ERP-Konsolidierung: Was Unternehmen nach einer Akquisition beachten müssen

Verschiedene ERP-Systeme blockieren den Datenzugriff und verschlechtern so die Produktivität. Ein ERP-Integrationsprojekt kann das Problem lösen.

Genau wie zu viele Köche den Brei verderben, können auch zu viele Softwaresysteme einen negativen Einfluss auf Unternehmensanwender haben. Mehrere Softwaresysteme – insbesondere ERP-Systeme – können den Datenfluss im gesamten Unternehmen verlangsamen und machen das Teilen von Daten mit den entsprechenden Mitarbeitern zu einem frustrierenden Erlebnis.

Unternehmen stellen dieses Problem vor allem nach Akquisitionen fest. Wenn die neuen Anlagen und Maschinen mit anderen ERP-Systemen als das Mutterunternehmen arbeiten, verzweifeln Führungskräfte und Vertriebsmitarbeiter mitunter dabei, einen Zugriff auf die Produktionsdaten zu erhalten. Häufig endet dieser Prozess mit veralteten Abrechnungen oder irrelevanten Informationen.

Doch wie lässt sich dieses Problem beheben? Die Antwort: Durch ein ERP-Integrationsprojekt, bei dem die verschiedenen Systeme zu einem konsolidiert werden.

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Die Konsolidierung des ERP-Systems bringt mehr Effizienz in den Datenfluss und verringert die Kosten für die Anwendungen. Diese Effekte treten allerdings nur ein, wenn die Entscheidungen auf Grundlage der spezifischen Geschäftsanforderungen des jeweiligen Unternehmens basieren. So haben Firmen mit einer Prozessfertigung (zum Beispiel Chemie- oder Pharma-Unternehmen) andere Anforderungen als Unternehmen mit einer diskreten Fertigung (zum Beispiel Automobil- oder Baustoffzulieferer).

Darüber hinaus muss jedes Projekt, bei dem viele kritische Daten in ein System kopiert werden, mit Sorgfalt behandelt werden. Die Verantwortlichen müssen wissen, welche Systeme gut zusammenarbeiten und welche aussortiert werden können. Gleichzeitig müssen sie sich der Compliance sowie Information Governance bewußt sein. Im Idealfall sind die Ergebnisse des ERP-Integrationsprojektes Einsparungen: Weniger Zeitaufwand beim Sammeln der Daten und weniger Kosten für unnötige Software.

Um eine ERP-Konsolidierung erfolgreich abzuschließen, müssen Unternehmen aber einen detaillierten Plan entwerfen, der die Geschäftsanforderungen berücksichtigt und Probleme bei der Datenintegration früh vermeidet.

Unternehmen müssen dabei lernen, wie sie häufig auftretende Probleme bei der ERP-Integration bekämpfen. Bei der Konsolidierung ist schließlich auch die Integration des ERP-Systems mit einer SCM–Software (Supply-Chain-Management) ein wesentlicher Bestandteil. Wenn Firmen diese Punkte berücksichtigen, sind sie auf dem besten Weg, die Produktivität zu verbessern und Kosten einzusparen.

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