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Welche Aufgaben haben für System-Administratoren oberste Priorität?

Ein guter System-Administrator kennt nicht nur seine Systeme, sondern will sein Wissen immerzu weiterentwickeln und neue Technologien erforschen.

Ein System-Administrator, umgangssprachlich auch als Sysadmin bezeichnet, ist eine Person, die für eine Mehrbenutzer-Computing-Umgebung verantwortlich ist. Dazu gehören das Netzwerk mit der entsprechenden Infrastruktur wie zum Beispiel Router, Switches, Appliances und andere Komponenten. Weiterhin sind Server für allgemeines Computing, Drucken und Storage inbegriffen. Auch die Clients wie Desktops, Notebooks und mobile Geräte sind gemeint. Zu den Verantwortlichkeiten der System-Administratoren gehören Installation und Konfiguration der System-Hardware und -Software, das Management der Anwenderkonten und Upgrades von Software. Backups und Wiederherstellung sind selbstverständlich ebenfalls involviert.

Die Zuständigkeiten eines System-Administrators sind sehr breit gestreut. Möglicherweise ist er für eine kleine Firma oder eine einzelne Büroumgebung verantwortlich. Vielleicht ist er aber auch in einem großen und komplexen Data Center tätig, in dem sich hunderte oder tausende an Servern, physische und virtuelle Netzwerkkomponenten sowie Serviceinfrastruktur befindet. Die Wartung der Systeme gehört zum Tagesgeschäft eines System-Administrators. Allerdings können sich hinter dem Begriff sehr viele Optionen verstecken, wenn Sie einen genaueren Blick auf die jeweiligen Positionen werden. Die Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten ändern sich dementsprechend.

Allgemeine Verantwortlichkeiten eines System-Administrators

Zu den Aufgaben eines Sysadmins gehört das tägliche Arbeiten mit einem oder mehreren der großen Betriebssysteme. Darunter befinden sich die üblichen Verdächtigen wie zum Beispiel Windows Server und diverse Varianten von Linux. Beim Windows Server werden derzeit am häufigsten die Versionen 2008 und 2012 eingesetzt. Eine neue Version, Windows Server 2016, ist seit 13. Oktober 2016 erhältlich. Windows Server 2003 hat sein Lebensende am 15. Juli 2015 erreicht.

Im bunten Mix der Betriebssysteme befinden sich auch mehrere Linux-Varianten. Bei Unternehmen fällt die populärste Wahl auf RHEL (Red Hat Enterprise Linux). Es werden aber auch andere Distributionen eingesetzt, die in den drei Stufen des Programms Linux Professional Institute Certification enthalten sind. IT-Zertifizierungen sind für aufstrebende System-Administratoren häufig von Vorteil. Damit sind unter anderem auch Microsoft Certified Solutions Expert (im Speziellen Server Infrastructure und Private Cloud), Red Hat Certified Systems Administrator und andere Auszeichnungen gemeint.

Verständnis für Virtualisierung ist Voraussetzung

Virtualisierung ist in der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Teil von Systemadministration. Aus diesem Grund müssen moderne System-Administratoren mit Hypervisoren und aufkommenden Container-Technologien vertraut sein. Ein Verständnis für einen oder mehreren der großen Hypervisoren ist zwingend ratsam. Mit Hypervisor ist die Softwareumgebung gemein, die für die Definition, die Konfiguration und den Betrieb virtueller Maschinen zuständig ist. Zu den meistgenutzten Optionen in diesem Bereich gehören VMware, Citrix, Microsoft Hyper-V und KVM. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, die allerdings weniger häufig verwendet werden. Entsprechende Zertifizierungen von den ersten drei Anbietern sind weitläufig verfügbar. Weiterhin bietet die Linux Foundation ein hoch angesehenes Training für KVM an.

Darüber hinaus wird heutzutage erwartet, dass sich ein System-Administrator mit einem breiten Spektrum an Netzwerktechnologien auskennt. Weiterhin soll er die Fähigkeiten und das notwendige Wissen mit sich bringen, um ein modernes Unternehmensnetzwerk unterstützen zu können.

Unterm Strich wird von einem System-Administrator erwartet, dass er in den Bereichen System-, Netzwerk-Administration und Management eine Art Alleskönner ist. Diese Position benötigt jemanden, der gewissenhaft ist und seinen Hunger nach Wissen immer weiter stillen möchte. Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Neugierde, neue Technologien erforschen zu wollen.

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