Fürchten Sie sich nicht vor Exadata von Oracle – es hilft Ihnen!

Exadata wird von Oracle als voll-integriertes und vorkonfiguriertes System beworben. Viele Administratoren fürchten daher um ihren Job – zu unrecht.

Die Datenexplosion kombiniert mit dem immer größeren Hunger nach schnellerer Datenverarbeitung und geringeren Kosten hat hochtechnisierte Systeme im Data Center hervorgebracht. Oracle Exadata ist eines dieser Systeme. Es bietet skalierbares Storage mit extremer Leistung für Data Warehousing und Online-Transaktionsverarbeitung (Online- Transaction-Processing, OLTP). Dennoch fürchten viele Netzwerk-, Storage-, System- und Hardware-Administratoren Exadata.

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Implementierung eines ausgereiften Systems wie Oracle Exadata für ihrer Private oder Public Cloud unvermeidlich ist. Für die Verantwortlichen in den Firmen wird es daher immer dringender, die Mitarbeiter auf die Systeme vorzubereiten.

In diesen Firmen gibt es Netzwerk-, Storage-, System-, Server-, Datenbank- und Daten-Administratoren. Wann immer eine neue Datenverarbeitung erforderlich ist, wird jeder Admin mit einer bestimmten Aufgaben betraut. Der Hardware-Admin stellt die Server oder Server-Cluster zusammen; der System-Admin konfiguriert das Betriebssystem für diese Hardware; der Storage-Administrator übernimmt die Verantwortung für ein Storage Area Network (SAN) oder Network-attached Storage (NAS); der Netzwerk-Admin verbindet die neue Hardware mit der Infrastruktur der Firma; und der Datenbank-Administrator implementiert die Datenbank und arbeitet mit dem Daten-Admin zusammen, um diese mit Daten zu befüllen. Danach verwaltet jeder Admin seine Komponenten. Diese Rollen überschneiden sich häufig und die Zusammenarbeit kann mitunter intensiv sein.

Bei Exadata können Datenbank-Administratoren ihre Aufregung allerdings nicht verbergen – schließlich ist es eine Datenbank-Maschine. Das Problem ist, dass sich andere Admins über ihre Rolle in diesem System nicht klar sind. Administratoren haben sich über die Jahre daran gewöhnt, ihr eigenes Reich zu pflegen. Viele fürchten, dass Exadata vorhandene Grenzen beseitigt. Sie haben noch nicht akzeptiert, dass Oracle den Storage mit dem Automatic Storage Management verwalten lässt und ein InfiniBand-Netzwerk sowie Storage Server mit Datenbank-Servern fest integriert.

Vorkonfiguriertes Exadata wirkt alarmierend auf Admins

Bis auf den Datenbank-Admin sind alle anderen Administratoren alarmiert darüber, dass Oracle ein bereits integriertes und vormontiertes System mit Netzwerk und Storage anbietet. Was passiert, wenn das komplette Data Center durch Exadata-Systeme ausgetauscht wird? Werden die anderen Admins überflüssig? Kurz gesagt: nein. Die Dinge ändern sich sicherlich. Doch wenn sie sich ändern, entstehen neue Herausforderungen und Aufgaben. Die Rollen werden mit Exadata integriert. Dabei wird nicht nur die Verwaltung der Datenverarbeitungssysteme leichter, sondern die verantwortlichen Mitarbeiter können diese effektiver bedienen.

Exadata ist nichts anderes als ein Cluster, mit einem auf Daten sensibilisiertem Netzwerk und Storage. Diese müssen weiterhin mit der Infrastruktur außerhalb des Unternehmens kommunizieren, externe Netzwerke werden nicht ausgewechselt. Es gibt aber weniger beim internen InfiniBand-Netzwerk zu tun - sogar für Datenbank-Admins. Und auch beim Storage-Management werden die Aufgaben weniger (ausgenommen große, komplexe Cluster). Das ist aber das praktische bei ausgereiften, vorkonfigurierten Systemen.

Netzwerk-, Storage- und System-Administratoren sollten Exadata als neuen Server-Cluster betrachten. Es bringt für alle Beteiligten Vorteile, da es in weniger Zeit mehr speichert und verarbeitetet. Exadata bietet die perfekte Gelegenheit für alle Admins neues zu lernen. Netzwerk-, Storage- und System-Admins müssen nicht wirklich das System von Oracle von Grund auf neu lernen, da ihre Fähigkeiten auch für Exadata gelten. Sie müssen lediglich ihr Arbeitsverständnis an Exadata anpassen.

Das einzige, was sich wirklich während der Arbeit mit Exadata ändert ist die Notwendigkeit einer verstärkten Koordination der Administratoren – etwas, das alle Projektmanager immer schon wollten. Kein einzelner Admin besitzt Exadata. Stattdessen wird es durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Administratoren angetrieben, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. Nicht ein einzelner Admin kann oder sollte das gesamte Exadata-System verwalten. Die Vorstellung, dass nur eine Person jede Facette von Exadata managen kann, ist nicht realistisch, auch wenn es auf den erste Blick praktisch wirkt.

Die Kenntnisse aller Netzwerk-, Storage-, System-, Hardware- und Datenbank-Administratoren zu lokalisieren ist unverzichtbar. Exadata ermöglicht es, ihre Fähigkeiten zu bündeln, um Vorteile für den Kunden zu erzielen. Es ist eine Teamleistung. Letztlich muss man die Veränderungen nur akzeptieren und sich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Über den Autor: Fahd Mirza ist Oracle Datenbank-Administrator bei Pythian. Er ist Mitglied des Technologie-Netzwerk Oracle ACE und zertifizierter Spezialist für Exadata. Mirza arbeit seit 2001 mit Oracle Produkten.

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