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Troubleshooting Outlook Anywhere: Wie Sie häufige Probleme beseitigen

Mehrere Faktoren können dafür sorgen, dass Outlook Anywhere nicht mehr richtig funktioniert. Hier die häufigsten Fehler – und wie man sie behebt.

Seit der Einführung vor einigen Jahren ist Outlook Anywhere inzwischen eines der wichtigsten Werkzeuge in Microsofts mobiler E-Mail-Waffenkammer geworden. Das Konzept hinter Anywhere ist einfach und kaum weniger kompliziert ist auch das Setup – wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Allerdings gibt es immer wieder Zeiten, in denen Outlook Anywhere nicht das macht, was es sollte. In diesem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Gründe, warum Outlook Anywhere nicht ordnungsgemäß funktioniert und wie Sie es wieder auf Kurs bringen.

1. Anmeldeinformationen werden nicht akzeptiert

Wenn Outlook Anywhere keinen Benutzernamen oder kein Passwort akzeptiert, sollten Sie überprüfen, ob Microsoft Exchange alle aktuellen Service Packs und Rollup Updates installiert hat. Verwenden Sie zum Beispiel immer noch Exchange Server 2003, müssen Sie auf Service Pack 2 oder höher upgraden, damit Outlook Anywhere richtig funktioniert. Exchange Server 2007 verlangt Service Pack 2 oder höher.

Problematisch kann auch das Windows 7 Service Pack 1 sein. Hier liegt das Problem mit den Anmeldeinformationen daran, dass diese lokal in einem falschen Format zwischengespeichert werden. Einfach gesagt: Wenn Outlook Anywhere keine Anmeldeinformationen akzeptiert, ist die Überprüfung der Service Packs und Rollup Updates das erste, was Sie machen sollten.

Wenn Sie einen Proxy-Server in Ihrem Netzwerk verwenden, sollten Sie außerdem sicherstellen, dass Sie dem Exchange Server den vollständig angegebenen Domänennamen (fully qualified domain name, kurz: FQDN) in der Ausschlussliste hinzufügen. Wenn das nicht der Fall ist, wird der Traffic für die Authentifizierung ohne Warnung stoppen. Sie werden dann nicht einmal eine Fehlermeldung erhalten, warum Sie sich nicht authentifizieren können.

2. Outlook Anywhere Sicherheitszertifikate

Exchange Server 2010 und 2013 erfordern ein SAN-Zertifikat (Subject-Alternative-Name), damit Outlook Anywhere ordnungsgemäß funktioniert. Der Grund liegt darin, dass mit dem Zertifikat mehrere Namen assoziiert werden können. Ohne diese Funktion wird nur Ihre outlook.domain.com (Ihre Outlook Anywhere URL) als gültige Domain erkannt. Deshalb werden alle anderen erforderlichen Domänennamen ausgeschlossen. Diese Namen sind:

autodiscover.domain.com (Ihre Autodiscover-Adresse)

OUTLOOK (der NetBIOS-Name Ihres Exchange Servers)

SAN-Zertifikate sind nicht billig und viele Admins kaufen Zertifikate mit kurzer Lebensdauer. Der Nachteil bei diesen Billigzertifikaten ist das Verfallsdatum. Dies wirkt sich zwar nicht auf die Konnektivität aus, aber es ist eine schlechte Praxis und Benutzer erhalten lästige Zertifikatsaufforderungen, wenn sie Outlook starten.

