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VMware Workspace One vereint AirWatch, Identity Manager und Horizon Air

AirWatch, Identity Manager und Horizon Air: VMware Workspace One bündelt bisher separate Einzelprodukte zu einer Cloud-basierten Management-Plattform.

Nachdem Citrix 2015 seine Cloud-basierte Management-Plattform Citrix Workspace Cloud vorgestellt hatte, antwortete VMware mit Workspace One, einer Kombination aus Enterprise Mobility Management (EMM), Nutzer-Authentifikation und VDI-Plattform (Virtual Desktop Infrastructure).

VMware Workspace One ermöglicht Anwendern einen einfachen Remote-Zugang zu ihren Unternehmensressourcen und bietet IT-Abteilungen gleichzeitig umfassende Verwaltungsmöglichkeiten.

Viele Angestellte sind nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden, sondern profitieren von der Flexibilität, die mobiles Arbeiten gegenüber einem physischen PC am Unternehmensschreibtisch bietet. VMware Workspace One kombiniert das EMM-Angebot von AirWatch mit VMware Identity Manager und einer neuen Version der Cloud-basierten VDI-Plattform Horizon Air, um den Remote-Zugang zu digitalen Arbeitsplätzen herzustellen.

Durch diese Kombination aus Geräteverwaltung, Authentifizierung und Enterprise App Store bietet VMware Workspace One die nötige Sicherheit, während gleichzeitig die Benutzererfahrung geboten wird, die Angestellte von ihren privaten Endgeräten her kennen und inzwischen auch im Unternehmen erwarten.

Welchen Vorteil bietet VMware Workspace One?

Workspace One ist die VMware-Antwort auf die Citrix Workspace Cloud, eine ebenfalls Cloud-basierte Lösung zur Verwaltung digitaler Arbeitsplätze, und gleichzeitig der Nachfolger der VMware Workspace Suite. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Workspace Suite die Horizon VDI-Plattform nutzt, während Workspace One auf dem VMware-Produkt Horizon One Hybrid Mode basiert, das im Februar 2016 aus Project Enzo hervorgegangen ist.

Horizon Air Hybrid Mode unterstützt die Bereitstellung von Desktops und Applikationen sowohl aus der Cloud als auch auf On-Premise-Infrastruktur, die Verbindung zur Management-Schicht in der Cloud erfolgt über die Hardwarekomponente Horizon Air Node. Diese wird im eigenen Rechenzentrum installiert und basiert wiederum auf VMware vSAN oder einer entsprechend zertifizierten hyperkonvergenten Infrastrukturlösung. Der große Vorteil hierbei besteht in der Cloud-ähnlichen Skalierbarkeit, während die Daten trotzdem sicher im eigenen Data Center gespeichert werden.

Workspace One verbindet AirWatch und Identity Manager

Die bereits vor VMware Workspace One einzeln erhältlichen Produkte waren AirWatch und Identity Manager. AirWatch ermöglicht IT-Abteilungen die Verwaltung von Endgeräten, die sich außerhalb des Firmennetzwerks befinden, während Identity Manager eine einheitliche Lösung zur Authentifizierung und Zugangskontrolle für Applikationen innerhalb der Firewall und über das Internet bietet. Zusammen bieten beide Tools eine umfassende Lösung für die sichere Auslieferung von Unternehmensanwendungen an mobile Endgeräte.

Laut VMware können auch bereits existierende Bereitstellungen von AirWatch und Identity Manager in Workspace One integriert werden. Wichtig ist dieser Punkt vor allem deshalb, weil Workspace One selbst zumindest derzeit weder Windows- und Mac-Rechner noch die gesamte Breite an mobilen Endgeräten unterstützt, die bereits kompatibel mit AirWatch und Identity Manager sind.

Wer sich früher bereits mit Bereitstellungen von AirWatch und Horizon Workspace beschäftigt hat, der wird die jetzt mögliche Integration zwischen diesen beiden Produkten durch Workspace One sicherlich begrüßen, die in der Form bisher nicht möglich war. Virtuelle Desktops, Anwendungen und Daten On-Premise zu hosten, während der Zugang hierzu über die Cloud verwaltet wird, kommt all jenen Unternehmen zugute, deren strenge Sicherheitsvorgaben normalerweise den Weg in die Cloud verhindern würden.

Verbesserter Zugriff für Nutzer, mehr Kontrolle für die IT

Ein zentrales Thema der VMware Workspace One ist die flexible Self-Service-IT. Angestellte können Workspace One daher nutzen, ohne vorher Support-Tickets ziehen oder auf Freigaben der IT-Abteilung warten zu müssen. Wenn Mitarbeiter ein privates Geräte nutzen wollen, kann einfach die Workspace-One-Applikation installiert werden, um Zugang zu den freigegebenen Unternehmensressourcen zu erlangen.

Wenn das Gerät dagegen vom Unternehmen bereitgestellt wird, dann verwaltet die IT-Abteilung das Gerät  über die EMM-Funktionen von AirWatch. Administratoren können damit festlegen, welche Gerätefunktionen von Mitarbeitern genutzt werden können und die zu installierenden Anwendungen kontrollieren. Auch die Installation bestimmter, oder einfach aller Anwendungen aus den betriebssystemeigenen App Stores kann unterbunden werden.

VMware Workspace One bietet per Single Sign-On (SSO) Zugang zu Web- und nativen Anwendungen sowie zu virtuellen Desktops. Es gibt zudem die Möglichkeit, per App-VPN auf Ressourcen innerhalb der Firewall zuzugreifen, ohne hierfür das Firmennetz für alle Anwendungen auf dem Gerät öffnen zu müssen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Self-Service-Möglichkeiten ist der einheitliche Katalog an Unternehmensressourcen, die spezifisch für jeden Mitarbeiter zusammengestellt werden. Dieser Katalog kann zum Beispiel Windows- und Citrix-Apps oder auch Web-Anwendungen umfassen, die entweder innerhalb des Firmennetzwerkes oder extern als Software as a Service (SaaS) wie SAP oder Salesforce ausgeführt werden. Über ein anpassbares Portal können Anwender selbst einstellen, welche Applikationen auf dem Startbildschirm der Workspace-One-Anwendung angezeigt werden sollen.

VMware Workspace One ist vergleichbar mit der etwas teureren Citrix Workspace Cloud. Wer keine Präferenz zwischen einem der beiden Anbieter hat, könnte also mit der günstigeren Option besser fahren. Zusammengefasst bietet VMware Workspace One Anwendern umfangreiche Self-Service-Möglichkeiten und Remote-Zugang, während die IT-Abteilung von der einheitlichen Management-Plattform profitiert.

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