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Mit Backup Eagle den Überblick über Datensicherung behalten

Backups müssen nicht nur optimal konfiguriert sein, sondern auch ständig überwacht werden, um deren erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten. Hier setzen Tools wie Backup Eagle an.

Die Sicherung von Unternehmensdaten und vor allem der Nachweis, dass Backups regelmäßig und korrekt erfolgen, wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Gründe dafür sind unter anderem steigende Compliance- und Audit-Anforderungen, wachsende Datenvolumina, komplexe, heterogene IT-Landschaften sowie erhöhte Risiken durch Ausfälle, fehlerhafte Backups oder Cyberangriffe. In vielen Organisationen sind Backups und Restore-Prozesse über unterschiedliche Tools verteilt, werden per E-Mail-Bericht oder Log-Dateien überprüft, was einen aufwändigen, fehleranfälligen und nicht selten unübersichtlichen Prozess darstellt.

Vor diesem Hintergrund stellt eine zentrale Überwachungs- und Dokumentationslösung für Backup und Restore, kombiniert mit Storage-Monitoring und Audit-Reporting, einen erheblichen Mehrwert dar: Sie verspricht Transparenz, Automatisierung, Nachweissicherheit und mehr Effizienz im täglichen Betrieb. Genau hier setzen Tools wie Backup Eagle Enterprise an: Als herstellerunabhängiges Monitoring- und Reporting-Tool für Backup-Umgebungen für On-Premise- oder Hybrid-Betrieb.

Backup Eagle Enterprise: Backup-Monitoring Made in Germany

Backup Eagle ist ein deutsches Unternehmen, dass 1999 von Martin Schmitz gegründet wurde. Der Name Eagle wurde gewählt, weil der Adler für den von oben überwachenden Blick oder besser Überblick stehen soll.

Das Tool ist keine Backup-Software im klassischen Sinne, sondern eine Monitoring- und Reporting-Plattform, die unabhängig vom darunterliegenden Backup-Tool arbeitet. Ziel ist es, eine zentrale Kontrolle und Übersicht über alle Backup- und Restore-Jobs, Backup-Server, Backup-Devices und deren Konfiguration zu bieten.

Die Enterprise-Version adressiert große Unternehmen und Managed Service Providers (MSPs) mit komplexen und verteilten Infrastrukturen, die Cloud-Variante wurde eher für kleine und mittelständische Firmen konzipiert (KMU). Enterprise speichert die Daten auf lokalen Speichersystemen des Kunden.

Einige der Kernfunktionen sind die folgenden:

Integration eines Ticketsystems

  • Multi-Interface-Option, da einige Backup-Apps noch Agenten benötigen, ansonsten erfolgt die Anbindung über API und SSH
  • Backup-Reports in verschiedenen Formaten (über 100 möglich)
  • Monitoring-Regeln, die individuell angepasst werden können
  • PSA-Integration
  • Erkennung fehlender Backups und Backup-Anomalien
  • Health Monitoring für Backup-Servers und -Geräte
  • Unbegrenzte Datenaufbewahrung
  • Erkennen und Beseitigen von Sicherungsfehlern, die keine sind
  • Erfüllen der NIS-2- und DORA-Anforderungen

Die Lösung unterstützt eine breite Palette Backup-Tools und Storage-Systeme. Die Liste der unterstützten Software umfasst beispielsweise Acronis Cyber Protect Cloud, Commvault, Proxmox Backup Server, Rubrik, Veeam und Veritas NetBackup.

 

Das Custom Backup Results Interface soll die Integration zusätzlicher Tools und proprietärer Backup-Lösungen ermöglichen. Damit lassen sich auch weniger verbreitete oder hausinterne Backup-Mechanismen integrieren.

