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VMware-DRS-Regeln können Energiespar-Funktionen aushebeln

Bestimmte VMware DRS-Regeln verhindern unter Umständen, dass virtuelle Maschinen migrieren können. Somit schaltet sich der Host-Server nicht ab.

Welche Faktoren oder DRS-Regeln bei VMware können den Host-Server daran hindern, Energiespar-Maßnahmen oder Abschaltung bei niedriger Auslastung einzuleiten?

Ist eine virtualisierte Infrastruktur mit VMware Distributed Resource Scheduler (DRS) korrekt konfiguriert, lassen sich Workloads von wenig ausgelasteten Servern auf andere migrieren. Ist das geschehen, fährt sich der aktuell nicht benötigte Server herunter und spart somit Energie. Sobald wieder mehr Computing-Ressourcen notwendig sind, können schlafende Server aufwachen. Dann lassen sich virtuelle Maschinen (VM) zurück migrieren und die Software balanciert die Server-Landschaft entsprechend aus. Es gibt allerdings viele Faktoren, die das Abschalten eines Servers verhindern können.

Eines der häufigsten Probleme ist, dass sich virtuelle Maschinen ganz einfach nicht von kaum ausgelasteten Servern migrieren lassen. Ein Grund können inkompatible Hypervisoren sein. Dann würde keiner der anderen Host-Server diese spezielle VM unterstützen. In vielen Fällen stehen auf potenziellen Ziel-Servern auch einfach keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung, um weitere virtuelle Maschinen aufzunehmen. Oder bestehende Ressourcen-Reservierungen sind möglicherweise ein Hindernis.

DRS-Regeln als Ursache

Auch VMware-DRS-Regeln könnten eine Migration unterbinden. DRS ist möglicherweise so konfiguriert, dass nur kritische Verschiebungen Beachtung finden. Das würde im Fall einer „High-Migration Threshold“-Einstellung so sein. Möglicherweise ist DRS für bestimmte virtuelle Maschinen komplett deaktiviert.

Solche periodischen Konsolidierungs-Techniken funktionieren deswegen, weil es dauerhaft geringe Computing-Anforderungen gibt. Zum Beispiel wäre eine Workload, die nachts so gut wie gar nichts tut, ein guter Kandidat für eine Auslagerung und Energiespar-Maßnahmen. Sind die Computing-Ansprüche einer Workload sprunghaft und unvorhersehbar, könnte der Original-Host aber öfter aufwachen und sich schlafen legen als Ihnen das Recht ist. Tools wie DRS erkennen solche potentiellen Ineffizienzen und migrieren aus diesem Grund die launischen Workloads erst gar nicht. Das verhindert natürlich auch, dass sich der Host selbst während geringer Computing-Aktivitäten herunterfährt.

Andere Schwierigkeiten hängen oft mit Problemen bei der Konfiguration von Hardware und Software zusammen. Fangen Sie am besten an, die VMware-DRS-Regeln bei Optionen wie „MinPoweredOn“ zu überprüfen. Migrations-Tools wie VMware vMotion müssen möglicherweise aktiviert und korrekt konfiguriert sein, damit sich virtuelle Maschinen verschieben lassen. DPM-Software (Distributed Power Management) muss auf dem Host aktiv und richtig konfiguriert sein, damit er sich herunterfahren kann. In Sachen Hardware besteht die Möglichkeit, dass der Host selbst nicht auf Abruf herunterfahren oder wieder aufwachen kann. Das ist der Fall, wenn Funktionen wie zum Beispiel Wake-on-LAN oder ein IPMI (Intelligent Platform Management Interface) dem DPM nicht zur Verfügung stehen. Solche Hardware-Einschränkungen sind bei modernen Servern äußert selten. Sollten Unternehmen das Leben älterer Server so lange wie möglich ausnutzen, könnte es allerdings zu unerwarteten Problemen kommen.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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