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Oracle Hyperion EPM mit integrierten Funktionen kostengünstig testen

Für Leistungstest von Oracle Hyperion Enterprise Performance Management (EPM) kann man auf die integrierten Funktionen der Anwendung zurückgreifen.

Viele IT- und Finanzabteilungen werden regelmäßig gebeten, ihre Budgets zu straffen und weniger Geld auszugeben. Der beste Weg für die Konsolidierung und vollständige Implementierung von Oracle Hyperion Enterprise Performance Management (EPM) ist eine formale Testrunde vor der Systemintegration sowie die Überprüfung der Leistung und Benutzerakzeptanz, bevor man ein existierendes und neues System parallel testet. Doch bevor die verantwortlichen Abteilungen das Budget für das Hyperion EPM-Projekt straffen, wird häufig bei den Performance-Tests gespart.

Bei Hyperion-Leistungstests werden die Anwendungen und die zugehörigen Tools konsolidiert, um zu bestimmen, wie gut die Hyperion-Umgebung – Hardware und Netzwerk – funktioniert. Es gibt zwei Arten von Leistungstests. Ein Belastungstest prüft die Umgebung bei den zu erwartenden Nutzungsgraden, während ein Stresstest zeigt, wie die Leistung bei einem überdurchschnittlichen Nutzunggrad ist.

Ich habe vor kurzem an der Implementierung von Oracle EPM 11.1.2.4 in einem Unternehmen mitgearbeitet, das eine Lizenz für das Test-Tool HPE LoadRunner besitzt. Leider wurde LoadRunner von einer anderen Abteilung gemanagt als von derjenigen, die für die Implementierung von Hypersion EPM verantwortlich war. Das Unternehmen verwendet ein internes Verrechnungsprogramm, bei dem die Kosten der Abteilung angerechnet werden, die die IT-Ressourcen von der anderen Abteilung anfragt. Da das Hyperion-Projektbudget eng bemessen war, war das Performance Testing mit LoadRunner daher keine Option.

Das machte es für den Kunden nicht weniger wichtig, einen Belastungstest zu machen. Das Unternehmen wollte einen echten Nachweis, dass die Systemumgebung wie erwartet funktioniert, wenn es mit den Hyperion EPM-Anwendungen in den Live-Betrieb wechselt. Daher kamen wir auf die Idee, die Lasttests auf eine billigere Weise zu testen. Wir betrachteten unsere Option und erkannten, dass wir die Funktionalitäten von Oracle EPM 11.1.2.4 so anpassen konnten, dass wir die Belastungstests ohne LoadRunner machen konnten.

Drei zu testende Hyperion-Aufgaben

In einem Hyperion EPM Konsolidierungssystem gibt es typischerweise drei Aufgaben, die erhebliche Verarbeitungsressourcen beanspruchen: die Konsolidierungen ausführen, die Daten laden und Folgeberichte ausführen. Es gibt robuste Funktionen innerhalb von Oracle EPM 11.1.2.4, um alle drei Aufgaben auszuführen. Das ermöglicht es, Aufgaben mit einer großen Anzahl Belastungstests auszuführen, ohne dass Benutzeraktivitäten mit einem Tool wie LoadRunner simuliert werden müssen.

Task Flows, wie Oracle sie nennt, sind der Schlüssel, um die Konsolidierung von Hyperion Financial Management (HFM) abzuarbeiten und zu planen. Task Flow hat zur Stabilisierung von HFM 11.1.2.4 beigetragen und ist nun zuverlässig genug, um es für Testzwecke und in Produktionsumgebungen zu verwenden. Es ermöglicht, Sequenzen von Konsolidierungen in HFM zu erstellen und mehrere Task Flows einzurichten, so dass man gleichzeitig parallele Konsolidierungsarbeiten ausführen kann. Task Flows lassen sich bei Bedarf ausführen. Zusätzlich kann ein Datum und ein Zeitpunkt festgelegt werden, an dem ein Task Flow ausgeführt werden soll.

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Im Rahmen unserer Performance-Tests planten wir aufeinanderfolgende Datenladeprozesse in Oracle Hyperion Financial Data Quality Management Enterprise Edition (FDMEE). Hierfür erstellten wir Batch-Definitionen und verwendeten die FDMEE Batch Execution Engine, um die Datenlast abzuarbeiten. Die Batch-Definitionsfunktion erlaubt es, mehrere Datenlastregeln hinzuzufügen und alle Schritte innerhalb von FDMEE zu verarbeiten – vom Import über die Validierung bis zum Export. Batch-Datenlast-Jobs können parallel oder seriell ausgeführt werden, wobei die parallele Verarbeitung für Leistungstests am meisten Sinn macht.

Regeln für die Datenlast

Man sollte bedenken, dass Datenlastregeln ein Teil des Datenlastortes sind, den man in FDMEE erstellt, um festzulegen, wohin die Daten in einem Hyperion EPM-Zielsystem gehen. Wenn man den Ort für die Datenlast konfiguriert, kann man eine Entitätsgruppe zur Überprüfung anhängen, die es einem erlauben, die Entitäten in HFM zu definieren, die nach dem Exportschritt berechnet oder konsolidiert werden. Dies spart Zeit, indem ein berechneter oder konsolidierter Befehl in HFM sofort aussortiert wird, wenn die Daten geladen werden. Man kann außerdem eigene Batch-Definitionen erstellen, um laufende Konsolidierungen in die HFM-Zielanwendung einzubeziehen. Sollen die Datenstapel ausgeführt werden, lassen sie sich unmittelbar oder zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ausführen.

Schließlich haben wir Berichte so geplant und verarbeitet, dass sie in Hyperion Financial Reporting laufen. Dies ist ein bereits lange bestehendes Feature in der Reporting-Software, welches nur selten verwendet wird. Es ist das perfekte Tool für den Einsatz bei Lasttests, da sich so viele Berichte wie benötigt werden einem Stapel hinzufügen lassen. Über die Planungsfunktion kann man spezifizieren, wann ein Batch Job ausgeführt werden soll. Damit lässt sich die Wirkung vieler verschiedener Benutzer simulieren, die Reports ausführen, welche Daten aus der HFM-Anwendung ziehen.

Verwendet man die bereits in Oracle EPM 11.1.2.4 verfügbaren Funktionen zusammen, lässt sich damit ein valider Lasttest zusammenstellen, der hohe Datenmengen und größere Nutzeraktivitäten simuliert. Der größte Vorteil dabei ist, dass man sein Projektbudget nicht für ein Drittanbieter-Tool anpassen muss, um die Leistung der Anwendung zu testen.

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Artikel wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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