Dieser Artikel ist Teil unseres Guides: SAP HANA: Die In-Memory-Lösung von SAP verstehen und nutzen

Funktions- und Modulübersicht der SAP Business Suite 7 powered by SAP HANA

Die SAP Business Suite 7 powered by HANA ist das robusteste Angebot des Softwareanbieters. Erfahren Sie, welche Funktionen die Anwendung bereithält.

SAP stellte im Januar 2013 die Business Suite powered by SAP HANA vor. Die In-Memory-Plattform erlaubt es Anwendern, Geschäftsprozesse und Analytics in Echtzeit auszuführen. Egal ob On Premise oder in der Cloud, SAP HANA bietet Einblicke in interne und externe Daten der SAP Business Suite, aus denen sich eigene analytische Szenarien entwickeln lassen.

Im Februar 2015 präsentierte SAP mit S/4HANA wiederum die nächste Generation der Software Suite. Die Anwendung arbeitet nun vollständig auf SAP HANA und basiert auf den Design-Prinzipien von SAP Fiori. Die neue Suite wurde entwickelt, um Unternehmen dabei zu helfen, ihre digitale Transformation On Premise oder in der Cloud voranzutreiben. Für beide Optionen gibt es Testversionen.

Aktuell ist die SAP Business Suite in Version 7 mit dem SAP Enhancement Package (EHP) 7 erhältlich (EHP 8 soll Ende 2015 erscheinen). Die Business Suite lässt sich als lokale On-Premise-Version oder als gehostete Variante über ein Abomodell von SAP in der SAP HANA Enterprise Cloud sowie über die Cloud-Umgebungen von SAP-Partnern beziehen.

Die Business Suite funktioniert auf Standard-Betriebssystemen (zum Beispiel AIX, HP-UX, Red Hat Linux, Suse Linux, Solaris und Windows). Sie deckt alle Prozesse des Kerngeschäfts ab, wie zum Beispiel Order to Cash (Bestell- und verbundene Zahlungsprozesse),  Plan to Product (Herstellungsprozesse), Procure to Pay (Beschaffungs- und verbundene Zahlungsprozesse) und Request to Service (Zustellungs- und Serviceprozesse). Daneben bietet die Business Suite Funktionen für Finanzbuchhaltung, Personalwesen (HR) und zugehörige Analyseprozesse.

Die SAP Business Suite unterstützt branchenspezifische, industriespezifische und geschäftsspezifische Prozesse über Softwaremodule, die mit anderen SAP- und Drittanbieter-Tools zusammenarbeiten. Die zentralen ERP-Module und Tools sind:

  • Customer Relationship Management (SAP CRM 7.0): das Modul bietet erweiterte und analytische Funktionen für die Bereiche Marketing, Sales sowie Services.
  • Supply Chain Management (SAP SCM 7.0): dieses Modul unterstützt Firmen bei der bedarfsorientierten Geschäftsplanung, Logistik- und Auftragsprozessen sowie Reaktions- und Lieferorchestrierung und bietet Echtzeiteinblicke in das Geschäftsnetzwerk.
  • Supplier Relationship Management (SAP SRM 7.0): das Modul stellt integrierte Procure-to-Pay-Funktionen bereit und bietet einen einheitlichen Zugang zu Geschäftsinformationen sowie Lieferantenbeziehungen.
  • Product Lifecycle Management (SAP PLM 7.0): dieses Modul bietet Funktionen für den gesamten Produktlebenszyklus und richtet sich sowohl an Unternehmen mit einer diskreten als auch mit einer prozessorientierten Fertigung.
  • Business Warehouse (SAP BW): das Tool liefert Reportings sowie Analysen von Unternehmensdaten und bietet eine leistungsfähige Infrastruktur für die Bewertung und Interpretation von Daten.