3. Outlook Anywhere verbindet sich nicht

Der Status Nicht verbunden in der unteren, rechten Ecke von Microsoft Outlook kann verschiedene Gründe haben. Netzwerkprobleme, Exchange-Probleme oder sicherheitsrelevante Probleme:

  • Das Netzwerk kann zu einem Problem werden, wenn Sie Outlook Anywhere in einem größeren Rahmen einsetzen– wie mit gehostetem Exchange. Bevor Sie in eine Hosted Exchange Umgebung umziehen, die Outlook Anywhere dann für die Nachrichtenübermittlung an die Endbenutzer verwendet, sollten Sie sicherstellen, dass Sie über die notwendige Internetbandbreite verfügen. Nur dann können Sie überschüssigen Traffic bewältigen. Wenn Sie diese Bandbreite nicht haben, wird Ihre Internetverbindung immer wieder ausfallen und Sie werden mit vielen unglücklichen Benutzern ohne E-Mail konfrontiert.
  • Mehrere Gründe führen zu einem Verlust der Exchange-Konnektivität. Beispielsweise Änderungen an Ihrer Firewall (Port 443 sollte unter Exchange immer geöffnet sein). Der Exchange-Server kann deaktiviert werden, der IIS-Server könnte offline sein oder Ihr Proxy-Server blockiert möglicherweise ausgehenden Datenverkehr auf der Client-Seite. Ein Client-seitiges Problem kann auch von einem Outlook Add-on stammen, wie einem Third-Party E-Mail-Scanner, der die Kommunikation abblockt. Achten Sie darauf, alle eben genannten Punkte zu überprüfen.
  • Wenn es um Sicherheit geht gilt: Outlook Anywhere wird nicht mehr funktionieren, wenn Ihr Zertifikatsspeicher auf Ihrem lokalen PC in irgendeiner Weise beschädigt ist. Eine vollständige Neuinstallation ist die einzige realistische Lösung. Um festzustellen, ob dies tatsächlich Ihr Problem ist, geben Sie Ihre OWA -Adresse (Outlook-Web-App) in einen Webbrowser ein. Wenn Sie die Meldung „nicht vertrauenswürdig“ erhalten, während alles andere zu funktionieren scheint, dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Zertifikatsspeicher schuld.

4. Keine Verbindung außerhalb des Büros

Ein roter Faden, der sich durch all diese Fragen zieht ist, dass beide, Admins und Benutzer, wenig oder gar keine Nachrichten darüber erhalten, warum Outlook Anywhere nicht funktioniert. Out-of-Office-Probleme sind keine Ausnahme. Zusätzlich liegt das Problem hier nicht beim Client oder Server, sondern tatsächlich irgendwo in der Mitte.

Bei Verwendung des Autoermittlungsdienstes (Autodiscover Service) müssen Sie einen zusätzlichen, externen DNS-Eintrag erstellen – den vorher erwähnten autodiscover.domain.com. Damit kann Outlook zurück auf die Quelldomain schließen und sie wie eine lokale Domain behandeln. Das Erstellen des zusätzlichen DNS-SRV-Eintrags ermöglicht es dem Autoermittlungsdienst, Out-of-Office-Nachrichten ebenso korrekt aufzulösen wie Clientzugriffsserver, Offline-Adressbuch, Unified Messaging und so weiter.

Übersehen Sie keine wichtigen Details bei der Problembehandlung

Das mag selbstverständlich klingen, aber denken Sie daran, bei der Fehlersuche von Outlook Anywhere alle Details zu überprüfen, wie klein sie auch sein mögen.

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Wenn Mitarbeiter zum Beispiel ihre Benutzernamen und Passwörter eingeben, müssen sie daran denken, beim Benutzernnamen das lokale Domain-Name-Suffix mit anzugeben.

Lokale PC-Anmeldeinformationen versuchen die Domain zu authorisieren – sei es durch das vollständige Format des Namens für den User-Logon oder das NetBIOS.

Wenn das Suffix nicht enthalten ist, schlägt die Authentifizierung fehl. Auch wenn das Suffix im UNC-Format (Uniform-Naming-Convention) eingeben wird, erhält man im Dialogfeld Anmeldeinformationen eine Erinnerung. Wenn Sie NetBIOS benutzen, ist das nicht der Fall.

Schließlich sollten Sie auch überprüfen, ob Ihr Exchange Server NTLM-Authentifizierung oder die Standardauthentifizierung verwendet. Und vergessen Sie nicht: Die Details müssen auf Client- als auch Server-Seite übereinstimmen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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