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Spickzettel für die Entwicklung von Apps für Apple iOS

Die Entwicklung von iOS-Apps ist nicht trivial. Es gibt eine Menge Bürokratie zu überwinden und verschiedene Methoden für die Entwicklung von Apps.

Es gibt eine Menge Hürden, die überwunden werden müssen, wenn man eine App für Apple iOS entwickeln möchte. Als erstes müssen Entwickler Xcode, die integrierte Entwicklungsumgebung für iOS, bedienen können und Swift erlernen. Anschließend müssen sie sich durch ein Labyrinth von Zertifikaten, Lizenzen und Profilen arbeiten, die unterschiedliche Ablaufdaten und Regeln für die Erneuerung haben. Haben sich die Entwickler durch all diese Herausforderungen gekämpft, müssen sie schließlich noch herausfinden, welches der beste Weg ist, die App bereitzustellen.

Die folgendenen Absätze bieten einen Orientierungshilfe durch dieses Chaos und erläutern, wie der App-Veröffentlichungsprozess für Apple iOS funktioniert.

Wie funktioniert Xcode?

Xcode läuft unter Mac OS X beziehungsweise macOS und bietet alles, was Entwickler benötigen, um Anwendungen für OS X, Apple Watch, Web und iOS benötigen. Seit 2014 verwendet Xcode Swift statt Objective-C als Programmiersprache. Swift ist eine relativ komplexe Sprache, was das Lernen und den Übergang von einer anderen Sprache erschwert. Mit der Vorstellung von iOS 10 wurde Swift 3.0 präsentiert. Die Version kann seit September 2016 frei eingesetzt werden. Entwickler können ihren Code in ein Git Repository ablegen und mit anderen Entwicklern teilen, um am Entwicklungsprozess zusammenzuarbeiten.

Der Model-View-Controller-Ansatz von Xcode macht das Managen des Codes mit Tools wie dem Interface Builder einfacher, da es dieser Entwicklern erlaubt, verschiedene visuelle Steuerungselemente per Drag & Drop in den App-Code zu ziehen. AutoLayout hilft Entwicklern dabei, die App-Darstellung basierend auf der Größe des Displays zu kontrollieren. Mit Storyboard können sich Entwickler zudem ansehen, wie die App auf dem jeweiligen Display dargestellt wird. Der Preview Mode gibt schließlich einen Vorgeschmack darauf, wie die App aussehen wird, wenn sie fertig ist.

Xcode ist kostenlos. Möchten Entwickler allerdings ihre Apps in iTunes oder im Mac App Store veröffentlichen, müssen sie eine jährliche Entwicklungsgebühr in Höhe von 99 Dollar zahlen.

Wie sieht der Veröffentlichungsprozess bei iOS-Apps aus?

Auch wenn Entwickler wissen, wie man Xcode verwendet, ist die Veröffentlichung einer iOS-App keine einfache Aufgabe. Der erste Schritt ist die Registrierung beim Apple Developer Program, dessen Mitgliedschaft 299 Dollar pro Jahr kostet. Sobald ein Unternehmen eingeschrieben ist, erhalten deren Entwickler ein Profil, das sie verwenden können, um ihre iOS-Apps mit einem Zertifikat signieren lassen zu können. Zudem müssen sie auswählen, auf welchen Geräten die App laufen soll. Jedes Zertifikat ist ein Kalenderjahr gültig. Entwickler müssen daher ihre Apps jedes Jahr mit einem neuen Zertifikat wieder veröffentlichen.

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Doch damit hört der Spaß nicht auf. Die Entwickler müssen außerdem die angeforderten Zertifikate an das iOS Provisioning Portal senden. Sobald die Zertifikatssignaturanforderungen genehmigt sind, kann ein Entwickler sich für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten signieren. Diese Zertifikate gelten drei Jahre.

Welche Optionen existieren für die Bereitstellungen der Apps?

Sobald Entwickler das Labyrinth der iOS-Anwendungsentwicklung und Zertifizierung gemeistert haben, können sie den App Store von Apple verwenden, um die Apps bereitzustellen. Das Volume Purchasing Program erlaubt es Organisationen, Apps an Endgeräte auszuliefern, ohne dass sie einer Apple ID zugeordnet sind.

Es gibt aber auch Alternativen zum App Store. Admins können zum Beispiel die iOS-Apps über einen Webserver ausliefern, ohne dass das Gerät jemals mit einem iOS-Konfigurationsprogramm verbunden werden muss. Die Nutzer müssen lediglich auf eine URL klicken, um die Apps herunterzuladen. Die IT kann die Apps über eine Verschlüsselung schützen, so dass nur authentifizierte Benutzer darauf zugreifen können.

Zusätzlich können Administratoren iOS-Apps über iTunes bereitstellen. Dieser Ansatz ist allerdings nur sinnvoll, wenn Nutzer ihre iOS-Geräte an einen PC oder Mac anschließen, auf dem diese Software installiert ist. Eine andere Methode, die eine Verbindung zu einem PC oder Mac erfordert, ist die Verwendung des Apple Configurators, die funktioniert, wenn Admins rund 30 Geräte auf einmal einrichten müssen.

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