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Coolan, Demandware, Quip und Co.: Was hinter den Salesforce-Akquisitionen steckt

Die Salesforce CRM-Plattform wächst durch mehrere Akquisitionen stetig an. Doch welche Motivation steckt hinter den Expansionsplänen von Salesforce?

Welche Strategie steckt hinter dem Expansionskurs von Salesforce?

Das Ziel der Akquisitionen scheint auf den ersten Blick zu sein, die Salesforce CRM-Plattform mit zusätzlichen Services auszustatten. Doch einige Übernahmen machen dabei mehr Sinn als andere.

Seit Ende 2015 umfasst die Liste von Salesforce-Akquisitionen folgende Unternehmen: Coolan, Demandware, Implisit, MetaMind, Quip, PredictionIO und SteelBrick, eine Anwendung zur Konfiguration von Preisangeboten. Auch wenn die meisten dieser Akquisitionen die CRM-Plattform verbessern, scheinen einige nicht ganz in das Portfolio zu passen.

Die Übernahmen liefen relativ schnell ab und es scheint so, als wäre der Expansionshunger von Salesforce noch nicht gestillt. Aktuell ist das Unternehmen im Übernahmemodus. Einige Akquisitionen konzentrieren sich darauf, die Salesforce-Plattform mit weiterer Intelligenz auszustatten. Hierfür hat Salesforce MetaMind und Implisit gekauft.

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Demgegenüber passt die Dokumenten-Management- und Collaboration-Plattform Quip auf den ersten Blick nicht in das Portfolio von Salesforce. Ein Anstoß für die Übernahme ist wohl der Kauf der Social-Networking-Seite LinkedIn durch Microsoft. Nachdem Salesforce den Übernahmekampf um LinkedIn gegen Microsoft verloren hat, versucht der Cloud-Anbieter weiter in das Kerngeschäft des Konkurrenten vorzudringen – bietet Microsoft doch innerhalb von Office 365 bereits verschiedene Collaboration-Funktionen an.

Die Coolan-Übernahme ist wiederum das Äquivalent zu Quip im Hardwarebereich. Das Start-up hilft Unternehmen herauszufinden, wo ein potenzielles Hardwareproblem vorliegt. Allerdings passt auch diese Übernahme nicht in das CRM-Portfolio von Salesforce. Der Hauptgrund dürfte wohl mit den jüngsten Störungen und Ausfällen in den Rechenzentren des Cloud-Anbieters zusammenhängen. Salesforce versucht damit wahrscheinlich eine Antwort auf diese Ausfälle zu finden und möchte sich künftig vor weiteren Problemen schützen.

Die Akquisition von Demandware im Juni war ebenfalls bemerkenswert, ermöglicht sie Salesforce doch, eine E-Commerce-Komponente in seine Anwendung hinzuzufügen. Der Kauf macht wohl deshalb Sinn, da Kunden künftig damit in der Lage sein werden, aktuelle Transaktionen online abwickeln zu können, so dass sie über das reine digitale Marketing hinaus agieren können.

Letztlich haben alle Akquisitionen das Ziel, die Kundenbasis zu vergrößern und die Kundenerfahrung weiterzuentwickeln. Das scheint wohl am Ende auch der Hauptantrieb für die Erweiterung der Salesforce CRM-Plattform zu sein.

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