Neuerungen und Erweiterungen für SAP ERP werden auf drei Arten angeboten:

  • SAP Notes umfassen die kontinuierliche Bereitstellung von inkrementellen Änderungen der existierenden Anwendungen (zum Beispiel gesetzliche Änderungen oder Kundenvorschläge).
  • SAP Service Packs (SPS) sind die vierteljährliche Zusammenfassung und Auslieferung von SAP Notes.
  • SAP Enhancement Packages stellen alle zwei Jahre grundlegende Updates für die Anwendungen bereit. Enhancement Packages sind relativ groß und beinhalten unter anderem auch die Inhalte der Sevice Packs.

Nach Angaben von SAP beinhaltet sein ERP-System (SAP ERP 6.0) flexible Modul-, Support- und Implementierungsoptionen. Unternehmen können die Funktionen auswählen, die sie benötigen. Die SAP Business Suite wird von Unternehmen aus verschiedenen Branchen sowie von multinationalen Konzernen eingesetzt. Die Bandbreite der Kunden reicht dabei von Großunternehmen mit Millionen Nutzern bis zu kleinen und mittelständischen Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) können das SAP-ERP-System zum Beispiel über ein Partnernetzwerk von SAP beziehen, die vorkonfigurierte Module und Best Practices für unterschiedliche Länder und Branchen anbieten. Dieses Fachwissen kann vor allem kleinen Firmen helfen, ihre Implementierungszyklen zu verkürzen, die Komplexität der ERP-Bereitstellung zu reduzieren und sicherstellen, dass die gewählte ERP-Konfiguration auf ihre Anforderungen abgestimmt sind.

Die SAP Business Suite folgt dem Standard-Lizenzmodell von SAP, das zwei grundlegende Elemente umfasst: die Softwarelizenzen und verbundene Wartungs- und Support-Leistungen. Diese Leistungen sind separat erhältlich. Die Softwarelizenzen hängen von der Zahl der verwendeten ERP-Module in Kombination mit der Zahl der Anwender (und den Systemlevels, die von jedem ERP-Anwender genutzt werden) ab.

SAP bietet daneben mehrere technische Support-Optionen. SAP Enterprise Support umfasst unternehmenskritische Support-Services für das ERP-System und verfügt über eine Reihe von Service Level Agreements (SLAs) für Korrekturmaßnahmen und die Zusammenarbeit. Der Preis hierfür beträgt 22 Prozent der SAP-Softwarelizenzen. Der SAP Standard Support kostet 19 Prozent der Softwarelizenzen und beinhaltet einen grundlegenden Self-Service-Support ohne SLAs. Der Standard Support richtet sich an Unternehmen, die eigenständig ihr ERP-System verwalten wollen. Für Firmen, die SAP ERP in der Cloud verwenden möchten, sind die Kosten für den Support Teil des Abonnementpreises.

Schließlich bietet SAP mit MaxAttention und ActiveEmbedded weitere Support Services an. SAP MaxAttention ist ein strategischer Service, bei dem SAP und der Kunde bei der Plannung neuer Services und Geschäftsbereiche zusammenarbeiten. Die Ergebnisse fließen in das ERP-System ein. Bei SAP ActiveEmbedded ist der Kunde wiederum direkt an der Optimierung des ERP-Systems beteiligt und kommt dadurch in den Genuß einer schnelleren Übernahme der Technologie.

SAP bietet zusätzlich die Möglichkeit, eine kundenspezifische Business Suite bereitzustellen, damit Unternehmen schneller die Anwendungen einsetzen können. SAP ermöglicht dies über die Rapid Deployment Solutions, bei den die ERP-Anwendungen und Services für die Bedüfnisse des Kunden vorkonfiguriert sind.

Wer SAP ERP on HANA und SAP CRM on HANA testen möchte: SAP bietet eine 30-tägige Testversion der jeweiligen Anwendung an. Diese Testversionen können über die Amazon Web Services (AWS) eingesetzt werden.

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Artikel wurde zuletzt im November 2015 aktualisiert

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