Warum Backup-Monitoring wichtig ist

In heutigen IT-Landschaften sichern Unternehmen ihre Daten längst nicht mehr mit einem einzigen Werkzeug. Physische und virtuelle Server, SaaS, Dateiservices, Datenbanken, Container-Workloads und Cloud-Speicher bringen meist ein eigenes Backup- oder Snapshot-System mit und damit auch unterschiedliche Logiken, Reporting-Formate und Fehlerbilder. Genau an dieser Stelle wird Backup-Monitoring zu einer strategischen Notwendigkeit: Nur eine zentrale Instanz kann in heterogenen Umgebungen sicherstellen, dass alle Backup- und Restore-Prozesse tatsächlich so funktionieren, wie es die Organisation erwartet.

Backup-Monitoring-Lösungen bündeln Informationen aus verschiedenen Backup-Servern und Storage-Systemen und schaffen eine übergreifende Sicht auf alle Jobs, Aufbewahrungsregeln und Speicherzustände. Die technische Stärke liegt dabei in der Automatisierung: Tägliche Log-Analysen, Berichte und konsolidierte Dashboards ersetzen die manuelle Prüfung einzelner Backup-Tools und reduzieren damit im Betrieb nicht nur die Fehleranfälligkeit, sondern auch den administrativen Aufwand. Gerade in großen oder verteilten Umgebungen ist das ein entscheidender Effizienzfaktor.

Ein weiterer Kernaspekt ist die Früherkennung von Problemen. Viele Risiken – deaktivierte oder nicht gestartete Jobs, fehlgeschlagene Inkrementalsicherungen, leere Backups oder Abweichungen in der Aufbewahrung – sind in den einzelnen Tools zwar technisch vorhanden, aber oft schwer auffindbar oder werden im Betriebsalltag übersehen. Ein zentrales Monitoring identifiziert solche Anomalien frühzeitig und macht sie sichtbar, bevor ein Restore scheitert oder Daten unwiederbringlich verloren gehen.

Auch im Kontext von Compliance und Audit spielt Backup-Monitoring eine wichtige Rolle. Unternehmen müssen häufig über lange Zeiträume nachweisen können, dass ihre Backup-Strategien korrekt umgesetzt wurden. Durch die historisierte Datenerfassung, Änderungsprotokolle und auditierbare Reports lassen sich Backup- und Restore-Aktivitäten transparent dokumentieren – ein Vorteil für Zertifizierungen, interne Revision oder externe Prüfungen.

Flexibilität ist ein weiterer Faktor: Schnittstellen zu Ticketing-Systemen, Identity-Management oder Konfigurations-Tools ermöglichen, Monitoring-Daten direkt in bestehende Prozesse zu integrieren. Individuelle Reports oder anpassbare Dashboards erlauben es, Zuständigkeiten, Prioritäten und SLAs spezifisch abzubilden. Für Managed Service Provider kommt die Mandantenfähigkeit hinzu, die eine sichere Trennung der Kundendaten, einheitliche SLA-Überwachung und ein strukturiertes Abrechnungsmodell erlaubt.

Im Ergebnis sorgt Backup-Monitoring nicht nur für Transparenz, sondern auch für Betriebssicherheit: Es reduziert Risiken, beschleunigt Reaktionen auf Fehlentwicklungen und schafft eine konsistente Grundlage für Nachweise und Audits – unabhängig davon, wie vielfältig die Backup-Landschaft eines Unternehmens ist.

Mögliche Herausforderungen

Der Einsatz einer zentralen Backup-Monitoring-Lösung bringt zahlreiche Vorteile, stellt Organisationen jedoch auch vor spezifische Herausforderungen, die je nach Backup-Landschaft unterschiedlich stark ins Gewicht fallen. Eine der zentralen Abhängigkeiten ist die Qualität der Daten, die die angebundenen Backup-Systeme selbst liefern. Liefert ein Tool nur rudimentäre Logs oder stellt wichtige Statusinformationen nicht über APIs oder Protokolle bereit, kann ein übergeordnetes Monitoring nur eingeschränkt detaillierte Aussagen treffen. Die Aussagekraft von Fehleranalysen, Trendauswertungen oder Aufbewahrungskontrollen hängt daher unmittelbar von der Tiefe des verfügbaren Quell-Loggings ab.

