Storage Analytics oder HP StoreFront und OneView sind kostenpflichtige Solutions, während EMC ViPR und Brocade SAN Analytics kostenlos nutzbar sind. Daher sollte man eventuell anfallende Kosten noch vor der Bereitstellung von vRealize Operations Manager in seine TCO-Berechnung mit einfließen lassen.

Obwohl vRealize Operations Manager AWS- oder Hyper-V-Bereitstellungen nicht von Haus aus unterstützt, gibt es einige Solutions, mit denen sich entsprechende Funktionen über Plug-ins und Management-Packs nachinstallieren lassen.

Microsoft Hyper-V wird durch vRealize Hyperic Operating System Agent Plug-ins abgedeckt, die ebenso Plug-ins für NetApp Filer, vCenter Server und vSphere Single Sign-On (SSO) enthalten. Application Agent Plug-ins dagegen gibt es für JBoss, Java, Microsoft .NET, Microsoft Active Directory, Apache Web Server und viele andere Enterprise-Applikationen. Cloudinstanzen von Amazon können schließlich über das Amazon Web Services Management-Pack abgedeckt werden, das ebenfalls über die VMware Solution Exchange zur Verfügung steht.

Man sollte bei all den Erweiterungsmöglichkeiten aber bedenken, dass selbst das mächtigste Management-Tool nicht alle Systeme und jede einzelne Applikation überwachen kann, die in großen Unternehmen im Einsatz sind. Moderne Management-Lösungen müssen in hohem Grad konfigurierbar sein, selbstlernende Fähigkeiten besitzen und durch Plug-ins und Add-ons erweiterbar sein. Genau das bietet VMware vRealize Operations Manager, mit dem sich über Machine Learning das normale Verhalten der Umgebung bestimmen lässt, woraufhin dynamische Grenzwerte verwendet werden können. Zusätzlich kann das Tool über Solutions und Adapter um den Support für viele verschiedene Enterprise-Applikationen erweitert werden.

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