Wie Sie eine Strategie für die Oracle Datenbank-Konsolidierung ausarbeiten

Eine Konsolidierungsstrategie für Oracle Datenbanken zu erarbeiten ist kein Teufelswerk. Dieser Artikel beschreibt beispielhaft die Vorgehensweise.

Wenn Sie die Verantwortlichen in Ihrem Unternehmen überzeugt haben, dass eine Datenbank-Konsolidierung sinnvoll ist, kommt der kreative Teil. Nun geht es darum, eine Konsolidierungsstrategie auszuarbeiten. Kreativ ist dieser Prozess übrigens deswegen, da Datenbank-Konsolidierung zu gleichen Teilen Kunst und Wissenschaft ist.

Es gibt viele Faktoren, die die Konsolidierung bestimmen. Ich nenne diese Faktoren “Konsolidierungshebel”. Jede Kombination von ausgewählten Hebeln und ihre Spezifikation definiert ein einmaliges Konsolidierungsmodell. Beispiele für Konsolidierungshebel sind Plattform und Betriebssystem, Datenbank-Version, Zeichensatz , Service-Tier, Performance, Branche, Softwareentwicklungszyklus, Anwendung und Workload.

Die meisten Datenbank-Konsolidierungsstrategien werden wahrscheinlich mehrere verschiedene Modelle verwenden, um mit wenigen physischen Datenbanken auszukommen und eine höhere Dichte und einen geringere Betriebsaufwand zu erzielen. Die Summe der Modelle wird Ihre Konsolidierungsstrategie bestimmen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Definieren Sie Ihre Datenbank-Konsolidierungsstrategie

Lassen Sie uns anhand eines Beispiels die Definition eines Konsolidierungsmodells und das Festlegen der dafür notwendigen Datenbanken veranschaulichen. Zunächst wählen Sie die gewünschten Hebel und definieren für jeden eine Spezifikation (Abbildung 2).

Abbildung 2: Definieren eines Datenbank-Konsolidierungsmodells

Als nächstes benötigen Sie für alle ausgewählten Hebel ein Profil. Jeden Hebel verwenden Sie dann, um bestimmte Datenbanken auszusortieren, die die Hebel-Spezifikation nicht erfüllen (Abbildung 3). Die Datenbanken, die Sie brauchen, bilden die Schnittmenge der einzelnen Hebel.

Abbildung 3: Definieren eines Datenbank-Konsolidierungsmodells

Tipp: Erstellen Sie eine Datenbanktabelle mit einer Zeile für jede Unternehmensdatenbank und Spalten für jeden Konsolidierungshebel. Ein Modell festzulegen und notwendige Datenbanken zu identifizieren ist eine einfache Abfrage mit den gewählten Hebeln als Eigenschaften.

Im nächsten Schritt legen Sie einen Bereitstellungs-Plan fest. Hier können Sie bestimmen, wie viele physikalische Datenbankserver oder Container Sie benötigen, um das Modell zu implementieren. Erreicht wird dies durch die Zuordnung der notwendigen Datenbanken auf bestimmte Modell-Container.

Es gibt mehrere Faktoren, die die Bereitstellung beeinflussen:

Service-Level-Agreements (SLA) und vertragliche Einschränkungen;
• Server-Beschränkungen, wie CPU-und Speichergrenzen;
• Datenbank-Limitierungen, wie maximal 252 "plugable” Datenbanken;
• Datenbank-Kompatibilität, wie die Verwendung gemeinsam genutzter Ressourcen;
• die Datenbankgröße;
Datenbank-Management, wie die Dauer von Verwaltungstätigkeiten auf Container-Level;
• die Datenbank-Priorität im Vergleich zu anderen Datenbanken.

Haben Sie Ihre Modelle definiert, die notwendigen Datenbanken identifiziert und einen Bereitstellungsplan ausgearbeitet, ist der letzte Schritt die Servicequalität (Quality of Service - QoS) für die Nutzer der einzelnen Container zu gewährleisten. Diese werden als "Plugable Databases" bezeichnet. Mit dem Oracle Database Resource Manager haben Sie ein integriertes QoS. Das Ressourcenmanagement sorgt dafür, dass logisch getrennte, aber physisch integrierte "Plugable Databases" eine faire und berechenbare Leistung erhalten.

Wie Sie sehen, erfordert eine Datenbank-Konsolidierungsstrategie ein erhebliches Maß an Kreativität. Man sollte aber nicht zu viel darüber nachdenken. Mein Rat ist, die Konsolidierung einfach zu halten und zu versuchen, auf eine überschaubare Menge von Modellen und Containern zu standardisieren. Wenn Sie Anpassungen vornehmen müssen, stecken Sie Ihre Datenbanken einfach in bessere Container und/oder Modelle. Im Laufe der Zeit, wenn Sie zum Beispiel besser mit Oracle Database 12c Multitenant-Optionen vertraut sind, werden Sie wahrscheinlich aggressiver werden und Ihre Konsolidierungsstrategie weiter vereinfachen. Das bringt zusätzliche Vorteile - sowohl für Ihre IT als auch für Ihr Unternehmen.

Über den Autor: Jeff McCormick ist ein IT- Senior Principal bei einem großen Gesundheitsdienstleister und ehemaliger Präsident der Connecticut Oracle User Group. Jeff war in der IT mehr als 20 Jahre als Daten-und Infrastruktur-Architekt / Administrator tätig, wobei der Schwerpunkt in den letzten fünf Jahren im Enterprise Business Intelligence und Informationsmanagement lag.

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