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Hybride Desktop-Bereitstellung mit VMware Horizon Air Hybrid-Mode

Desktop-as-a-Service auf lokaler Infrastruktur: VMware Horizon Air Hybrid-Mode vereint die Vorteile unterschiedlicher Bereitstellungsmöglichkeiten.

VMware Horizon Air Hybrid-Mode nutzt die Vorteile von zwei aktuellen IT-Trends, nämlich hyperkonvergenter Infrastruktur und Software-as-a-Service (SaaS), um auf dieser Basis eine bessere Verwaltung Cloud-basierter Desktops zu ermöglichen. So bietet das Zusammenspiel aus einer Cloud-basierten Management-Schicht und lokal installierter, hyperkonvergenter Infrastruktur das Beste aus zwei Welten.

Eine lokale VDI-Bereitstellung (Virtual Desktop Infrastructure) ist ohne Zweifel enorm komplex, bietet dafür aber die vollständige Kontrolle über die Umgebung. Desktop-as-a-Service (DaaS) ist demgegenüber wesentlich einfacher bereitzustellen, kommt für manche Unternehmen aber nicht in Frage, weil die gesamte Umgebung in der Cloud liegt. Damit ist die IT-Abteilung der Performance und Sicherheit des Service-Providers ausgeliefert.

Mit VMware Horizon Air Hybrid-Mode wird das Management der virtuellen Desktops in die Cloud ausgelagert, während die virtuellen Desktops selbst entweder lokal oder aber über vCloud Air ebenfalls in der Cloud ausgeführt werden können.

So funktioniert VMware Horizon Air Hybrid-Mode

Horizon Air Hybrid-Mode basiert auf der Technologie von Project Enzo und wurde im Februar 2016 offiziell vorgestellt. Mit Horizon Air Hybrid Mode hat VMware ein Konkurrenzprodukt zur Citrix Workspace Cloud auf den Markt gebracht.

Die Management-Schicht wird Horizon Cloud Manager genannt und besteht aus einer SaaS-Komponente. Verwaltung und Wartung dieser Management-Schicht übernimmt VMware. Der Horizon Cloud Manager und die zugeordneten Horizon Cloud Services sind für alle administrativen Funktionen von Horizon Air Hybrid-Mode verantwortlich. Diese Services verwalten die lokale Infrastruktur für Management und Bereitstellung der virtuellen Maschinen.

Diese Kontrollschicht kann sich auch in andere Systeme integrieren, weil alle ihre Funktionen auch über API-Aufrufe verfügbar sind. Die Lizenzierung des Horizon Cloud Manager erfolgt pro Nutzer und Monat, optional können hierbei auch vSphere- und vSAN-Lizenzen integriert werden.

Die Horizon-Air-Plattform unterstützt an sich bereits die Mandantenfähigkeit und bietet ein Admin-Portal. Für Horizon Air Hybrid-Mode musste VMware also lediglich das VM-Provisioning abtrennen und auf lokaler Hardware möglich machen. Die lokale hyperkonvergente Infrastruktur sieht dabei wie eine Weiterentwicklung des inzwischen abgesetzten EVO:RAIL-Produktes mit einer zusätzlichen VDI-Plattform aus und wird Horizon Air Node genannt. Diese Nodes basieren auf vSAN Ready Nodes oder anderer hyperkonvergenter Infrastruktur, um die nötige Skalierbarkeit sicherzustellen.

Um die lokale Infrastruktur mit der Cloud-basierten Management-Schicht zu verbinden, baut eine virtuelle Horizon Air Apliance zunächst eine Verbindung mit dem Horizon Air Cloud Manager auf. Anschließend werden die On-Premise-Softwarekomponenten heruntergeladen und bereitgestellt, die der Hybrid-Mode benötigt. Die virtuelle Appliance automatisiert auch die Bereitstellung der lokalen VDI-Infrastruktur. Je nach Verbindungsgeschwindigkeit sollten Download und Deployment laut VMware weniger als eine Stunde in Anspruch nehmen. Nach der Bereitstellung kontaktiert dann ein Cloud-Gateway den Horizon Cloud Manager, um weitere Konfigurationsarbeiten durchführen zu können.

Mit VMware Horizon Air Hybrid-Mode ist der Nutzerzugriff nicht von irgendwelchen Cloud-Komponenten abhängig, weil die virtuellen Desktops ja auch auf lokaler Infrastruktur gehostet werden können. Mit VMware Instant Cloning, App Volumes und User Identity Management wird eine konsistente und persönliche Nutzererfahrung geboten, ohne hierfür dedizierte Desktop-VMs verwenden zu müssen.

Aufgrund der anfangs noch begrenzten Hardwareunterstützung funktioniert Horizon Air Hybrid-Mode vorerst nur mit bestimmten vSAN Ready Nodes. Im weiteren Produktverlauf dürfte aber jede vSphere-Infrastruktur eingebunden werden können. Zukünftig dürfte auch die Bereitstellung über VMware-Partner im vCloud Air Network sowie die Integration bestehender Horizon-View-Bereitstellungen möglich sein.

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Artikel wurde zuletzt im November 2016 aktualisiert

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