Viele Dimensionen und Attribute verwalten: In-Memory-Datenbank von Panoratio

Panoratio hat BARC das Produkt Panoratio PDI präsentiert. Es handelt sich hierbei um eine In-Memory-Datenbank mit Frontend für die Bearbeitung vieler Dimensionen.

Panoratio zeigte bei BARC kürzlich das Produkt Panoratio PDI. Es handelt sich hierbei um eine In-Memory-Datenbank mit Frontend.

Panoratio positioniert sich selbst als Anbieter für die performante Datenbereitstellung und den Aufbau einer semantischen Schicht auf Basis bereits bestehender Data-Warehouse-Architekturen. Diese Schicht wird von Panoratio als Lean Data Warehouse bezeichnet und verwendet so genannte .pdi-Files, um die Daten und Metadaten zu speichern. Ursprünglich wurde die Technologie von Siemens entwickelt, um Messwerte von Gasturbinen aufzuzeichnen und zu analysieren.

Der Einsatz der Lösung zielt vor allem auf Anwendungen mit großen Datenbeständen (ab mehreren Mio. Datensätzen) und einer Vielzahl von Dimensionen ab. Im Krankenkassenbereich sind Referenzen mit bis zu 50 Dimensionen bekannt. Dies ist sicherlich einer der deutlichsten Unterschiede zu anderen Lösungen im Data-Warehouse-Umfeld.

Nach eigenen Angaben erreicht Panoratio eine Kompressionsrate von 1 zu 20 bis 1 zu 100. Um diese hohen Kompressionsraten zu erreichen, versucht Panoratio Muster in den Daten zu erkennen. Darauf basierend werden nur noch Abweichungen zu diesen Mustern gespeichert.

Stärke der Lösung ist sicherlich die Verarbeitung großer und vieler Dimensionen und großer Datenmengen mit der In-Memory Datenbank. Eine weitere Stärke liegt ebenso in der einfachen Administration der Lösung und somit auch im Zugang für einen versierten Fachbereich.

Das Frontend von Panoratio ist für die Auswertung der großen Datenmengen konzipiert. Nach dem ersten Eindruck im BARC-Labor ist es aber sicherlich eine Herausforderung mit den Marktgrößen in Bezug auf Funktionalität mithalten zu können. Aus diesem Grund ist es sicherlich spannend, dass Panoratio verstärkt auch Standardschnittstellen für Dritt-Werkzeuge im Frontend anbietet und anbieten wird. So ist eine Nutzung der In-Memory Technologie mit anderen Herstellern möglich. Bekannt sind uns in diesem Umfeld unter anderem SAP Business Objects, IBM Cognos, Bissantz und Microsoft.

Herausforderung der gesamten Lösung liegen sicherlich in einem restriktiven Betrieb bei Unternehmen. So sind auch in der Entwicklung von Panoratio Funktionen für Security und Administration ganz oben auf der Roadmap.

Über den Autor:

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

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