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Einzelkomponenten, Lizenzierung und Support-Optionen von SaltStack

SaltStack ist eines der populärsten Automatisierungs-Tools. Ein Überblick über Einzelkomponenten, Lizenzierung und Support-Optionen.

SaltStack, oder kurz auch einfach Salt genannt, bietet Funktionen zum Konfigurations-Management, mit denen das Verpacken und Bereitstellen von Software in operative IT-Umgebungen automatisiert werden kann. SaltStack ist dabei ein noch recht junges Tool und wurde erst 2011 von Tom Hatch entwickelt. Tom Hatch hatte bereits mit den Konfigurations-Management-Tools Chef und Puppet gearbeitet und war auf der Suche nach einer schnelleren Methode des Datensammelns, um damit das Software-Provisioning zu beschleunigen.

Rund um die Open-Source-Version von Salt, Salt Open oder auch Salt O.S.S genannt, gibt es auch eine aktive Community, der zum Beispiel Unternehmen wie British Telecom, LinkedIn, OpenX oder auch Lyft angehören. Salt Open ist unter Apache-2.0-Lizenz verfügbar, mit SaltStack Enterprise gibt es aber auch eine kommerzielle Version.

SaltStack ist in Python geschrieben und kann damit Python-Skripte, aber auch YAML- und JSON-Skripte verarbeiten. Letztere werden hierfür durch den PyDSL Salt Renderer gerendert. SaltStack verfolgt dabei den Anspruch, das zentrale Tool für die Orchestrierung und Automatisierung von Cloud- und IT-Ressourcen zu sein.

Die Komponenten von SaltStack

SaltStack kann entweder im Master-/Minion-Modus oder im Einzelmodus ausgeführt werden. Das Master-/Minion-Modell setzt allerdings die Installation des Salt-Minion-Daemon auf jedem Node voraus. Der Minion-Node sucht anschließend nach einem Master-Server und verbindet sich mit ihm. Der Master-Server wird damit zum Kontrollerver, der sämtliche Daten des Minion-Nodes sammelt sowie Provisioning und Management der Software übernimmt.

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Im Einzelmodus wird der Salt-Minion-Daemon nicht benötigt. Stattdessen kann sich der Node entweder selbst verwalten oder Verwaltungsfunktionen für Nodes bereitstellen, die nicht direkt mit einem Master verbunden sind. Ein wesentlicher Unterschied zwischen SaltStack und anderen Konfigurations-Management-Tools besteht in der hohen Geschwindigkeit, mit der Statusinformationen gesammelt und Skripte ausgeführt werden. Hierfür setzt SaltStack als Message-Bus auf ZeroMQ.

SaltStack verwendet einige Fachausdrücke, die einzelne SaltStack-Komponenten umschreiben:

  • Execution Modules repräsentieren die Funktionen, die über die Plattform hinweg zum Einsatz kommen.
  • State Modules führen Code-Teile aus, mit denen die Konfiguration auf Nodes durchgesetzt, aufgesetzt oder geändert wird.
  • Grains stellen ein System zum Sammeln statischer Informationen eines Nodes zur Verfügung, die für schnellere Zugriffsmöglichkeiten im Arbeitsspeicher gehalten werden.
  • Renderer Modules konvertieren über die SaltStack-Engine Befehle und Skripte, wodurch jedes serielle Skript-Format verwendet werden kann.
  • Returners ermöglichen das Sammeln von Informationen, die von den Nodes gesendet werden, um diese anschließend sinnvoll zu aggregieren.
  • Runners schließlich sind Master-seitige Applikationen, die über den SaltStack-Befehl salt-run ausgeführt werden können.

Lizenzierung von SaltStack

Der Kaufpreis von SaltStack Enterprise ist abhängig vom jeweiligen Einsatzszenario, ganz generell wird SaltStack aber entweder per Node oder auf Basis des Support-Modells lizenziert. Insgesamt gibt es drei Support-Level, die sich an unterschiedliche Unternehmensgrößen richten:

  • SaltStack Basic bietet einen webbasierten Support mit garantierten Antwortzeiten innerhalb eines Tages und grundlegendem Training. SaltStack Basic enthält auch Rabatte auf weiterführende Trainings oder Workshops, beispielsweise für Continuous Delivery und DevOps.
  • SaltStack Priority bietet neben dem webbasierten Support auch telefonischen Support und Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit je nach vereinbartem SLA. Wie im Basic-Modell sind auch hier Trainings und Rabatte enthalten. SaltStack Priority bietet darüber hinaus aber auch eine jährliche Überprüfung der Kundenumgebung auf den aktuellen Zustand der SaltStack-Implementierung.
  • SaltStack Premium verkürzt die jährlichen Überprüfungsintervalle auf alle drei Monate und bietet die Möglichkeit für einen persönlichen Account Manager.

Alle Support-Pakete beinhalten Zugriff zu SaltStack brains trust, einer Plattform für den Austausch zwischen SaltStack-Community und SaltStack-Mitarbeitern aus Support, Qualitätssicherung und Entwicklung. SaltStack bietet auch einen Quickstart-Guide, der Anwender schnell mit den wichtigsten Funktionen vertraut machen soll. In den kostenpflichtigen Lizenzen sind darüber hinaus auch Quickstart-Workshops enthalten, die eine Einführung in die Private-Cloud-Automatisierung sowie in die Public-Cloud-Orchestrierung mit SaltStack bieten.

SaltStack richtet sich ausdrücklich an Unternehmen jeder Größe: Während das Konfigurations-Management-Tool die nötige Skalierbarkeit für große Enterprise-Umgebungen bietet, können aber auch kleinere Unternehmen ihre IT über Einzel-Nodes verwalten. Vor allem letzteren kommt dabei die relativ flache Lernkurve zugute, die sich mit den verschiedenen Support-Leveln für einen einfachen Einstieg in SaltStack kombinieren lässt.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2016 aktualisiert

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