ras-slava - Fotolia

So beginnen Sie mit dem Management von Android-Geräten

Für Unternehmen wird Android durch die neuen und verbesserten Möglichkeiten beim Management der Geräte mithilfe von APIs und EMM Tools interessanter.

Das Geräte-Management von Android ist von Open-Source-Programmschnittstellen abhängig. In erster Linie ist das die Android Device Administration API. Viele Android-Apps können diese APIs nutzen. Mögliche Beispiele sind E-Mail-Clients oder auch Agenten für Enterprise Mobility Management (EMM).

Um mit dem Geräte-Management für Android zu beginnen, sehen Sie sich am besten die Liste mit den Richtlinien an, die sich über die Device Administration APIs kontrollieren lassen und wie Sie davon profitieren. Zum Beispiel können Sie über die Android-Richtlinien die Verwendung eines Passworts erzwingen. Auch die minimale Länge, die Komplexität und die maximale Anzahl der fehlgeschlagenen Anmeldeversuche lassen sich bestimmen. Über die Policies legen Sie außerdem die Verschlüsselung fest, können die Kamera deaktivieren und das Gerät fernlöschen oder sperren. Weiterhin kann der Administrator den Anwender anhalten, ein neues Passwort zu setzen.

Geräte mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich oder später unterstützen die grundlegenden Richtlinien zum Geräte-Management. Je nach Hersteller des Geräts, Modell und Version des Betriebssystems gibt es aber gewisse Einschränkungen.

Damit sie die Policies extern einsehen oder ändern können, müssen Sie eine App installieren, die die notwendigen Device Administration APIs enthält. Der standardmäßige E-Mail-Client von Android unterstützt Remote Wipe und die APIs für das Erzwingen von Passwörtern. Microsoft Exchange ActiveSync kann diese extern managen.

Fortschrittliches Geräte-Management für Android

Suchen Sie nach umfassenderen Leistungsfähigkeiten, dann kaufen Sie vielleicht besser ein EMM-Produkt von einem entsprechenden Anbieter wie zum Beispiel VMware AirWatch, BlackBerry, IBM, MobileIron oder SOTI.

Bei Android steht jedes EMM-Produkt mit einer Agent-App in Verbindung. Der Anwender oder die IT-Abteilung muss sie auf dem Gerät installieren. Entweder geschieht das über den Webserver des Unternehmens oder via Google Play Store.

Während der Installation muss der Anwender dem Agent administrative Rechte einräumen. Nur dann lassen sich entfernte Befehle vom EMM-Produkt akzeptieren und die IT-Abteilung hat die Kontrolle über das Geräte-Management des Android-Systems sowie möglicherweise über weitere Richtlinien.

Android 5.0 Lollipop hat eine neue und eingebaute Form von Geräte-Management eingeführt, die auch als Android for Work bekannt ist. Die neuen Leistungsmerkmale durch Android for Work enthalten:

  • Installation von Android Apps ohne das Zutun des Anwenders
  • Entfernte Konfiguration der Apps
  • Ein sicherer Container für gemanagte Apps
  • Bessere Isolation gemanagter Apps vor böswilligen Apps, die sich möglicherweise außerhalb des Containers befinden.

Die Möglichkeiten von Android for Work benötigen ein EMM-Produkt, das mit einem Device Policy Client kommuniziert. Wollen Unternehmen Android for Work nutzen, dann müssen Sie sich zunächst bei Google registrieren, ein Profil konfigurieren und Anwender zu einer registrierten Domäne hinzufügen, um das Profil auf ein gemanagtes Gerät übertragen zu können.

Auch wenn Android for Work in Android 5.0 eingebaut ist, lässt es sich auch auf Geräten mit Android 4 betreiben. Dazu installieren Sie die Android for Work-App von Google.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+ und Facebook!

Artikel wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Mobile Management

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close