Funktionen von SAP BusinessObjects 4.1 und Ausblick auf Version 4.2

SAP BusinessObjects 4.1 bietet eine tiefere Integration für wichtige Business-Intelligence-Bereiche. 2015 wird nun ein weiteres Release erwartet.

Mit Version 4.1 von SAP BusinessObjects Business Intelligence (BI) unterstützt SAP Kunden bei der Behebung diverser Mängel und Probleme aus dem Vorgängerrelease 4.0. Zugleich weist die (noch) aktuelle Version eine Reihe neuer Funktionen auf, zeichnet sich durch eine noch engere Integration mit dem SAP Business Warehouse aus (SAP BW) und unterstützt obendrein zusätzliche Datenquellen.

„Meiner Ansicht nach hatten viele Kunden bereits sehnsüchtig auf die Veröffentlichung des Release 4.1 von SAP BusinessObjects gewartet, das im Vergleich zum Vorgänger eine Reihe wichtiger und nützlicher Elemente aufweist“, sagt Rita Sallam, Analystin beim Beratungshaus Gartner.

Es handelte sich um das erste Major-Release seitdem SAP die SAP BusinessObjects Business Intelligence Suite 4.0 im Frühjahr 2011 auf den Markt gebracht hatte. Laut Sallam wurden durch das Release einige Probleme gelöst, durch die sich die Vorgängerversion „auszeichnete“. „Die Markteinführung von SAP BusinessObjects 4.0 war nicht gerade reibungslos verlaufen und SAP brauchte eine gewisse Zeit und eine bestimmte Anzahl nachträglicher Point-Releases, um die Qualitätsmängel zu beheben und die Stabilität des neuen Business-Intelligence-Softwareprodukts zu erhöhen“, so Sallam. „Einige anwenderorientierte Funktionen, die auch von den Kunden geschätzt wurden, mussten aus der Version 4.0 wieder entfernt werden. In Version 4.1 sind diese aber wieder verfügbar.“

Kunden hatten eine Reihe von Problemen, um ein Upgrade von früheren SAP-BusinessObjects-Versionen auf das Release 4.0 auszuführen, erläutert Sallam und nennt die Umstellung „eine der turbulentesten“, die sie je gesehen hat. Das Release 4.1 wurde als etwas angepriesen, das viele dieser Hindernisse überwindet.

Endanwender wollen einfache Bedienung und Integration

Tammy Powlas, Endanwender und Senior Business Analyst bei Fairfax Water, einem Wasserversorger aus dem US-Bundesstaats Virginia, würdigt die in SAP BusinessObjects 4.1 verbesserte Integration der einzelnen BI-Tools. „Es gibt eine hohe Interoperabilität zwischen den einzelnen Analysewerkzeugen. Man kann OLAP-Analysen (Online Analytical Processing) jetzt auch problemlos mobil ausführen. Ich finde, dass gerade beim OLAP-Analysetool zahlreiche Verbesserungen im Hinblick auf die Anwenderfreundlichkeit gemacht wurden. Self-Service-BI war mit diesem Werkzeug zwar schon vorher möglich, aber mit der Optimierung ist es meiner Ansicht nach wirklich zu einem ‚echten’ BI-Self-Service-Werkzeug geworden. Möglich ist dies, da es im Release 4.1 die BI-Tools eng miteinander verzahnt sind.“

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Darüber hinaus hat SAP den Installationsprozess bei SAP Business Objects 4.1 einfacher gestaltet. Die aktuelle Version der BI-Suite bezieht aufgrund von Erweiterungen zudem eine größere Anzahl von Datenquellen ein, insgesamt sind es mehr als 140. BusinessObjects 4.1 unterstützt außerdem neue Datentypen, darunter Amazon Elastic MapReduce und Apache Hive.

Dieser Wandel spiegelt nach Ansicht von Sallam die Versuche von SAP wider, der BI-Suite zu mehr Attraktivität zu verhelfen: „Unternehmen nutzen bisher für die Datenanalyse andere Werkzeuge wie Microsoft SQL Server Analysis Services (SSAS), Oracle Essbase, Oracle Exadata oder Oracle OLAP“, erklärt Sallam. „Sie sind damit möglicherweise nicht gut bedient. Mit dem Release 4.1 verlieren Firmen eventuell die Scheu vor einem SAP-zentrischen Ansatz beim Business Intelligence.“

Laut Ethan Jewett, einem unabhängigen Berater, der auf BI-Projekte spezialisiert ist, hat SAP in der Version 4.1 von SAP BusinessObjects vor allem die Interoperabilität mit dem SAP BW verbessert. In der Vergangenheit hätten die einzelnen BI-Werkzeuge von SAP BusinessObjects auf völlig unterschiedliche Weise mit dem SAP BW zusammengearbeitet. Zudem gab es innerhalb des SAP BusinessObjects-Toolsets Inkonsistenzen bei der Unterstützung von Datenhierarchien oder Berichtsvariablen. „Es war wie wenn alles etwas verstreut sei“, sagt Jewett. Heute können Business Analysten ihre Auswertungen in SAP Lumira, früher bekannt als SAP Visual Intelligence, visualisieren und über die Social-Collaboration-Plattform SAP Jam mit Gelegenheitsanwendern im gesamten Unternehmen teilen.

„SAP BusinessObjects 4.1 schließt eine Unterstützung und Integration mit SAP Jam ein. BI-Analysten und Fachanwender können daher Analysen und Visualisierungen gemeinsam nutzen und besser zusammenarbeiten“, sagt Jayne Landry, Global Vice President und General Manager für Business Intelligence bei SAP.

SAP BusinessObjects 4.2 soll 2015 kommen

Erfolgt Visualisierung von Datenanalysen auf der SAP-BusinessObjects-Plattform, ist das nach Ansicht von Gartner-Analystin Sallam auch hilfreich, um Data-Governance-Anforderungen zu erfüllen. Allerdings muss SAP mit Blick auf Version 4.2 noch daran arbeiten, um bei der Datenvisualisierung die Lücke zu anderen BI-Anbietern schließen zu können, die in diesem Bereich aufgrund ihrer Erfahrung bereits deutlich mehr an Funktionalität bieten. „Speziell im Vergleich zu Anbietern wie Tableau Software oder Tibco Spotfire muss SAP das visuelle Erlebnis für den Anwender deutlich verbessern“, stellt Sallam fest.

Laut der nordamerikanischen SAP-Anwendergruppe ASUG will SAP noch im Jahr 2015 mit der Version 4.2 von SAP BusinessObjects ein weiteres Major Release seiner BI-Suite veröffentlichen. Endanwender sollen dabei im Hinblick auf die Analysen von vielen Vereinfachungen profitieren. Außerdem soll es im künftigen Release 4.2 weitere Verbesserungen bei der Administration, der Handhabung und dem Live-Streaming von Daten geben.

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