Dieser Artikel ist Teil unseres Guides: SAP HANA: Die In-Memory-Lösung von SAP verstehen und nutzen

EPM-Anwendungen von SAP sind eine Option für die Arbeit mit HANA

Die EPM-Apps von SAP lassen sich in drei Varianten einsetzen. Dabei sind sie für das Zusammenspiel mit der In-Memory-Plattform SAP HANA optimiert.

Die mobilen Anwendungen, die innerhalb von SAP Enterprise Performance Management OnDemand (EPMOD) verfügbar sind, bieten sowohl On-Premise als auch in der Cloud eine Reihe von Vorteilen. Zum einen sind sie eine skalierbare Lösung für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sowie Tochtergesellschaften. Andererseits eignen sie sich für Firmen, die noch nicht bereit sind, die In-Memory-Plattform SAP HANA zu implementieren. Allerdings können diese Unternehmen die Vorteile von In-Memory-Anwendungen genießen, indem sie SAP EPMOD-Apps einsetzen.

EPMOD bietet die Verfügbarkeit von Daten in einer einheitlichen SAP-EPM-Umgebung, unabhängig von der gewählten Topologie, und eine konsistente Anwendung, wenn Nutzer von einer On-Premise EPM10-Anwendung zu EPMOD wechseln.

Für eine angemessene Performance und Konsistenz in traditionellen Analytics-Umgebungen, erfordern mobile Anwendungen, dass zumindest ein Teil der Daten für die Arbeit überall zur Verfügung steht. In einer Basisinstallation übernimmt Mobile Business Objects (MBO) diese Funktion, indem es vor-aggregierte und ausgewählte Daten bereitstellt. Damit wird sichergestellt, dass die entsprechenden Apps auch die richtigen Daten verarbeiten. Allerdings ist MBO nicht zwingend erforderlich, um das vorhandenen In-Memory-Potenzial von SAP HANA für die Verarbeitung von Finanzdaten zu nutzen. EPMOD-Anwendungen können das gesamte Datenspektrum in einer HANA-basierten Umgebung verarbeiten.

Keine Einschränkungen für HANA

„Für HANA gibt es keine Einschränkungen“, sagt Dave Williams, Marketingleiter für EPM bei SAP. „Es ist nicht notwendig, Daten zu aggregieren oder sezieren. Die gesamte Datenverarbeitung findet auf HANA statt. Das erlaubt es, die Vorarbeit einiger mobiler Analytics-Anwendungen, wie zum Beispiel die Analyse und Segmentierung der Daten, zu vermeiden.

Glaubt man den Angaben von Williams, gehören mit diesem Ansatz Probleme bei der Business-Intelligence- (BI) Verarbeitung, wie zum Beispiel Time-Outs und Daten-Reloads, der Vergangenheit an. Die neue Struktur der MBO- und HANA-Umgebungen erreichen laut Williams eine größere Datenintegrität als frühere mobile Anwendungen von SAP.

Zusätzlich zu den Vorteilen der Datenintegrität bietet HANA drei Cloud-Optionen für EPMOD. Die erste Option umfasst ein Abonnement des Cloud-Angebots von SAP HANA, um EPM-OnDemand-Anwendungen einzusetzen. Diese ist für alle EPM-OnDemand-Apps verfügbar. Die zweite Möglichkeit ist es, HANA On-Premise zu nutzen, um eine Private Cloud zu erstellen. Dabei muss das Unternehmen allerdings über die finanziellen Ressourcen verfügen, die zum Aufbau einer Infrastruktur für HANA notwendig sind. Bei der dritten Option lassen sich die EPMOD-Apps von SAP HANA One mieten, wobei die SAP-Anwendungen innerhalb der Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) laufen. Dieses „konsumbasierte Modell“ ist allerdings nur für die SAP EPMOD-App Expense Insight und eine begrenzte Anzahl von Anwendern verfügbar (aktuell sind keinen neuen Anwender zugelassen). Zudem ist der Datenverbrauch bei der Zahl der Transaktionen und Anfragen limitiert.

SAP EPM in der Cloud oder On-Premise

Einige Unternehmen, die HANA für ihre Finanzgeschäft nutzen wollen, werden mit einem sogenannten „Zwei-Schichten-Szenario“ konfrontiert. Bei dieser Implementierung läuft ein Teil der Anwendungen, die für die Verarbeitung der Finanzdaten eingesetzt werden, in der Cloud. Die restlichen Apps verarbeiten die Daten dagegen auf einer On-Premise-Umgebung. Die Anwendungen bieten aber die gleiche Oberfläche und Benutzerfreundlichkeit – ohne Abstriche bei der Performance.

Bewegungsfreiheit ist ein weiterer Vorteil von SAP EPMOD, insbesondere wenn man Apples iOS-Betriebssystem oder Windows 8 von Microsoft nutzt. Damit lassen sich die gleichen Geschäftsprozesse nahtlos zwischen der On-Premise-Lösung EPM10 und der mobilen Variante EPMOD verwenden.

„Ein Teil des Unternehmens kann zum Beispiel Investitionen mit EPM OnDemand im Zusammenspiel mit SAP BusinessObjects Planning and Consolidation (BPC) überwachen. Anschließend lässt sich die Anwendung auf eine neue Gruppe oder Region ausweiten“, erläutert Bryan Katis, Group Vice President and General Manager SAP EPM. „Die Anwendung erlaubt es Nutzern, ein Projekt im Büro zu starten und unterwegs mit Hilfe der EPM-OnDemand-Apps weiter zu bearbeiten. Dabei werden sie entweder von SAPs oder einer eigenen HANA-Cloud-Infrastruktur unterstützt“, fügt Katis an.

EPM OnDemand und HANA bieten den Anwendern einen Leistungsgewinn. Sie haben mehr Auswahl und müssen keine Kompromisse eingehen, unabhängig von ihrer HANA Roadmap oder den finanziellen Anforderungen. „Anwender können damit die Daten bearbeiten, die sie benötigen“, sagt Williams. „Und sie müssen sich nicht über die Performance Gedanken machen.“

Über den Autor: William Newman ist geschäftsführender Direktor der Newport Consulting Group, einem unabhängigen Management- und IT-Beratungsunternehmen. Kontaktieren Sie ihn per E-Mail: wnewman@newportconsgroup.com oder folgen Sie ihm auf Twitter: @william_newman.

Folgen Sie SearchEnterpriseSoftware auf Twitter @sentsoftwarede.

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close