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Umfrage zu den wichtigsten Gründen für die Desktop-Virtualisierung

TechTarget hat über 500 IT-Entscheider nach ihren Gründen für die Desktop-Virtualisierung befragt. Das einfachere Management liegt dabei weit vorne.

Unsere englischsprachige Schwesterseite SearchVirtualDesktop.com hat mehr als 500 IT-Entscheider danach befragt, warum sie Desktop-Virtualisierung einsetzen. Dabei geben Administratoren für gewöhnlich mehrere Gründe dafür an, der gemeinsame Nenner bei dieser Umfrage war aber das vereinfachte Management.

Tatsächlich gaben im TechTarget 2015 Desktop Virtualization Survey 71 Prozent der Befragten an, ihre VDI-Umgebung (Virtual Desktop Infrastructure) vor allem wegen des einfacheren Managements des End-User-Computings ausbauen zu wollen. Daneben gibt es allerdings noch zahlreiche weitere Gründe, die zur Desktop- und App-Virtualisierung führen, was den realen Nutzen dieser Technologie unterstreicht.

Der am zweithäufigsten genannte Grund für die Ausweitung virtueller Desktop-Infrastrukturen ist die Möglichkeit, Anwendern von überall aus Zugriff auf Firmenressourcen geben zu können, so 55 Prozent der befragten IT-Profis. Entsprechend führten 39 Prozent den BYOD-Trend (Bring Your Own Device) und das Arbeiten mit Smartphones und Tablets als Haupttreiber dieser Entwicklung an.

Den zunehmenden Mobility-Trend verspüren auch die großen Virtualisierungsanbieter, die durch die  Entwicklung von Application- und Workspace-Delivery-Lösungen davon zu profitieren versuchen. Citrix beispielsweise hat die Cloud-basierte Management-Plattform Workspace Cloud veröffentlicht, die Administratoren das Bereitstellen und Verwalten virtueller Desktops und Anwendungen sowie der dazugehörigen Daten erleichtern soll. VMware arbeitet derzeit an einem ähnlichen Produkt, das derzeit als Project Enzo bekannt ist, und verfügt über ein App-Layering-Produkt namens App Volumes.

Als weitere Gründe wurden in der Umfrage die höhere Sicherheit (53 Prozent) und mögliche Kosteneinsparungen (50 Prozent) genannt. Für 27 Prozent der Befragten spielt auch die Unterstützung alter Windows-Anwendungen eine Rolle, ein gleich großer Anteil nutzt die Desktop-Virtualisierung zudem zur Migration von Betriebssystemen.

Die Desktop-Virtualisierung kann hierbei helfen, indem Anwender virtualisiert Zugang zu alten Windows-Applikationen behalten, die sie für ihre tägliche Arbeit brauchen. Gerade auch bei der Migration von älteren Windows-Versionen auf Windows 10 dürfte dieser Grund noch eine wichtige Rolle spielen.

Ergebnisse der TechTarget 2015 Desktop Virtualization Survey

Die Umfrage brachte auch ans Licht, dass mehr als drei Viertel der Befragten in den nächsten Monaten VDI-Implementationen ausbauen oder bereitstellen wollen, was das Wachstum der Technologie hin zum Mainstream zeigt. Die Gründe hierfür liegen im leichteren Management von VDI-Umgebungen, zudem haben IT-Abteilungen mittlerweile ein besseres Verständnis dafür, welche Anwendungsfälle damit abgedeckt werden können – zum Beispiel zur Erhöhung der Sicherheit für Regierungsorganisationen. 43 Prozent der Teilnehmer planen die Bereitstellung von virtuellen Anwendungen, 34 Prozent wollen Client-VMs implementieren und 27 Prozent Remote Desktop Session Host (RDSH) nutzen.

Auch wenn der Einsatz der Desktop-Virtualisierung durch geringere Hardwarekosten und das einfachere Management an sich schon ein großes Potenzial zur Kostenreduktion bietet, versuchen Unternehmen natürlich immer, ihre IT-Kosten weiter zu senken. Aus diesem Grund gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, den Wechsel zu einem kostengünstigeren Hypervisor anzustreben.

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