Ein weiterer Aspekt ist der anfängliche Integrationsaufwand. Heterogene oder über Jahre gewachsene Backup-Umgebungen erfordern in der Regel eine sorgfältige Erfassung von Regeln, Filtern, Abhängigkeiten und Reporting-Anforderungen. Monitoring-Richtlinien, Dashboards, Rollen- und Rechtekonzepte oder individuelle Reports müssen an die tatsächlichen Betriebsprozesse angepasst werden. Insbesondere in Umgebungen mit mehreren Backup-Tools, unterschiedlichen Aufbewahrungsstrategien oder kundenspezifischen SLAs kann die initiale Konfiguration entsprechend komplex ausfallen.

Auch der Betrieb selbst ist ein Thema, das IT-Verantwortliche realistisch bewerten sollten. In sehr großen oder mandantenbasierten Installationen — beispielsweise bei Managed Service Providern — entsteht zusätzlicher Aufwand für Governance, Fehlermanagement, Mandantentrennung, Berechtigungsverwaltung und Audit-Vorbereitung. Wird die Monitoring-Lösung in einem hochverfügbaren oder georedundanten Architekturmodell betrieben, steigen entsprechende Infrastruktur- und Betriebsanforderungen ebenfalls. Diese Faktoren sind kein Hindernis, sollten aber in Kapazitäts- und Ressourcenplanungen berücksichtigt werden.

Empfehlung für die Integration eines Monitoring-Tools

Der Einsatz einer Monitoring-Lösung wie Backup Eagle Enterprise bietet sich vor allem dann an, wenn Unternehmen eine vielfältige Backup-Landschaft betreiben und eine konsolidierte Sicht über mehrere Tools, Standorte und Workloads benötigen. Besonders attraktiv ist ein zentralisiertes Monitoring, wenn manuelle Logprüfungen, verteilte Konsolen oder Tool-spezifische Reports den Betriebsaufwand erhöhen oder zu Blind Spots (blinden Flecken) führen. Auch regulatorische Anforderungen, ISO- oder Branchenstandards sowie interne Revisionen profitieren von einer Lösung, die Backup-, Restore- und Storage-Historien langfristig nachvollziehbar dokumentiert. Für Organisationen mit Multi-Tenant-Strukturen bietet ein gemeinsames Monitoring zudem einen klaren Vorteil bei SLA-Steuerung und Nachweisführung.

In der Praxis hat sich ein schrittweises Vorgehen bewährt, das wie folgt aussehen kann.

1. Pilotphase: Die Einführung sollte mit einem überschaubaren Teil der Infrastruktur beginnen, etwa einem Standort oder einem einzelnen Backup-Tool. So lässt sich bewerten, wie gut Log-Qualität, Reports, Fehleranalysen und Prozessintegration zur eigenen Umgebung passen.

2. Prozessintegration: Bereits in der Pilotphase sollten Alerts in Ticketing- oder ITSM-Systeme eingebunden, Rollenmodelle definiert und Dashboard-Ansichten für operative Teams, Management oder Auditoren abgestimmt werden.

3. Schrittweiser Rollout: Abhängig von den Ergebnissen kann die Einführung anschließend sukzessive erweitert werden, beispielsweise nach Tool, Mandant oder Standort, um Aufwand und Veränderung kontrolliert zu steuern.

4. Governance und Dokumentation: Parallel sollte festgehalten werden, welche Jobs kritisch sind, welche Intervalle gelten und wie oft welche Reports geprüft werden. Eine klare Dokumentation schafft konsistente Backup-Prozesse und verhindert, dass sich erneut ein silobasiertes oder ad-hoc betriebenes Monitoring etabliert.

