Roadmap für die Implementierung des SAP Solution Manager

Der SAP Solution Manager ermöglicht mit seinen Funktionen die prozessorientierte Steuerung und Dokumentation von SAP-Implementierungsprojekten.

Anmerkung der Redaktion: Der folgende Beitrag ist der erste einer dreiteiligen Artikelserie über den Aufbau einer Roadmap zur Einführung des SAP Solution Managers als Applikationsmanagement-Plattform. Dieser Teil gibt eine allgemeine Abfolge bei der Installation einzelner Module vor, die von Unternehmen übernommen werden kann. Die Teile zwei und drei beschäftigen sich mit dem Aufbau eines individuellen Blueprints zur Einführung des SAP Solution Manager, den Vorzügen des Business-Process-Repository (BPR) und Aspekten, die zu einer Beschleunigung der Implementierung beitragen.

Die aktuelle Version 7.1 des SAP Solution Manager ist bereits im August 2011 auf den Markt gekommen (ein neues Release wird für 2015 erwartet). Seit diesem Zeitpunkt haben zahlreiche Unternehmen die Applikationsmanagement-Plattform zur Überwachung und Steuerung der SAP-Anwendungslandschaft in Betrieb genommen.

Die Kunden nutzen dabei zahlreiche Funktionalitäten, die das Release mitbringt, etwa in den Modulen Technisches Monitoring, Lösungsdokumentation sowie Verwaltung der Änderungskontrolle (Change Control Management).

Am häufigsten werden im SAP Solution Manager 7.1 die bewährten Funktionen des Technischen Monitorings genutzt. Durch den Einsatz der Module für das Testmanagement, die Lösungsdokumentation oder die Verwaltung der Änderungskontrolle können Kunden wiederum Innovationen schneller umsetzen, den Betrieb der SAP-Applikationen optimieren und Kosten reduzieren.

Viele Unternehmen sind jedoch unsicher und haben Schwierigkeiten zu erkennen, wo sie zuerst mit dem SAP Solution Manager ansetzen sollen. Somit besteht die Gefahr, dass das Potenzial der Lösung nicht vollständig ausgeschöpft werden. 

Die große Anzahl an Funktionalitäten, die das Release 7.1 des SAP Solution Manager den Anwendern bietet, kann auf diese zudem entmutigend wirken. Dies lässt sich mit folgendem Trick umgehen: Zunächst wird eine Prioritätenliste der gewünschten Funktionen erstellt und diese dann strukturiert nach einem sinnvollen Vorgehen Modul für Modul abgearbeitet.

Szenarien für die Implementierung des SAP Solution Manager

Abbildung 1 zeigt den typischen Ablauf einer Implementierung des SAP Solution Manager. Nach Abschluss der Basisinstallation und dem Aufbau der Systemlandschaft, stellen die Module, die auf der untersten Stufe der Implementierungspyramide angezeigt werden, die Building Blocks dar, die von den Modulen auf den Stufen darüber benötigt werden, um Aufgaben effizient bewältigen zu können.

Abbildung 1: Aufbau einer typischen Installationsabfolge der einzelnen Module des SAP Solution Manager.

Ein Beispiel: Um die Planung und Koordination des Testmanagement im Solution Manager zu verbessern, muss im ersten Schritt die Lösungsdokumentation implementiert werden, damit die für das Testmanagement erforderliche technische Dokumentation der SAP-Systemlandschaft ausgeführt werden kann. Mit Hilfe des Moduls Lösungsdokumentation lassen sich sämtliche Geschäftsprozesse definieren, die in einer SAP-Landschaft genutzt werden.

Das ist eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz des Business Process Change Analyzer (BPCA) als zentralem Bestandteil des Testmanagement-Moduls. Mit dem BPCA lässt sich genau feststellen, welche Geschäftsprozesse von Änderungen am System, wie etwa durch Support Packages, Eigenentwicklungen oder Add-On-Installationen, betroffen sind und wie diese sich auswirken – und zwar noch bevor sie installiert sind. 

Durch diese Änderungsauswirkungsanalyse können alle Prozesse und Transaktionen, die von den Änderungen betroffen sind, identifiziert werden. Dadurch lassen sich Testpläne einfacher erstellen und die Testumfänge werden optimiert.

Je weiter man in der Implementierungs-Pyramide nach oben geht und je mehr Module zur Verfügung stehen, desto mehr wird der SAP Solution Manager zur „single source of truth“ beim Applikationsmanagement. Dadurch sinkt auch die Abhängigkeit von den Softwareprodukten von Drittanbietern.

Innerhalb der Pyramide in Abbildung 1 sind die technischen Module des SAP Solution Manager wie der Applikationsbetrieb, das Wartungsmanagement und der Geschäftsprozessbetrieb durch Kacheln in brauner Farbe dargestellt. Diese Module leisten einen wichtigen Beitrag zu einer verbesserten zentralen Verfügbarkeit, Performance und Qualität aller benötigten Informationen und ermöglichen die Automatisierung von Abläufen nach der Methode Run SAP Like a Factory (RSLaF).

Dieses Konzept verfolgt das Ziel, SAP-Lösungen effektiv und effizient zu verwalten und zu betreiben. Status- und Laufzeit-Informationen der wichtigsten Geschäftsprozesse und Schnittstellen werden dabei über das zentrale Operations Control Center des SAP Solution Manager bereitgestellt.

Die projektbezogenen Module des SAP Solution Manager wie Testmanagement, Änderungskontrolle und Ereignismanagement (Application Incident Management) sind wiederum durch die helleren, goldfarbenen Kacheln innerhalb der Pyramide dargestellt. Diese Module sind in der Kategorie Applikation Lifecycle Management (ALM) gruppiert, wobei die SAP-Applikationen im Mittelpunkt stehen.

Die RSLaF-Methode und die ALM-Module unterstützen den CIO mit Scorecards und Analyse-Funktionen bei der Umsetzung und Optimierung der IT-Strategie- und der IT-Ressourcenmanagement-Planungen.

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