kebox - Fotolia

Vier Technologien für die Infrastruktur, die Sie in 2017 beachten sollten

2017 wird in Sachen Technologien für die Infrastruktur spannend. Unternehmen und IT-Abteilungen müssen sorgfältig evaluieren und Prioritäten setzen.

Jeder neue Artikel über Technik scheint sich in diesen Tagen um die rasche Entwicklung und die Innovationen von IT-Infrastruktur zu drehen. Das entspricht zum Großteil auch der Realität. Allerdings können wir mit dieser Geschwindigkeit nicht Schritt halten. Sie können nicht dauernd auf den neuesten und tollsten Cloud-Service umsteigen oder jeder Innovation hinterher hechten, die Geld spart.

Vielmehr müssen IT-Entscheider die Gedanken ordnen und genau evaluieren, welche der unzähligen neuen Technologien für die Infrastruktur die positivsten Auswirkungen auf das jeweilige Geschäft haben. In diesem Beitrag sehen wir uns vier verschiedene Technologien für die Infrastruktur an. Wir versuchen eine Bewertung, welche signifikanten Auswirkungen sie auf die Netzwerkinfrastruktur im Jahre 2017 haben.

1. Network Functions Virtualization (NFV)

Im Jahre 2016 gab es große Diskussionen zum Bereich Software-defined Networking (SDN) und den dazugehörigen Technologien für die Infrastruktur. Weiterhin haben wir uns angesehen, wie Unternehmen von der verbesserten Intelligenz beim Datenfluss und der Automatisierung profitieren können. SDN war in Teilbereichen des Netzwerks sehr erfolgreich, wie zum Beispiel dem WAN. Endpunkt-zu-Endpunkt-SDN-Implementierungen haben wir aber sehr selten gesehen. Der Grund ist, dass Administratoren einen Großteil des Netzwerks hätten ersetzen müssen.

In 2017 erwarten wir, dass sich IT-Abteilungen weniger auf SDN fokussieren, sondern sich praktikableren und realistischeren Lösungen mit Network Functions Virtualization (NFV) widmen. Damit werden Netzwerkservices virtualisiert, die vorher auf dedizierter Hardware gelaufen sind. NFV bietet die Flexibilität, Netzwerke skalieren und lenken zu können. Die Ressourcen landen immer da, wo sie das Unternehmen am dringendsten braucht. Außerdem ist NFV ein wunderbarer Ausgangspunk, um irgendwann in der Zukunft auf eine Endpunkt-zu-Endpunkt-SDN-Architektur umzustellen.

2. Internet of Things (IoT)

Das Internet of Things (IoT/Internet der Dinge) war in den vergangenen Jahren in aller Munde. Es wurde für das Jahr 2017 vorausgesagt, dass Projekte und entsprechende Finanzierungen groß genug sind, um einen deutlichen Effekt auf die Infrastruktur zu haben. Bedenken hinsichtlich Sicherheit werden derartige Projekte allerdings verzögern. Möglicherweise ist der Effekt an dieser Stelle so groß, dass IoT in diesem Jahr den Durchbruch nicht schafft. Wir werden den Einfluss von IoT sicherlich bemerken. Allerdings wird er nicht so groß sein, wie das viele Auguren vorausgesagt haben. Haben Sie IoT-Projekte, die in den nächsten Monaten gestartet werden sollen, dann stellen Sie sich auf Widerstand mit den Argumenten Datenverlust und Probleme bei der Sicherheit ein.

3. Hyperkonvergenz

Im Data Center wird Hyperkonvergenz grundlegende Veränderungen mit sich bringen. Behandeln Data Center die Bereiche Computing, Storage, Netzwerk und Virtualisierung als unabhängige Silos (egal ob physisch oder logisch), dann müssen sie grundlegend verändert werden. Nur dann können Sie die Vorteile des auf Software ausgerichteten Lösungsansatzes nutzen. Für eine neue Ausrüstung und Umrüstung des Data Centers sind Investitionen notwendig. Sie werden sich in der Zukunft allerdings rentieren und sowohl bei CapEx als auch OpEx dürfen Sie mit Einsparungen rechnen.

4. Cloud

Keine Prognose für Technologie-Trends in 2017 wäre komplett, wenn wir nicht über die Effekte der Cloud in Ihrer IT-Abteilung sprechen würden. 2016 war das Jahr, in dem die Infrastruktur-Administratoren dem Cloud-Computing-Modell das Vertrauen geschenkt haben. Im Jahre 2017 werden deswegen diverse kritische Anwendungen in die Cloud migriert, die bisher unbedingt in den eigenen vier Wänden gehalten werden mussten. Dazu gehören nicht nur proprietäre und ältere Applikationen, sondern auch entscheidende Services für die Infrastruktur. Hier sind zum Beispiel UC-Server (Unified Communications) für Sprache und Video gemeint.

Aus Sicht der IT-Infrastruktur wird 2017 sehr spannend. An allen Ecken und Enden gibt es Möglichkeiten für neuere, bessere und günstigere Lösungen. Mit Blick auf die hier vorgestellte Liste der Technologietrends mit Potenzial zu großen Auswirkungen erwartet Administratoren ein ereignisreiches und voll ausgefülltes Jahr. Im Moment ist die größte Herausforderung, Prioritäten in Sachen Technologien zu setzen, die sowohl für die IT-Abteilung als auch für das Unternehmen die größten Vorteile bringen.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

 

Nächste Schritte

IT-Prioritäten 2017: Was IT-Verantwortliche fürs Netzwerk planen.

IT-Prioritäten 2017: Was IT-Verantwortliche in Sachen Mobility planen.

IT-Prioriäten 2017: Was IT-Verantwortliche im Sicherheitsbereich planen.

IT-Prioritäten 2017: Was IT-Verantwortliche fürs Data Center planen.

IT-Prioritäten 2017: Cloud und virtuelle Umgebungen stehen im Storage-Fokus.

IT-Prioritäten 2017: Was IT-Verantwortliche für Software-Investitionen planen.

 

Erfahren Sie mehr über LAN-Design und Netzwerkbetrieb

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close