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Kostenlos, Standard oder Datacenter: Die drei Lizenzstufen der Microsoft OMS

Die Microsoft Operations Management Suite ist in verschiedenen Lizenzstufen erhältlich. Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Lizenzen?

Die Microsoft Operations Management Suite (OMS) ist in drei Lizenzvarianten verfügbar: als kostenlose Software, als Version für System Center in der Standard-Edition und für System Center mit Datacenter-Lizenz. Unternehmen können Microsoft OMS dabei als komplette Suite oder aber nur die benötigten Einzelkomponenten erwerben, je nach Anforderung ihrer hybriden Infrastruktur.

Jede der drei Lizenzstufen bietet Zugriff auf die unterschiedlichen Funktionen und Komponenten wie Operational Insights, Backup, Site Recovery, Process Automation oder Desired State Configuration. Der grundlegende Unterschied zwischen den unterschiedlichen OMS-Lizenzen besteht vor allem in Zeit- und Datenbeschränkungen.

Die kostenlose OMS-Lizenz unterstützt bis zu 500 MB an Log-Daten pro Tag und die Vorhaltung der Log-Daten für sieben Tage. Site Recovery ist für die ersten 31 Tage jeder geschützten Instanz inklusive, Process Automation beinhaltet bis zu 500 Minuten pro Monat und Desired State Configuration wird für bis zu fünf Nodes pro Monat unterstützt. Integrierte Backup-Möglichkeiten gibt es in der kostenlosen Variante der Operations Management Suite nicht.

Im Vergleich dazu können Unternehmen mit System Center in der Standard-Edition – und Software Assurance – OMS Standard für jede System-Center-Lizenz erwerben, wodurch Operational Insights mit bis zu 100 GB pro Jahr und eine Datenspeicherung für ein Jahr abgedeckt sind. Zudem enthält diese Lizenz Backup-Möglichkeiten sowie Desired State Configuration und Site Recovery für zwei virtuelle Maschinen pro Node, allerdings kann der hierfür benötigte Speicherplatz natürlich zu zusätzlichen Kosten führen. Process Automation unterstützt in dieser OMS-Lizenz bis zu 10.000 Minuten pro Jahr. Der ungefähre Verkaufspreis liegt dann bei etwa 45 US-Dollar pro Monat.

Unternehmen mit einer Datacenter-Lizenz für System Center können OMS in der Datacenter-Lizenz erwerben, was dann Operational Insights mit bis zu 500 GB pro Jahr und eine Datenspeicherung von einem Jahr beinhaltet. Zudem sind Backup-Möglichkeiten sowie Desired State Configuration und Site Recovery für zehn virtuelle Maschinen pro Node mit den gleichen Storage-Gebühren wie in der Standard-Lizenz inklusive. Process Automation ist in der Datacenter-Lizenz der Operations Management Suite mit bis zu 50.000 Minuten pro Tag enthalten. Der ungefähre Verkaufspreise liegt für die Datacenter-Lizenz bei ungefähr 220 US-Dollar.

Unternehmen können dabei einzelne Lizenzen entfernen oder hinzufügen, um auf sich ändernde Anforderungen ihrer hybriden Infrastruktur zu reagieren.

Eine sorgfältige Prüfung ist kritischer Bestandteil eines jeden IT-Einkaufs. Daher sollten IT-Entscheider auch vor dem Kauf der Microsoft Operations Management Suite genau evaluieren, welche Funktionen und damit welche Lizenz für ihre Produktivumgebung tatsächlich nötig sind. Microsoft bietet hierfür auch eine kostenlose Testversion, um Administratoren die Grundzüge der OMS zu vermitteln.

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