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Unterschiede zwischen VNX und ViPR von EMC

Speicherhersteller EMC offeriert verschiedene virtuelle Storage-Lösungen wie VNX und ViPR. Wir erklären kurz und knapp die Unterschiede der Angebote.

Die VNX-Serie von EMC ist ein Portfolio an Hardware-Appliances. Die VNXe-Appliances richten sich an kleinere Unternehmen, während die restliche VNX-Familie mittelständische und größere Firmen adressiert.

Die Arrays der VNX-Serie unterstützen bis zu 1.000 Drives und offerieren sowohl File- als auch Block-Funktionalitäten (Unified Storage). NFS-, CIFS- und pNFS-Protokolle werden für die File-Funktionen unterstützt, während für Block-Storage Support für Fibre Channel, FCoE und iSCSI gewährleistet ist. Die VNX-Infrastruktur verfügt über ein 6-Gbit/s-SAS-Backend, PCIe Gen 2 I/O-Module sowie Xeon-Multi-Core-Prozessoren von Intel.

VNX als virtuelle Instanz

Die VNX-Serie ist eine Hardware-basierte Storage-Lösung. Trotzdem ist es möglich, die VNX als virtuelle Instanz zu konfigurieren. Hierbei müsste der Anwender die Storage-Hardware bereitstellen und es bedarf dann einer gewissen Lernkurve, bis die virtuelle Umgebung eingerichtet ist und funktioniert.

Allerdings muss man bei virtualisierten VNX-Installationen verstehen, dass sie nicht für produktive Umgebungen konzipiert sind. Eine virtualisierte VNX-Instanz ist langsamer als eine physische VNX-Appliance und die EMC VNX VAS unterstützt nur NFS (EMC Celerra bietet Support für NFS und iSCSI). Da VNX zudem für Lab-Umgebungen konzipiert ist, werden Anwender eventuell auch hier keinen Support erhalten.

ViPR nun als Open Source

Dem gegenüber steht der ViPR Controller, der als Software-defined Lösung für produktive Umgebungen konzipiert wurde. Der Hersteller bietet diese Lösung seit Anfang 2015 als Open-Source-Plattform für Storage-Management an. Die ViPR-Software übernimmt die automatische Storage-Provisionierung und Neuverteilung freigewordenen Speicherplatzes und behandelt die Storage-Hardware als einen Ressourcenpool.

EMC ViPR arbeitet mit EMC-Speicher ebenso zusammen wie mit Storage-Plattformen von Drittanbietern. Die Software verwaltet jeglichen Block-Storage, das den Treiber von OpenSack Cinder unterstützt.

Somit ermöglichen sowohl virtuelle VNX-Produkte als auch die Software ViPR Storage-Management, aber nur ViPR sollte in produktiven Umgebungen zum Einsatz kommen.

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