Marktsituation für Backup-Monitoring-Lösungen

Der Markt für Backup, Recovery und insbesondere Backup‑Monitoring beziehungsweise Reporting ist vielfältig und im Wandel mit einer Reihe etablierter Anbieter, aber auch spezialisierten Monitoring‑ und Reporting‑Plattformen, die mit der von Backup Eagle vergleichbar sind.

Eine der bekannteren Lösungen mit Fokus auf Monitoring und Reporting ist Bocada. Bocada bietet eine zentrale Übersicht über Backup- und Storage-Umgebungen, konsolidiert Performance- und Job-Daten verschiedenster Backup‑ und Storage‑Systeme und generiert automatisierte Berichte für Backup-Erfolge, Trends und Fehlermeldungen.

Ein anderes Beispiel aus dem Umfeld größerer spezialisierten Backup-Anbieter ist Veeam ONE, ein Tool, das vor allem für Umgebungen gedacht ist, die auf Veeam Backup & Replication und Veeam‑basierte Backup‑Infrastrukturen setzen. Das Tool bietet Monitoring, Reporting und Analyse für Veeam-Backups, inklusive SLA‑Checks, Job‑Verfolgung und Kapazitätsauswertungen.

Darüber hinaus gibt es im Markt zahlreiche hausinterne oder Ansätze, die heterogene Backup‑Umgebungen adressieren. Manche Anbieter oder Nutzergruppen berichten, dass sie Monitoring‑ und Reporting-Systeme selber entwickeln oder klassische Monitoring-/RMM‑Tools (zum Beispiel mit Log-Aggregation und Alert‑Mechanismen verwenden, wenn keine umfassende Lösung für die jeweilige Umgebung verfügbar ist.

Backup Eagle positioniert sich als herstellerunabhängige, übergreifende Monitoring- und Reporting-Plattform. Anders als bei Lösungen, die an ein spezifisches Backup‑Tool gebunden sind wie zum Beispiel Veeam ONE für Veeam, verspricht der Anbieter, verschiedene Backup- und Storage-Systeme gleichzeitig zu überwachen — etwa Disk, Tape, Virtualisierung, unterschiedliche Backup‑Softwares — und daraus ein einheitliches Monitoring‑ und Reporting-Modell zu erzeugen.

Eine solche Unabhängigkeit kann gerade bei Organisationen mit heterogenen oder historisch gewachsenen Backup‑Landschaften einen großen Vorteil darstellen. Auch für MSPs, die mehrere Mandanten betreuen und unterschiedliche Systeme konsolidieren müssen, kann eine solche Lösung operativ effizient sein.

Der Wettbewerb ist spürbar: Anbieter wie Veeam, ScalePad oder große Backup-/Recovery-Suiten (oft kombiniert mit eigenen Monitoring/Management‑Funktionen) decken bereits einen großen Teil des Marktes ab, insbesondere dort, wo homogene Umgebungen existieren. Die Verbreitung von Cloud‑, Hybrid‑ und Multi‑Vendor-Setups nimmt aber zu, was das Bedürfnis nach unabhängigem Monitoring verstärken könnte.

Gleichzeitig ist der Markt für Backup‑Monitoring zunehmend fragmentiert: Neben etablierten Lösungen entstehen spezialisierte Anbieter, Open‑Source‑ oder interne Lösungen, RMM‑ oder Log‑Management‑Tools, und hybride Ansätze, die Backup‑Monitoring mit IT‑Service‑Management, Asset‑Management oder Reporting kombinieren. Das führt zu einer Vielfalt an Optionen und macht eine fundierte Evaluation notwendig.

Der Erfolgsfaktor liegt weniger in einer technologischen Alleinstellung, da es durchaus alternative Lösungen gibt, sondern in der Fähigkeit, Flexibilität, Skalierbarkeit und Mandantenfähigkeit mit stabiler, zuverlässiger Fehlererkennung, tiefgehender Analyse und komfortablem Reporting zu verbinden.

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