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Cloud-Management: Wie arbeiten VMware vCAC und vCD zusammen?

Wer VMware-Umgebungen verwaltet, dürfte VMware vCAC und vCD zum Management der Infrastruktur kennen. Aber können auch beide zusammen verwendet werden?

VMware vCloud Automation Center (vCAC) verwaltet mehrere heterogene Cloud-Ressourcen, beispielsweise eine vCloud-Private-Cloud oder Amazon Web Services und andere. Allerdings arbeitet vCAC nicht immer ideal mit vCloud Director (vCD) zusammen.

Als VMware das vCloud Automation Center (VMware vCAC) von DynamicOps erworben hat, überschnitt sich die Technologie ein wenig von der selbst entwickelten Lösung vCloud Director. Das Cloud-Management-Tool war also eigentlich überflüssig, wenn der Firmenkauf einen Sinn ergeben sollte: Beide bieten die rollenbasierte Verwaltung virtueller Ressourcen und beide ermöglichen eine schnellere und flexiblere Bereitstellung von virtuellen Maschinen und Anwendungen als mit anderen Management-Lösungen.

VMware vCD abstrahiert physische Compute-Ressourcen in virtuellen Rechenzentren und gewährt Zugang zu diesen. VMware hat vCD in jeder Edition der vCloud Suite integriert. Der zusätzliche Einsatz von vCAC – ob nun mit einer Stand-alone-Lizenz oder in der Top Tier vCloud Suite Enterprise Edition - ermöglicht heterogenes Hypervisor-und Cloud-Infrastruktur-Management. Mit vCAC können Sie Ressourcen reservieren, festlegen, mit welchen Ressourcen ein Service arbeiten soll, und die Ressourcen-Vergabe für bestimmte Nutzer einschränken.

Kann VMware vCloud Automation Center mit vCloud Director zusammenarbeiten?

Diese Frage ist nicht mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Je nach Version von vCloud Automation Center, die Sie verwenden, wird die Möglichkeit der Integration mit vCloud Director variieren. VMware VCAC 4.5 kam ohne vCD-Integration auf den Markt und nutzt eine Schnittstelle zu vSphere, um Cloud Services bereitzustellen und Management-Optionen zu bieten.

vCAC Version 5.1 unterstützt die begrenzte Zusammenarbeit mit vCD, beispielsweise für die Bereitstellung einer vApp von einem vCloud-Director-definierten virtuellen Rechenzentrum. Auch die Verwaltung von Private Clouds mit vCloud Director und die Anbindung öffentlicher vCloud-Service-Provider ist möglich. Das gilt auch für das Klonen von vApps aus dem Katalog von vCloud Director.

VMware VCAC 5.2 bietet schließlich noch mehr Integration mit vCD. Bestehende vApps, die durch vCloud Director bereitgestellt wurden, können mit vCloud Automation Center verwaltet werden. Anwender können virtuelle Bereitstellungen in einem Rechenzentrum mit Reservierungen über einen Reservierungs-Pool oder Zuweisungs-Pool beziehungsweise als Pay-per-Use-Variante über vCloud Director zuweisen. Mit vCAC 5.2 ist es auch möglich, Teile einer vCD-Organisation und eines virtuellen Datenzentrums für die Bereitstellung mehrerer Gruppen zu reservieren.

VMware gab vCAC auch Zugang zu vCloud Networking and Security (vCNS) in der Version 5.2. vCloud Automation Center können VXLAN, Loadbalancer und andere virtuelle Netzwerkressourcen identifizieren und diese Ressourcen bei der Reservierung von Cloud-Services oder der Bereitstellung virtueller Maschinen und vApps berücksichtigen.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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