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Best-Practice-Überlegungen zum Aufbau eines VMware-Testlabs

Ein VMware-Testlab kann relativ schnell und unkompliziert aufgebaut werden, aber wie realisiert man eine komplexere Testumgebung?

Bei der Planung eines VMware-Testlabs gibt es viele Fragen zu beantworten und viele Entscheidungen zu treffen. Eine der wichtigsten Entscheidungen betrifft die Hardwareausstattung der Testumgebung, die maßgeblich vom jeweiligen Einsatzzweck des Testlabs abhängt, vor allem auch dann, wenn reale Produktivumgebungen nachgebildet werden sollen.

Manchmal wird hierfür der Kauf von Serverhardware empfohlen, manchmal dagegen die Verwendung von Mini-PCs wie dem Intel NUC. Abseits davon gibt es natürlich noch die Möglichkeit, ein Testlab über die verschachtelte Virtualisierung zu realisieren.

Unabhängig von der verwendeten Hardware gibt es aber einige generelle Best Practices zum Aufbau eines VMware-Testlabs.

Best Practices für ein VMware-Testlab

Zunächst braucht man natürlich mehrere ESXi-Hosts, um ein VMware-Testlab aufzubauen. Mit dem aktuellen Technologie-Stack von vSphere, wie beispielsweise VMware vSAN, braucht man wohl drei ESXi-Hosts, je nach Einsatzzweck der Testumgebung möglicherweise auch einen vierten.

Dieser Aufbau ließe sich beispielsweise über drei kleine Intel NUC-Maschinen realisieren, allerdings stellt sich hierbei die Frage, ob diese Rechner genug Leistung für die anvisierten Testzwecke bringen. Zusätzlich werden für vSAN oder eine andere Form an zentralem Storage wie Network-Attached Storage (NAS) Festplatten und SSDs benötigen.

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Eine Best-Practice-Empfehlung lautet dabei, einen großen ESXi-Host aufzubauen, der alle für das Testlab benötigten virtuellen Maschinen und virtuellen ESXi-VMs beherbergt. Zusätzlich zu diesen verschachtelten ESXi-Hosts werden auch vCenter und meist auch vSphere Update Manager sowie vRealize Operations und eine Replikation benötigt.

Für den Storage sollte eine virtuelle Maschine mit iSCSI-Unterstützung und ein Network File System (NFS) wie StarWind oder FreeNas verwendet werden. Für einen ESXi-Cluster mit vSAN muss jede Maschine ein Minimum an Arbeitsspeicher von 6 GB haben, da vCenter 8 GB benötigt wären 32 GB RAM für den Host also schon eher knapp bemessen.

Konkret wäre es auch möglich, ein Intel S2600CP4 Motherboard mit zwei Xeon E5-2605 CPUs zu verwenden, die je vier CPU-Kerne und insgesamt 128 GB Arbeitsspeicher nutzen. Zusätzlich können SATA- und SSD-Disks zum Einsatz kommen, was alles zusammen noch gut in ein Tower-Gehäuse passt. Damit lässt sich leicht ein vSAN-Cluster mit vier ESXi-Hosts und einigen virtuellen Maschinen betreiben. Auch VMware Horizon View und vRealize Automation sollten noch problemlos in diese Testumgebung passen.

Als einziges Problem bei diesem verschachtelten Ansatz kann zum Aktualisieren des Hosts der Update Manager nicht verwendet werden, weil er ja selbst auf dem Host läuft. Ein großer Vorteil bei diesem Aufbau liegt andererseits darin, dass sich so sehr leicht Snapshots der gesamten Umgebung anfertigen lassen und über Backups sehr einfach ein früherer Zustand wiederhergestellt werden kann.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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