Red Hat und SAP setzen mit Enterprise Linux für HANA auf strategische Allianz

Mit Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA bauen die beiden Softwareanbieter ihre Kooperation aus. Das umfasst unter anderem auch SAP HANA für AWS.

Red Hat und SAP bauen ihre strategische Kooperation mit Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA aus. Gemeinsam erweitern die Unternehmen das SAP-Daten-Management-Portfolio.

Die Linux-Distribution arbeitet neben SAP HANA auch mit den Daten-Management-Lösungen SAP IQ (früher SAP Sybase IQ), SAP Adaptive Server Enterprise (SAP ASE) und SAP SQL Anywhere zusammen. Firmen erhalten durch die Bereitstellung verschiedene Optionen für ihre In-Memory-Anwendungen. SAP und Red Hat wollen Kunden zudem dabei unterstützen, Big Data und Cloud Computing optimal ausnutzen zu können.

„Durch die Zusammenarbeit mit Red Hat und der Option, SAP HANA unter Red Hat Enterprise Linux zu betreiben, wollen wir Kunden eine weitere Möglichkeiten für den Einsatz ihrer SAP-Lösungen bieten“, erläutert Steve Lucas, President Platform Solutions bei SAP, die Zusammenarbeit.

Red Hat liefert das Betriebssystem, SAP mit HANA in Kombination mit SAP-zertifizierter Hardware die Infrastruktur. SAP HANA soll Unternehmen helfen, die eigenen Geschäftstransaktionen schneller zu erfassen, so dass sie Entscheidungen in Echtzeit treffen und Geschäftsprozesse optimieren können. Durch die Kooperation ist es möglich, mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) eine Standard-Plattform für SAP-Lösungen zu verwenden.

Laut SAP und Red Hat lässt sich Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA in wenigen Schritten installieren. Das gilt auch für die Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur. Die beiden Unternehmen weisen zudem auf die Skalierbarkeit, Flexibilität sowie Performance, Security und offenen Standards hin.

Wollen Firmen ihr Daten-Management in eine Public Cloud auslagern, können sie ebenfalls Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA sowie das SAP-Daten-Management-Portfolio, in Form von SAP HANA für Amazon Web Services (AWS) verwenden. Kunden sollen laut Red Hat und SAP in der Lage sein, vorhandene SAP-Lizenzen in die Cloud verlagern zu können. Damit werden bereits eingesetzte SAP-Anwendungen um Red Hat Enterprise Linux erweitert.

Die beiden Softwareanbieter bezeichnen Red Hat Enterprise Linux für SAP HANA als vorläufigen Höhepunkt der langjährigen Partnerschaft. „Wir freuen uns, dass wir die Geschäftsbeziehungen zu SAP ausbauen und Kunden eine flexible, skalierbare, standardisierte Grundlage für ihre SAP-Landschaft bereitstellen können“, sagt Arun Oberoi, Executive Vice President, Global Sales and Services bei Red Hat.

Bereits im März 2014 haben die beiden Firmen eine Data-Warehouse-Infrastruktur präsentiert. Hierbei wurde laut Red Hat und SAP ein neuer Rekord für ein Data Warehouse erzielt. Zum Einsatz kamen SAP HANA und SAP IQ mit BMMsoft Federated EDMT auf HP DL580-Servern, die auf Basis von Intel-Xeon-E7-4870-Prozessoren arbeiten.

Als Betriebssystem wurde Red Hat Enterprise Linux 6 eingesetzt. Die Storage-Komponenten kamen von NetApp (E5460). Für die Tests und die Entwicklung des Data Warehouses mit 12,1 Petabyte war das Team im SAP/Intel Petascale Cloud Lab in Santa Clara verantwortlich. Überwacht wurden die Tests vom Benchmark-Spezialisten InfoSizing.

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