1xpert - Fotolia

Availability Zones und Regionen von AWS und Microsoft Azure im Vergleich

Die Entscheidung für AWS oder Azure hängt auch vom Standort der Rechenzentren ab. Der Vergleich zwischen den Anbietern zeigt einige Unterschiede.

In der Welt des Cloud Computings sind Data Center die Orte, wo Daten und Anwendungen existieren. IT-Abteilungen müssen nicht nur einen Cloud Provider wählen, sondern auch darauf achten, an welchem Standort sich die Cloud-Ressourcen befinden. Das erfordert eine gründliche Planung.

Es gibt gute Gründe, die Verwendung der Regionen zu verstehen. Erstens können Administratoren mit Gesetzen in Konflikt geraten, die nicht erlauben, dass Daten ein Land oder in diesem Fall eine Region verlassen. Zweitens spielen Leistungsüberlegungen eine Rolle, die sich um die Netzwerk-Latenz sowie die Anwendungskonfiguration und deren Anforderungen drehen.

Bei Amazon kann ein Nutzer zum Beispiel Regionen und Availability Zones wählen, wenn er Instances in Elastic Compute Cloud (EC2) und Simple Storage Service (S3) startet. Administratoren wählen dabei eine Region aus, die am besten ihre Latenz- oder Compliance-Bedürfnisse abdeckt. Diese Auswahl ist aus verschiedenen Gründen komplex.

Amazon Web Services (AWS) bietet für verschiedene Services eine unterschiedliche Verfügbarkeit – egal ob sie Teil einer bestimmten AWS Region oder Availability Zone sind. Es lohnt sich also, die Liste der Regionen und Verfügbarkeitszonen genau während des Planungsprozesses zu studieren. Dies ist ein wichtiger Teil bei der Konfiguration des AWS-Einsatzes. Zudem kann es Unternehmen Geld einsparen und leistungsstärkere Cloud-Anwendungen bieten.

Einige AWS-Produkte, wie zum Beispiel Identity and Access Management, unterstützen keine Regionen. Somit beinhaltet der Endpunkt keine Region. Andere Services, wie zum Beispiel EC2, lassen Entwickler Endpunkte angeben, die keine spezifische Region beinhalten, so dass AWS die Endpunkte-Route seiner Wahl festlegt. Dieser Aspekt muss von IT-Teams auf jeden Fall verfolgt werden, denn es ist nicht sofort ersichtlich, welche Ressource in welcher Region zur Verfügung steht.

AWS versus Microsoft Azure

Funktionell betrachtet herrscht zwischen Microsoft und AWS Parität was die Präsenz in bestimmten Regionen der Welt betriff. Außerdem kommen immer neue Regionen hinzu, so dass sich die Data-Center-Landschaft regelmäßig verändert. Azure bietet im Vergleich zu den 12 AWS Regionen und 33 Availability Zones einige zusätzliche Regionen, unter anderem in Indien. Microsoft bietet seinen Kunden zudem ein praktisches Tool mit dem sie messen können, welche Region die beste Performance für sie abliefert.

In viele Fällen stammt die Latenz allerdings aus der Kommunikation der Anwendungen mit anderen Programmen oder Daten. Dies bedeutet, dass das Azure Performance-Tool einige Dinge zu stark vereinfacht.

Mehr zum Thema AWS und Azure:

Eine Navigationshilfe durch AWS-Regionen und Availability Zones.

Kostenloses E-Handbook für IT-Entscheider: Kostenkontrolle in der AWS-Cloud.

Ein AWS-Disaster-Recovery für optimierte Performance einrichten.

Microsoft Azure oder AWS: Welche Cloud-Datenbank eignet sich für Sie?

Magdeburg und Frankfurt: So funktioniert Microsofts Azure-Cloud für Deutschland.

AWS setzt somit Administratoren voraus, die planen, welche Region sie für welchen Service am besten nutzen. Dabei sollten Anwendungs- und Storage-Anforderungen als Ausgangspunkt bei der Planung dienen. Anschließend sollte man den gewünschten Service und die beste Region für diesen Service auswählen. In der Regel sollten sich Anwendungen und Daten geografisch nah bei der primären Anwendergruppe befinden. Damit lässt sich die Latenz reduzieren und die Anwendungs-Performance optimieren. Rechtliche Fragen sollten ebenfalls eine Rolle spielen.

Sowohl AWS als auch Azure helfen Nutzern gerne bei der Auswahl der besten Region für ihre Applikationen und Daten. Dennoch sind Administratoren immer noch die besten Experten für ihre Anwendungen und Daten, so dass die letzte Entscheidung bei ihnen liegt.

Folgen Sie SearchEnterpriseSoftware.de auch auf Twitter, Google+, Facebook und Xing!

Erfahren Sie mehr über Cloud Computing

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close