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Fünf erfolgreiche Ansätze für App-Entwicklerteams in der Cloud

Die Entwicklungszyklen bei Mobile Apps sind meist kürzer als bei Desktop-Anwendungen. Wir erläutern fünf Ansätze für die Entwicklung in der Cloud.

Die Entwicklungszyklen bei der Entwicklung von Mobile Apps sind unbestreitbar enorm kurz. Es kann daher nicht überraschen, dass Entwicklungsteams, die ihre Mobilanwendungen schnell auf den Markt bringen wollen, dazu auf verschiedene Cloud-Computing-Technologien setzen.

Hier stellen wir Ihnen fünf der effektivsten Ansätze vor, die Projektteams in der Cloud nutzen.

1. Hosting Services

Amazon Web Services (AWS) und sein IaaS-Angebot (Infrastructure as a Service) Elastic Cloud Compute (EC2) war einer der Pioniere der Cloud-Idee, daher überlassen viele Unternehmen das Application Hosting der EC2-Plattform. Amazon ist jedoch nur einer von vielen Akteuren auf diesem immer größer werdenden Spielfeld, und in vielen Fällen werden IaaS-Angebote wie EC2 von verschiedenen SaaS-Angeboten (Software as a Service) verdrängt, bei denen die Kunden ein gewisses Maß an Kontrolle über ihre Betriebssysteme und Laufzeitumgebungen aufgeben, weil ihnen dafür im Gegenzug weniger Konfigurationsprobleme und geringere Verwaltungskosten versprochen werden. Das ist vermutlich die bewährteste Art und Weise, die Cloud zu nutzen, daher machen sich auch immer mehr Entwickler von Mobilanwendungen die Vorteile von Cloud-basierten Hosting Services zunutze.

2. Zahlungs-Gateways

Ein Grund, warum Apple mit seinem iTunes Store so erfolgreich ist, liegt hier: Das einfache Zahlungssystem führte auch zum Erfolg der Anbieter von iPhone- und anderen iOS-Anwendungen. Und wenn wir Erfolg sagen, meinen wir natürlich hohe Umsätze. Der Mobilmarkt hat sich jedoch weiterentwickelt, viele Anwendungsentwickler haben das Finanzmodell von Apple kritisiert und nach alternativen Zahlungsmechanismen gesucht. Es ist daher keine Überraschung, dass in den letzten Jahren verschiedene Cloud-Anbieter von Zahlungs-Gateways auf dem Markt erschienen sind, die Softwareentwicklern die Abwicklung ihrer finanziellen Transaktionen mit ihren Kunden erleichtern. Diese müssen sich im Gegenzug keine Sorgen um Umsatzverluste aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen oder Software-Bugs machen, die bei ähnlichen Finanztransaktionssystemen auftreten.

3. Webanalyse

Mobilentwickler haben das Prinzip „Know your Customer“ auf eine völlig neue Ebene gehoben. Vielleicht liegt das daran, dass Mobile Apps häufig weniger Screens zur Verfügung haben und ihre Funktionen fokussierter sind. Auf diese Weise können Entwickler Webanalysen und gesammelte Nutzungsinformationen sehr schnell in Produktverbesserungen und Anwendungs-Upgrades einfließen lassen. Um ihre Produkte noch besser zu machen, setzen immer mehr Mobilentwickler auf Cloud-Services zur Erfassung, Speicherung und Bereitstellung von Informationen über die Interaktionen ihrer Benutzer.

4. Anwendungsüberwachung

Vielleicht sind Sie mit all Ihren internen Tools, Ihrem Standard-Analysemodul und Ihrem internen Data Center zufrieden. Aber wie können Sie wissen, ob Ihr System abgestürzt ist, wenn alles nur intern läuft? Wenn es um die allgemeine Überwachung der Verfügbarkeit Ihrer Mobilanwendung und um eine Berichtsstruktur geht, an die Sie sich halten können – ganz egal, ob Ihr System zwei Sekunden, zwei Minuten oder zwei Stunden lang ausfällt –, dann brauchen Sie dafür ein externes System. Und dafür eignet sich niemand besser als ein Cloud-Anbieter mit Systemen, die für Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit hin konzipiert wurden.

5. Entwicklung

Viel wurde bereits über die Vorteile der Cloud im laufenden Betrieb gesagt, aber nicht wenige Unternehmen scheuen immer noch vor einer kompletten Verlagerung in die Cloud zurück und halten stattdessen erst einmal vorsichtig die Zehen ins Wasser, indem sie die Cloud für weniger geschäftskritische Funktionen nutzen. App-Entwicklerteams, die Programme verwalten und Testdaten verwenden, welche keinen Schaden verursachen, sollte es beim Service-Anbieter Sicherheitsprobleme geben, sind häufig die ersten in einem Unternehmen, die beginnen, mit der Cloud zu arbeiten. Diesen Pionieren in den Unternehmen, die die Möglichkeiten der Cloud ausloten, machen Cloud-basierte Fehlerverfolgungssysteme, Quellcode-Management-Systeme, Belastungstest-Tools und sogar vollständig integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs), die den Desktop beim Programmieren komplett außen vor lassen, das Leben leichter.

Die Cloud ist wie gemacht für die Community der Mobilentwickler. Vielleicht ist das auf die Tatsache zurückzuführen, dass die kurzen Lebenszyklen von App-Entwicklungsprojekten genau die vordefinierten Services benötigen, die so viele Cloud-Anbieter bereitstellen. Vielleicht sind auch die Personen, die die Community der Mobilentwickler dominieren, abenteuerlustiger und revolutionärer als ihre Kollegen in der Unternehmensentwicklung, und in der Folge besser darin, auch mal etwas Neues auszuprobieren, wie zum Beispiel Cloud-basierte IDEs oder Monitoring-Tools.

Was auch immer der Grund sein mag: Die Community der Mobilentwickler macht sich die Cloud immer stärker zunutze, und sowohl die Mobilentwicklung als auch Cloud Computing profitieren davon.

Über den Autor:
Jason Tee ist Unternehmensberater. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel über Cloud Computing sowie Software- und App-Entwicklung.

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