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Netzwerk-Traffic per Traffic-Shaping und NIOC effizient überwachen und verwalten

Monitoring und Management des Netzwerk-Traffics ist mit vSphere Distributed Switches einfach – dank Traffic-Shaping und Network I/O Control.

VSphere Distributed Switches (vDS) von VMware zentralisieren das virtuelle Switch-Management und schaffen auf diese Weise Struktur und Ordnung, um die Netzwerk-Administration zu vereinfachen.

Darüber hinaus bieten vSphere Distributed Switches Nutzern die Möglichkeit, den Netzwerk-Traffic engmaschig zu überwachen und zu verwalten, um Servern ausreichend Bandbreite zuzuweisen und die Auslastung des Netzwerks zu optimieren.

Wie verwalten vSphere Distributed Switches den Netzwerk-Traffic?

Die Instanzen von vSphere Distributed Switches verwenden zwei Verfahren, um den Netzwerk-Traffic zu managen: Network I/O Control (NIOC) und Traffic-Shaping.

NIOC verfolgt die Idee der Bandbreitenpriorität und -zuweisung, um für den Netzwerk-Traffic Quality of Service (QoS) festzulegen. Dahinter steckt der Gedanke, die Bandbreite als einen Ressourcen-Pool darzustellen, der in 100 gleiche Teile aufgeteilt ist, wie ein Prozentsatz. Dann identifiziert man jeden wichtigen Netzwerk-Traffic-Typ – zum Beispiel vMotion, Storage Area Networks (SANs), gewöhnlichen Traffic von VM-Instanzen, spezielle Typen und so weiter – und weist ihm eine bestimmte Anzahl dieser Anteile zu. Der Bandbreitenanteil, der jedem Traffic-Typ zugewiesen wird, verdeutlicht die relative Wichtigkeit des jeweiligen Typs – und sichert diesem Traffic ausreichend Bandbreite, um die QoS-Anforderungen zu erfüllen.

NIOC verhindert, dass ein bestimmter Traffic-Typ Vorrang vor anderen Traffic-Typen erhält und dadurch womöglich die Performance von anderem Traffic beeinträchtigt. Zum Beispiel könnte ein vMotion-Ereignis beträchtliche Bandbreite verlangen und so die Performance von anderen VMs verringern, die gewöhnliche Daten durch das Netzwerk schicken. Aber nehmen Sie einmal an, dass unter NIOC dem Traffic von vMotion 10 Anteile zugewiesen werden, während der VM-Traffic 50 Anteile bekommt.

Dies bedeutet, dass der vMotion-Traffic eine niedrigere Priorität besitzt und nur dann eine eingeschränkte Bandbreite erhält, wenn sonstiger Traffic vorhanden ist. Dadurch wird nicht nur eine Mindestbandbreite garantiert, sondern es werden auch Bandbreitengrenzen erzwungen. Sie wissen sicher noch, dass sich NIOC nur auf den ausgehenden Traffic auswirkt, der den ESXi-Host verlässt. NIOC kommt eine noch größere Bedeutung zu, wenn schnellere Netzwerkinfrastrukturen verfügbar sind, beispielsweise 10 Gigabit Ethernet oder schneller.

NIOC kommt eine noch größere Bedeutung zu, wenn schnellere Netzwerk-Infrastrukturen verfügbar sind, beispielsweise 10 Gigabit Ethernet oder schneller.

Bidirektionales Traffic-Shaping ist eine weitere Konfigurationsoption für eingehenden und ausgehenden Netzwerk-Traffic, die sich in Verbindung mit NIOC nutzen lässt. Das Shaping kann auf Ebene von verteilten virtuellen Ports und verteilten virtuellen Port-Gruppen angewendet werden. Auf diese Weise ermöglicht das Verfahren eine granularere Steuerung der Prioritäten des Netzwerk-Traffics auf Basis von durchschnittlicher Bandbreite, maximaler Bandbreite und Umfang der Lastspitzen.

Allerdings gilt es, bei der Konfiguration von Traffic-Shaping äußerst vorsichtig vorzugehen. Am deutlichsten sind die Vorteile, wenn die physische oder virtuelle Switch-Infrastruktur überlastet ist – oder über normale Grenzen hinaus genutzt wird – und das zusätzliche Traffic-Shaping helfen kann, die Auslastung des Netzwerks zu priorisieren oder zu optimieren. Dann kann diese Technologie dazu beitragen, die Beeinträchtigung der Performance durch Traffic zu begrenzen, der um die eingeschränkte Switch-Kapazität konkurriert. Netzwerke mit einer ausreichend dimensionierten Bandbreite und Switch-Kapazität kommen in der Regel mit NIOC alleine aus.

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