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5 Unified-Communications- und Collaboration-Trends 2026
Zu den UC-Trends, die die strategischen Prioritäten im Jahr 2026 bestimmen werden, gehören agentische KI, vernetzte Arbeitsbereiche sowie Fortschritte im Bereich der Sicherheit.
Während 2024 das Jahr war, in dem generative KI Einzug hielt, war 2025 das Jahr der KI-Agenten. Nahezu jeder Anbieter im Bereich Unified Communications and Collaboration (UCC) brachte einen KI-gestützten Agenten auf den Markt und leitete damit den Vormarsch der agentischen KI ein. Diese versetzt Agenten in die Lage, den Kontext zu bewahren und selbstständig (innerhalb bestimmter Grenzen) Maßnahmen zu ergreifen.
Im Folgenden sind die fünf Trends aufgeführt, die die Kommunikations- und Kollaborationslandschaft im Jahr 2026 prägen werden.
1. Agentische KI wird zum Mainstream
Laut der globalen Studie AI for Business Success: 2025-26 von Metrigy, für die 1.104 Unternehmen befragt wurden, steht das Zeitalter der agentischen KI kurz bevor. Metrigy definiert agentische KI als „Künstliche-Intelligenz-Systeme, die autonom denken, planen und sich an veränderte Umgebungen anpassen können. Diese Systeme sind so konzipiert, dass sie mit einem hohen Maß an Unabhängigkeit arbeiten und ihre Handlungen kontinuierlich auf der Grundlage des Kontexts verfeinern.”
Während die tatsächliche Einführung von agentischer KI noch in den Kinderschuhen steckt, hat das Bewusstsein für sie und die Vorteile, die sie bieten kann, eine kritische Masse erreicht. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer war mit dem Begriff vertraut und mehr als 35 Prozent gaben an, dass agentische KI im Vergleich zu anderen KI-Anwendungsfällen den größten potenziellen Wert für ihr Unternehmen bietet.
Frühe Anwender sehen eine Vielzahl potenzieller Aufgaben für agentische KI, darunter die Verwaltung von IT-Abläufen, die Bereitstellung von Kundenservice, die Unterstützung von Vertriebsteams und die Automatisierung von Funktionen in den Bereichen Marketing, Personalwesen und Backoffice-Verwaltung. KI-Agenten, die mit Workflow-Studios erstellt werden, werden voraussichtlich Seite an Seite mit menschlichen Mitarbeitern arbeiten und ihre eigenen Aufgaben mit unterschiedlichem Grad an Autonomie verwalten.
2. UCC entwickelt sich zum vernetzten Arbeitsbereich
UCC-Anbieter wandeln ihre Anwendungen rasch in einen vernetzten Arbeitsbereich um. Dieser vereint Messaging, die Erstellung von Inhalten, Aufgaben- und Projektmanagement sowie vieles mehr in einem einzigen, einheitlichen Arbeitsbereich. Beispiele für solche Dienste sind Microsoft Loop, Zoho One und Zoom Workplace. Zu den aufstrebenden Anbietern in diesem Bereich zählen Asana, Notion, Smartsheet und Superhuman.
In allen Fällen versuchen diese Anbieter, Reibungsverluste und Aufgabenwechsel zu reduzieren, indem sie Funktionen integrieren, die ein nahtloseres Arbeiten ermöglichen. Zudem integrieren diese Anbieter virtuelle KI-Assistenten, um Arbeitsabläufe zu verwalten und zu automatisieren.
3. Sicherheit und Compliance im Vordergrund
Laut der globalen Studie Workplace Collaboration and Contact Center Security and Compliance: 2026 von Metrigy, an der 307 Unternehmen teilnahmen, ist die Zahl der Unternehmen, die Angriffe auf ihre Workplace-Collaboration-Plattformen melden, seit 2021 um mehr als 300 Prozent gestiegen.
Sicherheit und Compliance stehen mittlerweile ganz oben auf der Agenda von IT- und Unternehmensleitern, da KI potenzielle Schwachstellen vergrößert und es Angreifern erleichtert, ihre schmutzigen Geschäfte zu betreiben. KI-gesteuerte Deepfake- und Social-Engineering-Angriffe schaffen neue Risiken, bei denen sich Angreifer beispielsweise als Kunden oder Mitarbeiter ausgeben. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre KI-Ressourcen vor Datenexfiltration und Prompt-Injection-Angriffen schützen. Diese zielen darauf ab, Daten zu stehlen oder KI-Modelle dazu zu zwingen, falsche Informationen zu liefern.
4. Der Arbeitsplatz entwickelt sich weiter
Unternehmen konzentrieren sich weiterhin darauf, ihre Büros zu einem Anziehungspunkt für ihre Mitarbeiter zu machen, indem sie Räume schaffen, die hervorragende Möglichkeiten für die Zusammenarbeit bei der Arbeit vor Ort bieten. Es sind weitere Fortschritte zu erwarten, wie zum Beispiel die folgenden:
- Breitere Einführung von Touchscreen-Geräten in Räumen und Besprechungsräumen, um die interaktive Zusammenarbeit zu fördern.
- Einsatz intelligenter Mikrofone, um die Teilnehmer im Raum besser zu erfassen.
- Geräte wie Kameras in der Tischmitte, um die Teilnehmer unabhängig von ihrem Sitzplatz zu erfassen.
Weitere Fortschritte, die sich 2026 beschleunigen werden, sind der Einsatz von KI zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Besprechungsteilnehmer, der Audioqualität und der Verwaltung der Geräte im Besprechungsraum. Es ist mit einer zunehmenden Verbreitung von Plattformen für die Verwaltung und Reservierung von Arbeitsplätzen zu rechnen, um die Reservierung von Schreibtischen zu optimieren, Nutzungsanalysen bereitzustellen und Funktionen wie digitale Beschilderung und leicht zugängliche Arbeitsbereiche für Teams zu unterstützen.
5. Das Mitarbeitererlebnis verbessert die Kommunikation
Mitarbeitererlebnisplattformen wie die von Appspace, LumApps, Microsoft und Zoom schließen die Lücke zwischen teamorientierten Kollaborationsanwendungen und Mitarbeiterkommunikationsplattformen. Diese Tools bringen Facebook-ähnliche Funktionen in das Unternehmen und ermöglichen es den Mitarbeitern, Wissen basierend auf ihrer Rolle, zum Beispiel im Vertrieb oder Marketing, zu entdecken und zu teilen und die Kommunikation zu erleichtern.
In Verbindung mit Digital Signage (digitale Beschilderung) und mobilen Geräten ermöglichen diese Plattformen Unternehmen, die Kommunikation, die Mitarbeiterausbildung und die Unternehmenskultur zu stärken und gleichzeitig das Engagement und das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.
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